Tag 1

Sagt hallo zu meiner ersten Zauberbohne! 🙂

Nach 44 Tagen schlüpfte heute die erste kanarische Palme aus der Erde. 🙂

Gestern sah ich zum ersten mal kanarische Palmen zu kaufen. Für 70€ gäbe es schon ganz schöne Brummer. Vielleicht hol ich mir mal eine, die ich vor den Strommasten stellen will. Mit den anderen hab ich es nicht soo eilig, oder besser gesagt, sind mir z.b. die Mangabäume erst mal wichtiger!

Eindrücke

Die erste Physalis Blüte.
Jetzt sind es schon 30 Physalis. Rechts blühen die ersten Pepperoni. Es gibt 3 Sorten. In der Mitte sind die Kartoffeln, die ich fast schon aufgeben wollte. Aber sie wachsen so dankbar, dass man es einfach durchziehen muss!
Sie gehorchen aufs Wort, wenn ich brüllend in den Wald komme und rufe: „Mannschaft – Stillgestanden!“ 🙂 Ne, es ist toll, weil man die Pinien schon riechen kann, wenn man in den Wald kommt!
Blüten, Früchte, Wachstum, alles zugleich! Und meine Vogelfreunde pflegen alles. 🙂
Blüten, Blüten… und Duft!
Feierabend an der Küste.
Bei uns kommen die Katzen nicht mehr von den Bäumen und hier kommen sie nicht mehr aus ihren Schluchten. 😀
Calima! Der Wüstensand gibt dem Himmel einen orientalischen Touch.

Strom

Es gibt noch viele Hürden zu bewältigen! Heute stellte mir mein lieber Freund Santi seinen Elektriker Freund vor, damit wir gemeinsam nach der besten Lösung suchen können. Zuerst klang alles sehr kompliziert: Nachbarn fragen, ob man mit zwei Pfosten ein Kabel über der Plantage nebenan verlegen kann. Würde der Besitzer zustimmen, könnte man einen Zähler bei ihm in die Wand bauen usw…
Würde man ein Kabel direkt vom Nachbar aus ziehen, was mir mein lieber Nachbar Alejandro sogar angeboten hat, dann wäre es von der behördlichen Seite komplizierter und somit sogar teurer.
Aber dann entdeckten wir mein großes Glück! Auf dem Hügel am anderen Ende steht ein Strommasten in meinem Gelände und das macht alles viel einfacher! Jetzt ist es nur noch eine technische Sache! Man müsse nur vier Pfosten entlang meiner Längsseite aufstellen… Dann hab ich gefragt ob ich das nicht selber am Boden entlang verlegen könne!?
Ja doch, das ginge auch. 🙂 Ist ja mein Land!
Weitere Vorteile dieser neuen Lösung sind, dass ich eh Wasserleitungen durch den Djungel ziehen muss, wofür ich ja schon lange aufräume. Jetzt geht das in einem „Abwasch“.
Vom Hang herunter brauche ich zwar ein längeres Kabel, aber dafür spare ich mir alle Verlängerungen, die ich eh bis in den Wald legen wollte!

Pinien und Zedern

Bereits heute Morgen sind Isabel und ich losgezogen um Pinien zu kaufen. Dafür sind wir fast an das andere Ende der Insel gefahren um eine behördliche Gärtnerei mit einheimischen Pflanzen zu suchen. Es war so ein Genuß mal wieder die Abwechslung unserer mystischen Insel zu sehen! Berge, Schluchten, Palmen, Wolken und Sonne. Es ist traumhaft schön und ich schätze es wieder ganz neu!

Links stehen 25 Pinien, von denen 20 in meinen Wald kommen. Damit hab ich fast alle aufgekauft. Rechts stehen 20 Zedern, von denen ich mindestens 10 einpflanzen werde. Manche Zedern könnte man alle zwei Jahre umsetzen und später zu Bonsais gestalten.
Wenn es den Pinien gut geht, sollten die hier jährlich über einen halben Meter wachsen.

Natürlich werde ich sie im Boden nochmal präsentieren, aber wahrscheinlich sind sie dann so schwer zu finden wie mein Ficus im letzten Beitrag! 😀

Ficus-Baby

Ui, seht mal mein erster Ficus aus einem Samen. 🙂

Ein Suchspiel! 😀 Ziemlich weit links. Die winzigen Pünktchen sind Samen, die ich vor 11 Tagen gesetzt hab. Schwer zu sagen, denn bei der Größe könnte das natürlich auch Unkraut sein. 🙂

Fächerpalmen

Es gibt noch nichts zu sehen, sondern nur einen Bericht fürs Protokoll, falls ich das Datum mal nachschlagen will! 🙂 Das hier ist ja inzwischen auch mein Tagebuch. 😉

Gestern setzte ich diese Samen einer Fächerpalme mit viel längeren Armen.
und noch ne andere Palme. Eben las ich, dass die Keimzeit 2 – 4 Monate betragen kann.

Egal! Die Zeit rast eh rum und je mehr wächst, desto einfacher kann man dieser Tatsache etwas positives abgewinnen!
Heute haben wir Calima. Das erste mal seit langem ist es fast schon grenzwertig warm! Gestern hatten wir schon eine Hitzewarnung. Deshalb war der schattige Tag ein großartiges Geschenk zum arbeiten.

Wurzeln und Stämme

Am frühen Abend begann ich dann doch mit der Arbeit, die ich mir heute Morgen ursprünglich zur Pflicht gemacht hab. 20 Stämme möglichst mitsamt Wurzeln rausreissen.

Und keiner ging freiwllig! Die waren ja alle schon abgebrochen, weil sie eben nicht raus wollten. 🙂

Das waren mal wieder echt elende Stunden mit viel Keuchen und Schweißausbrüchen! 😀 Und dann kam auch noch der Hunger. Aber ich habs durchgezogen! Hatte lange Klamotten und geschlossene Schuhe an, weil ich gestern so vollgesaut war von der Wolfsmilch! Gestern musste ich mich mit all den Kratzern beim Duschen so schrubben, dass es an beiden Beinen geblutet hat. Hätte ich es heute nicht vollendet, müsste ich vielleicht morgen bei Sonnenschein mit langen Klamotten arbeiten und das wäre noch schlimmer als heute!

Meine Klamotten klebten zum Overall zusammen. 🙂
Hat sich gelohnt! Ich liebe diesen Platz! Wald, Kaktus, Terrassen und Horizont. Es riecht nach Ziegen und hat teils ne ganz andere Botanik. Dem Geruch nach is es sicher gut gedüngt! 😀 Muss ja Jahrzehnte her sein mit den Ziegen!

Wald-Aufstieg

Fast jeden Tag könnte ich mit den folgenden Worten beginnen:
„Eigentlich wollte ich heute etwas ganz anderes machen…“
Aber ich genieße auch diese Freiheit und Spontanität! Natürlich hat alles seine Gründe! Die heutige Aktion war auch im Sinne der zukünftigen Wasserleitungen, um die es heute noch gar nicht geht.
Aber bald, aber bald… 🙂

Bisher brauche ich eine Leiter um auf die fünfte Ebene zu kommen, weil diese Nische im Wald, ein versteckter Aufstieg, bereits seit Jahrzehnten zugewuchert ist.
Und so sieht es jetzt von unten aus.
Einen Stock höher, von der fünften Ebene betrachtet, sah man auch nur eine dunkle Ecke. Und ich hatte hier schon über zwei Meter rausgeräumt!
Wenn man jetzt auf der fünften Ebene fünf Schritte Richtung Grenzmauer läuft…
…und dann nochmal drei Schritte Richtung Ecke…
…dann taucht, fast schon versteckt, der Abstieg zum Wald auf.
Alles noch ein bisschen roh. Läuft sich aber besser als es aussieht und es wird natürlich noch perfekt.
Eben hab ich die ersten Stufen rein gekratzt.

Das ist super, weil jetzt wurde die Leiter frei. Bin richtig begeistert! Fast der ganze Wald ist noch sichtgeschützt und hat wirklich genug schattige Plätze! Es kommt aber inzwischen genug Licht rein, dass ich viele junge Pinien pflanzen kann. Mit jedem Stück, das die Pinien wachsen, kann man wieder ein paar Äste mehr rausschneiden. Die hintere Hälfte wird bis hoch zur fünften Ebene ein Pinienwald und die vordere Hälfte ein subtropischer Wald, mit Palmen und Baumfarnen. Ein natursteinbrunnen mit Orchideen, wäre noch ein Zukunftstraum.

Größenverhältnis

Heute hab ich mich ein paar mal ins Bild gestellt, damit ihr die Größen besser abschätzen könnt.

Das ist die Mauer zur fünften Ebene. Hinter mir liegen die ganzen Gummibäume und Kakteen, die erst in 2-3 Jahren trocknen. Vor mir das Gestrüpp das ich noch wegräumen muss. Ca. 80 m. bis zur Feuerstelle. Sieben Meter weiter rechts von mir geht es nochmal zwei solche Stufen nach unten, bis in den Feigenwald. Von dort ginge es nochmal eine Stufe runter. Diese lass ich aber als neutrale Zone zwischen mir und den Nachbarn stehen.
Hier mit meinem kleinen grünen Kaktus.
Links an der Mauer vorbei beginnt der Pfad nach ganz oben.
Hier steh ich am Ende der fünften Ebene.

Blume des Tages

Die Passionsblume. Auf dem Weg zum Park laufe ich ja täglich an gut 40 Meter Maracuja vorbei. Ab jetzt blühen sie wieder.

Ohne zu suchen fielen mir gleich fünf Blüten auf. Sie duften lecker! Hab versehentlich eine mit der Nase berührt, jetzt duftet die auch! 😀