Heute Morgen riss mich plötzlich ein unheimliches Geröchel aus dem Schlaf. Es veränderte seinen Klang innerhalb von Sekunden von einem“klack“, über ein pfeifendes Surren, in ein Geblubber, auf das ein erleichterndes Geplätscher folgte. Die Bewässerung. 💧 Zum Glück erst um 8:00, also zu einer humanen Zeit. Jetzt muss ich auch noch die Schaltuhr studieren, aber das ist doch eine tolle Sache!
Nein, da hab ich gestern Abend zufällig ne extra Kanne spendiert, aber die tolle Erde zieht die Feuchtigkeit wirklich schön auf und scheint nach der ersten Nacht klatschnass zu sein.
Was sagt ihr zu meinem alten Naranjero? Der alte Baum hat den Umzug bestens überstanden! Es ist herrlich! 20°C. und windstill. Ich sitz mit meinem Kaffee im Vorzelt und seh nur noch 🍌🍌🍌 die bedrohlich gelb werden! 😃
Genug geschnipfelt für heute. Wobei ich gleich im Anschluss zwei Stockwerke weiter oben noch mehr geschnipfelt hab. 🙂 Oben, in dem Halbschattenbusch fang ich jetzt an richtig aufzuräumen, denn mehr Arbeit wird der Rustico-Bereich in Zukunft nicht machen. Zurück zum Feigengarten:
Jetzt kann man auch nach rechts bis zum Ende sehen und laufen. Hinter den Felsen konnte ich noch einen Wasserkanal entdecken. Der Bereich dahinter bleibt erst mal ein Mysterium, weil noch ne Baustelle fang ich jetzt nicht an.Und die andere Seite. Dahinter geht der Bogen fast nochmal so weit. Der Teil den ihr jetzt seht ist komplett Sichtgeschützt! Da könntest du auch ein großes Zelt komplett verschwinden lassen! Und zu meiner Verwunderung kommt sogar etwas Sonne durch. Echt perfekt für Avocados! Sie lieben den schattigen Nordhang und wenn sie erst gar nicht gesehen werden, werden sie auch nicht geklaut. Das scheinen nämlich die begehrtesten Früchte zu sein.Weiter hinten hab ich jetzt doch so etwas wie eine Steintreppe entdeckt.Und noch ein letzter Blick zurück. Nettes Gärtchen, oder? Naja, also darunter liegt echt eine schöne Ebene. 🙂
Das ist noch eine Ecke in meinem Lieblingsgarten. Auch hier könnten sich die Chickas oben ohne bräunen und es kommt höchstens mal der Budler vorbei. 😃Das ist der Ausblick über die Mauer. Man sieht raus, aber nicht rein. Später wird das mal der Mangagarten.Das kleinere von zwei Fässern, welches zur Feuerstelle umfunktioniert wird. Dann kann ich abends in meinem Steinkreis immer ein wenig Trockenholz und Dornen verbrennen.
Jetzt muss ich bald mal ne Übersichtskarte zeichnen und den Gärten Namen geben, weil ich langsam schon selber den Überblick verliere. Genau das liebe ich daran! Es gibt nur einen Abstieg im Orangengarten, durch den man über den mittleren Steingarten zum Feigengarten runter kommt. Wenn ich da unten arbeite, würden mich meine Besucher nie finden! 😃
Das ist das hintere Ende von dem zukünftigen Orangengarten, den ich euch bei der letzten Expedition gezeigt hab. Links geht der Pfad in den höhlenartigen Busch. Ganz links sind die zwei Mauern mit ihren Wasserkanälen. Von unten gezählt, wären das die vierte und die fünfte Ebene. 🙂
Jetzt gehts zwei Ebenen runter in den „neuen“ Feigengarten. Nicht zu verwechseln mit dem anderen Feigengarten bei der Ruine! 😃 Wie geil, oder? 🙂
Das hab ich heute Vormittag freigeschnitten. Man sieht auf den Bildern leider die Rundung schlecht, aber es ist ein wunderschöner Platz! Da hinten ist er etwa 8 – 10 m. breit und da wo ich gerade stehe ca. 6m. Nach den 6 Metern kommt ein Wasserkanal, bevor es noch ein Stockwerk zur neutralen Zone runter geht. Praktisch könnte ich auch dort unten Bäume pflanzen, will nur nicht ständig meinen Nachbarn auf die Pelle rücken. Hier im Feigengarten sind beide Seiten perfekt sichtgeschützt und ich höre die Stimmen der Nachbarn mehr aus der Ferne. Die haben übrigens einen wunderschönen, sehr melodischen Akzent! Der Feigengarten wäre wahrscheinlich perfekt für Avocados!Leider mag ich keine Feigen, da hängen nämlich riesen Dinger dran. Hier seht ihr noch Gestrüpp im Originalzustand. Da schneide ich mich heute Mittag durch, um zu sehen wie und wo mein Feigengarten auf dieser Seite endet.
Ich suche noch Naturtreppen, denn irgendwie mussten die Arbeiter früher ja auch die Ebenen wechseln.
Gestern musste ich noch einen Tag abhängen! Ich hab mir ja auch seit Januar fast keinen Tag Pause gegönnt. Meine geschickten Schlangenfinger sollen eben nicht zu grobmotorischen Pranken mutieren! 😃 So legte ich also die Füße hoch, genoß die Wärme und futterte eine Banane nach der anderen. Dabei lauschte ich grinsend meiner Bewässerung, die für mich arbeitete. Heute Morgen war ich schon ganz früh wach und voller Tatendrang.
Auf dem Schirm könnt ihr sehen was einen Großteil der Natur hier am Leben hält. Die Nachtfeuchte.Die ersten Sonnenstrahlen auf dem Teide.Bei mir scheint auch schon die Sonne. Ich müsste nur nach oben wandern. 😊
Das werde ich auch gleich machen, um zu beobachten von wann bis wann und wo die Sonne scheint. Langam bekomme ich eine Vorstellung davon, wo die besten Plätze für die Orangen-, Mango- und Avocadobäume sind. Werde später nochmal direkt aus dem Busch berichten.
Heute nochmal eine Wildblüte. Kleine Varianten davon stecken auch in dem neuen Steingarten.
So stehen die gerade auf meiner Mauer rum.Noch ein kurzer Blick auf einen meiner Lieblingsplätze, daneben. Links ein „geheimes Eck“ vor dem Bambus und rechts ein Feld mit 6 x 13m. Auf 8m. Breite auslaufend. Wird auch bald aufgeräumt. 😶
Weil ich nach einer Woche Schonzeit immer noch meine Finger schonen will, stapfte ich durch meinen Park und suchte mir eine angemessene Arbeit. Als erstes schnitt ich zwei schöne Plätze aus, die sich als ideale FKK.-Liegeplätze anbieten würden, weil dort die Sonne scheint, sie aber nach allen Seiten sichtgeschützt sind. Im folgenden Bild seht ihr einen davon:
Laut meinem Nachbar Jabier ist im Park das schönste Erdreich. Es sieht wirklich sehr vielversprechend und locker aus.Diese Plattform ist ca. 11 x 3m. groß und wird noch für Orangen, Mango und Avocado-Bäume ganz aufgeräumt. Zwei Orangen und ein Mango warten schon lange darauf, dass sie endlich aus ihren Töpfen dürfen. Links davon seht ihr die Mauer, hinter der es zur nächsten Ebene runter geht.Heute war die Neugier größer und ich wollte endlich mal sehen wie es da unten weiter geht. Die diagonale Mauer da hinten links ist meine Grundstücksgrenze. Ich kenne also höchstens ein Drittel von meinem Tal.
Es hat auch eine besondere Magie, wenn der scheinbar unergründliche Busch noch nicht ganz abgeklärt ist. Das darf auch ruhig noch ne Weile so bleiben, weil wir allesamt die neutrale Zone zwischen den Nachbarn genießen! Darum interessiert mich vor allem der uneinsichtige Bereich hinter dem Busch.
Seht euch mal das Dornengestrüpp auf dem Boden an. Der Weg ist das Ergebnis von mindestens zwei Stunden meditativen schnipfeln. Die Mauer hab ich vorher noch nie gesehen.
Die ganze Fläche ist gut 2,5m. breit und wird bei der Feige etwas schmäler. Das ist einer von zwei Feigenbäumen, von denen man nicht so genau weiss, wo sie anfangen und wo sie aufhören. Rechts lockt schon wieder die nächste Ebene.
Man sieht zwar nichts, aber da hatte ich schon ein Loch reingeschnitten, dass die Leiter überhaupt reinpasst. Links sieht man wie extrem das alles zugewuchert war.Und trotz Gestrüpp kann man schon sehen, dass auch hier eine richtig schöne Fläche auf mich wartet. Der Garten scheint etwas größer zu sein. Er ist wie die zwei Ebenen darüber von einer schönen bogenförmigen Mauer gesäumt.Wie eine Arena. Mit dieser hab ich drei schöne Terrassen übereinander. Die vierte im Tal ist die neutrale Zone. Das heisst, diese untere Ebene auf den Bildern liegt noch oberhalb vom Nachbargrundstück. Auf dem Hügel erheben sich noch zwei Terrassen, plus Aufstieg zur Straße.Nochmal ein Blick von der mittleren Terrasse nach oben, zu meinem alten Halbschattenbusch. 🙂 Das ist der über dem die zweistöckige Mauer mit den Wasserkanälen kommt. Irre verschachtelt, oder?
…seit langem. Es geht um diese praktischen Dinger, mit denen man jedes Tuch spannen kann.
Es ging mir heute Morgen darum den Schatten im Vorzelt zu verbessern und das Dach im selben Zug innen zu verschönern.
Dazu legt man einfach eine Hälfte unter den Stoff……und schiebt die andere Hälfte wie einen Keil dazwischen. Je stärker man daran zieht, desto stärker zieht sich das Teil zusammen. Genial!Mit einem Griff kann man die Teile hinsetzen wo man sie gerade braucht. Ein paar Schnüre spannen, fertig.
Mein selbsgenähtes Vorzelt hält ja den Atlantik locker aus, aber heute würde ich keine Ösen mehr einpressen, weil diese Profi-Teile hier das Gewebe nicht beschädigen und die Kraft besser verteilen. Zum Glück hab ich noch nen ganzen Sack voll davon und massig Tücher, denn davon kann man nie genug haben! 😊
Na, wer kennt sie? Hat sicher jeder schonmal gegessen.
Und zwar die Knospen… gleich mal probieren… mompf mompf… schmeckt wie… Gebüsch! 😄 Nein, echt interessant! Erst krautig, dann wirds langsam leicht scharf und wenn alles vorbei ist, bleibt der typische Geschmack: Kapern.
Endlich kann ich auf Knopfdruck giessen! Das war dringend Nötig, weil mein Hügel noch nicht fertig ist, ist er teilweise noch so steil, dass das Wasser immer davon fliessen würde. Der Plan war von Anfang an, dass der Hügel mit Unkrautfolie und Pikon abgedeckt wird. Hier, auf der Insel, werfen alle ihre Bewässerungsschläuche in Schlaufen um die Bäume und lassen es durch kleine Löcher auf die Erde tropfen. Der Vorteil, man kann es im vorbeigehen tropfen sehen und kontrollieren das nichts verstopft ist. Der Nachteil, dass viel zu viel Wasser verdunstet! Mit Unkrautfolie und heissen Steinchen drauf, verliert man noch mehr Wasser! Darum wollte ich das Wasser schon immer unter die Erde impfen. Hier ist mein erster Versuch. (Das heisst, früher hab ich schonmal mit einem Kübel und drei kleinen Schläuchen testhalber meine Papayas gegossen.)
Zuerst präpariere ich diese Fallrohre, die neben den Pflanzen in den Boden gesteckt werden. Unten steckt ein gepresster Schwamm, damit nicht gleich alles nach unten abläuft. Seitlich sind ein paar kleine Löcher, die den Rückstau unter der Oberfläche in alle Richtungen verteilen.Da meine Pumpe eher zu viel Druck erzeugt, baute ich diesmal gleich eine dosierbare Rücklaufleitung ein. Mit dem Ventil kann man den Druck zurück nehmen und zum Reinigen gelegentlich kurz hochfahren. Der Rücklauf spült und belüftet das Wasser im Tank, damit es richtig schön durchgequirrlt wird.
Jetzt werden auch die unmöglichsten Stellen gegossen.
Seht ihr? Zugenäht. 😉Wenn der schwarze Pikon drauf liegt sieht man von den Leitungen fast nichts mehr! Noch ein Vorteil!
Sobald man hier wieder einkaufen kann, versorge ich jede Pflanze zur Sicherheit mit 2 – 3 Schläuchen, falls doch mal einer verstopfen sollte. Auf diese Weise lernen die Pflanzen dem Wasser nach zu wurzeln. Dann kann man seltener, aber länger giessen, was es noch effizienter macht. Wenn man das Wasser regelmässig auf die Oberfläche wirft „erzieht“ man seine Pflanzen genau umgekehrt! Nämlich an der Oberfläche zu Wurzeln. In diesem Sinne war es sehr lehrreich und interessant, den alten Garten nochmal komplett abzugraben! Der neue Hügel vermeidet jede Staunässe, was vor allem für die Palmen genial ist!
Später werde ich die Uhr direkt an die Finca-Wasserleitung anschließen, die durch meinen Hügel einen wahnsinns Druck bekommt. Für manche Nutzpflanzen werde ich weiterhin den Tank und die Pumpe benutzen, denn so kann man bei Bedarf auch mal einen Flüssigdünger, oder andere natürliche Präparate wie Eisendünger einsetzen.
Der erste Eindruck ist super! Mir scheint ich brauch nichtmal ein Viertel der bisherigen Wassermenge. Gut, die Yukkas werden noch nicht bewässert, aber da kann man auch mal alle zwei Wochen ne Kanne hin schütten, wenn man sie verwöhnen will.
Sagt man hier zu Bananen. Tja, am Ende könnt ihr alle fliessend Spanisch. 😊
Heute bekam ich noch ein paar, weil die anderen offensichtlich noch eine Weile reiffen müssen. Meine lieben Nachbarn überbieten sich! Bei diesen kann man nach und nach schon eine abknabbern. Das sind kleine kanarische. Die erste Staude hat ganz große Bananen.