Basics

Die Tage verbrachte ich die meiste Zeit damit viele Alltagsdinge zu erledigen, weshalb es auch nicht viel zu erzählen gab.
Aber heute nutzte ich das schöne Wetter für die ersten Filmaufnahmen mit der Musikmaschine. Jetzt gibt es endlich auch ein paar Fotos von der Maschine mit Tageslicht. Und so im Ganzen betrachtet… 😀 also ich finds lustig!

Die Tage such ich euch noch ein paar Standbilder aus den Videos aus.

Video 2

Eigentlich könnte die Überschrift auch „Durchbruch“ heissen, aber „Video“ lässt sich später im Suchfenster leichter finden. Durchbruch, weil wie lange arbeite ich schon darauf hin mit den Musikmaschinen annähernd CD-Qualität zu erreichen? Der Traum von der Produktion am laufenden Band!  🙂
Es waren Jahre unermesslichen Gefummels, die selbst mich als alten Handwerker oft an die Grenzen der Geduld brachten. Auch die letzten Tage ging alles schief was schiefgehen kann! Mal hat man die elektronischen Probleme im Griff, verkanten sich wieder kleinste mechanische Details. Die führen vielleicht nur dazu, dass mal zwei Schläge ausfallen, aber wenn man mit den Füßen eine „14-Mann Band“ steuert und nebenher zwei anspruchsvolle Instrumente spielt, kann einem das Ganze sehr schnell um die Ohren fliegen.
Doch gestern hab ich einen meiner Träume erreicht, mit dem ich das Tor für meine musikalische Zukunft entgültig aufgestossen hab!  🙂
An einem Tag stellte ich einen kompletten Song ein und spielte mit den Testaufnahmen ein komplettes Arrangement. Bis auf das Gerausche, das bald besser wird, kann man das Ergebnis meiner Meinung nach fast als Master durchgehen lassen. Gut, der Shaker ist etwas laut, was ich jetzt nicht mehr getrennt bearbeiten kann, doch auch das wird sich bessern.
Es ist „Moon“, einer meiner älteren Songs, aber hört euch die Rhythmus Varianten an, die von der Maschine live gewechselt werden können. Das Ding rattert 16tel Beats runter, dass ich ganz hingerissen bin! 🙂
Auch das Video ist quasi nur eine „Eintagsfliege“ und wurde sogar geschnitten bevor das Lied existiert hat. Jetzt besteht die Hoffnung, dass ich auch mit der Musikproduktion das Produktions-Tempo halten kann und das nächste Video endlich in der richtigen Reihenfolge produzieren. Nämlich erst den Song, dann den Film drauf schneiden.
Danke für euer Interesse und danke fürs Lesen, hier kommt endlich der zweite Film: Viel Spaß!  🙂

Teide

Heute machten wir zu dritt eine Wanderung auf dem Teide. Geza, Jeanot und ich.  🙂

Hier sind ein paar Standbilder von meinen Vieoaufnahmen:

Bei der Auffahrt, im schönen grünen Norden.
Unsere Tour startete bei 2100m. Höhe und ging bis knapp 2500m.
Blick nach Süden. Am Horizont sieht man Gran Canaria.
Da oben gibt es schöne Formationen, die komplett anders aussehen als ein paar Meter weiter unten.
Weiter unten sah es z.b. so aus.
Aber seht euch das Blau da oben an.  🙂

Hab wieder viel dazu gelernt und hatte zum Filmen auch ein paar neue Ideen… Der Druckunterschied ist so enorm! Wenn man mal kurz über 2000 Meter ins Tal fährt, quetscht es einem die leeren Plastikflaschen vom Druck zusammen. So wie die aussahen hab ich mich danach auch gefühlt. Jetzt gehts nur noch ins Bett.

Knopf verfehlt

Inzwischen spiele ich testhalber kompette Songs durch und mach Testaufnahmen um den Mix nochmal zu überprüfen. Dabei fiel mir gleich auf, dass ich ständig den Fußschalter auf dem Pedal verfehle.

Aus dem selben Grund hab ich schon bei dem Beatbuddy, der Musikmaschine Nr.2, eine kleine Trittplatte montiert.

Ich hab mir einfach mit einem kleinen Scharnier geholfen, das ich vorausschauenderweise von Daheim mitgebracht hab. Nur eine Kleinigkeit, aber heute wars echt Zeit das Teil ran zu schrauben, weil es echt unglaublich nervt, wenn man schon mit 20 anderen Dingen gefordert ist. Da hat man einfach keine Lust mehr nebenher noch den Knopf auf dem Pedal zu suchen! 🙂
Es ist wie immer: Freud und Leid liegen eng beinander, weil jede Kleinigkeit reicht um ein Lied zu ruinieren. Abgesehen von dieser Tatsache komme ich aber schon zu den Feinheiten. Alles in allem wird es also immer besser!

Mein kleiner Freund

Bereits vorgestern entdeckte ich einen winzigen Gecko, der sich selbst zwischen Fenster und Fliegengitter eingesperrt hat. Es war echt rührend wie er zu mir hoch geschaut hat.

Zum Größenvergleich: Die Löcher im Leder haben einen Abstand von 5mm.

Zuerst öffnete ich das Fliegengitter und lies ihn allein, damit er sich einen besseren Platz aussuchen kann. Am Abend saß er noch über dem Fernseher auf meinem Hängeschrank rum und wir starrten uns an.  😀 Doch ich machte mir Sorgen, ob der Kleine nicht bei mir verhungert, weil ich ja die Mücken aussperre. Also lies ich über Nacht das Fenster mitsamt Fliegengitter offen, damit er endweder raus kann, oder wenigstens ein kleiner Snack für ihn rein fliegen kann.

Letzte Nacht sah ich ihn nicht mehr, weshalb ich dachte, dass er wohl raus geklettert ist. Doch heute beim Abwasch saß mein kleiner Schatz plötzlich einfach auf meiner Brust und schaute zu mir hoch. Seht mal wie klein der noch ist.

Der wollte gar nicht mehr weg, doch auf meine Bitte hin ist er dann doch auf das Leder geklettert und posierte noch eine Weile für die Fotos. 🙂 Als er dann auf meinem Lieblingsstein entschied aufzubrechen, huschte er schneller weg als man sehen kann.

Alles mal 6

Heute hab ich nicht nur Klänge, sondern auch die ersten Konfigurationen kreiert.

Damit kein Chaos entsteht hab ich mir für den Anfang ein System ausgedacht.
Der Kick, der Cajonbass und die Snare werden vorerst gar nicht variiert. Die ersten Beiden haben ja schon mechanische Variationen und sollten immer vom selben Klangtyp gespielt werden. Dann hab ich noch 8 Instrumente, die ich in 4 Zweiergruppen aufteile. Die haben immer rechts einen tiefen und links einen dazugehörigen höheren Ton. Sandartmäßig spielen zwei Zweier-Instrumente eine hohe und eine tiefe Trommel. Zwei andere Zweier je einen Synth und einen Sampler. Also melodietaugliche Sounds. Wenn ich jetzt eine Konfiguration nach oben wechsle, bleibt fast alles gleich, abgesehen von den zwei Trommeln. Denn jetzt spielt die hohe Trommel den mechanischen Rhythmus der Tiefen und umgekehrt. Das hat schon eine irre Wirkung, denn der Wechsel wirkt wie aus einem Guss, nur, dass sich die Kraft vom Rhythmus geändert hat.
Bei der nächsten Konfiguration spielt der Trommelrhythmus der Hohen z.b. auf dem Basssynth und die Trommel spielt den Bassrhythmus, oder den der tiefen Trommeln, die stattdessen den Bassrhythmus spielen, usw… So bekomme ich über ein vierfaches Knopfdrücken z.b. vier verschiedene Bassrhythmen, 2 x 4 Trommelrhythmen und noch 4 zweiklang Sampler. Nebenher laufen noch ein Hihat und eine Glockenfigur, die in späteren Konfigurationen auch noch gewechselt oder mit Variationen erweitert werden können.
Wenn ich die Konfiurationen nach unten schalte, dann werden die Sampler gewechselt, weil noch ein Sampler frei war. Zwei freie Trommelspuren gibt es auch noch, die man mit eintauschen kann. Insgesamt kann ich meine Instrumente über 20 Konfigurationen neu Bündeln.
Dann hab ich z.b. mit den ersten 10 Songs 200 Variationsmöglichkeiten. D.h. in einem Song kann ich ja noch über 16 Pattern die Klänge wechseln, also 160 x 200 Möglichkeiten. Wenn alle 16 Songs vollständig sind, komme ich auf 16 x 16 x 20 Variationsmöglichkeiten, also Möglichkeiten ohne Ende! Man kann es auch so sehen: Wenn ich mir die Mühe mache für einen neuen Song neue Klänge zusammen zu stellen, was schnell zur tagelangen Klangsuche führen kann, dann werde ich über die 20 Konfigurationen gleich zwanzigfach belohnt!
Ein Gamechanger, denn jetzt macht es plötzlich doch öfter Sinn, die mechanischen Instrumente durchlaufen zu lassen und stattdessen wieder einzelne elektronischen Klänge stumm zu schalten. Dann kann man z.b. den Bass stummschalten um die Trommeln vier mal rhythmisch zu variieren. Den Bass kann man dann gezielt nur bei einzelnen Varianten aktivieren, damit das Ganze nicht so überladen wirkt.
In meinem Konzertprogramm vermerke ich dann bei jedem Song, mit welchen Konfigurationen der Song am besten funktioniert.
Klingt kompliziert? Ein bisschen, aber durch diese Vervielfältigung der Möglichkeiten lohnt sich langsam der ganze Aufwand.

Sitarständer

Gestern hab ich fast den ganzen Tag Sounds an der Maschine eingestellt. Es wurde so anstrengend, dass ich zur Pause zwei mal eine Stunde schlafen musste.  🙂  Dann gings gleich weiter… In manche Songs muss ich noch viel Arbeit stecken, aber mit den ersten Liedern hatte ich schon richtig magische Momente.
Heute Morgen hab ich bereits eines der letzten Probleme gelöst:

Hier seht ihr den Sitar Ständer. Schon beim Bauen dachte ich tagelang darüber nach, ob er innerhalb, oder ausserhalb der Kette stehen soll. Innerhalb sieht etwas besser aus und ich hab die Sitar etwas kompakter bei mir. Beides ist aber nicht wirklich nötig! Der Nachteil: Zum Trommeln auf der Cajon war der Ständer immer etwas im Weg! Echt schade, weil die Cajon hat einen super Sound und ich hau auch gerne mal ein Trommelsolo beim Spielen raus! Das Besondere ist ja, dass die Maschine unten Bassrhythmen auf der Cajon spielt und oben kann ich ergänzende Beats dazwischen klopfen. Das macht unheimlich viel Spaß, weil ich ja mit dem linken Fuß die Bassrhythmen pausieren und wechseln kann. Also zusammen mit der Maschine „call & response“ Dialoge spielen.  🙂
Die zwei Löcher unter der Kette konnte ich direkt für die neue Position nutzen. Das alte Loch wollte ich natürlich schnell und stilvoll abdecken.
Fehlt nur noch der kleine Winkel, der den Trigger an die Trommelmechanik hält. Der addiert auf die Basstrommel fantastische, teils mächtige Sounds, die ja ebenfalls mit dem linken Fuß stumm geschaltet werden können. Bevor ich das montiere, lass ich mir erst eine neue Einstellmöglichkeit einfallen. Eine weitere Besonderheit der Basstrommelmaschine ist ja, dass sie dynamisch spielen kann. D.h. die Hutmutter, die den Trigger betätigt schlägt mal mehr, mal weniger weit in die Leere, wo der Triger auf Impusle wartet. Deshalb sollte ich das sehr fein einstellen.

Zur Belohnung gibts nachher diesen tollen Donut vom Öko, mit frischem Orangensaft.

Die liegen mit ihren 1,30€ etwas höher im Preis, als das restliche Angebot, sind aber auch sehr sehr lecker! 🙂 Ich schätze mal die haben an die 20 verschiedene Donuts zur Auswahl. Das bedeutet, viele extra Runden rennen!
Bis zum Wochenende könnte es etwas windig werden.

Fix am Morgen

Zwei Instrumente sorgten noch für viel Ärger:

Beim rechten löste sich andauernd die Schraube, die den Kipphebel hält. Sowas bringt schnell das Fass zum überlaufen, wenn man 16 Instrumente gleichzeitig zu verwalten hat. Beim linken sorgte einer meiner selbstgebauten Trigger für Probleme. Er lies Anschläge aus, erzeugte retrigger, also gleich 3-4 Signale in einer Reihe und gelegentlich löste er auch Sounds aus, wenn er gar nicht angeschlagen wurde. Zusammen schafften sie es das totale Chaos auszulösen! Zum Glück hab ich damals gleich ein Dutzend Ersatztrigger vorbereitet. Mit jedem einzelnen Spare ich übrigens 30€.
Die Schraube hab ich gleich mit einem demontierbaren Kleber gesichert. Jetzt läuft alles sorglos, aber es warten weitere Arbeiten bis alles perfekt ist… Eine weitere kann ich ebenfalls von der Liste streichen:

Der Deckel von meiner Workstation bekommt ja eine Lederhaube, die u.a. das Licht abblenden soll, das ich eben eingebaut hab. Jetzt kann ich in jeder Situation die Schrift auf dem Synth. lesen. Im Gegensatz zum Foto bleibt das Display immer lesbar! Fehlen nur noch die Lederecken, die seitlich als Sonnenschutz angebracht werden.
Jetzt gehts erst mal runter an die Küste, ne Runde laufen.

Küstentour im Süden

Gestern holten wir unseren Freund Jeanot vom Flughafen ab. Damit sich der Weg doppelt lohnt, legen wir das immer mit einer kleinen Wanderung zusammen.

Das war jetzt meine zweite Tour an der Südküste seit ich wieder hier bin und naja, vorerst brauche ich keine Dritte mehr. Wenn ich hier schon Freizeit verbringe, anstatt an der Maschine zu arbeiten, sollte ich wenigstens Aufnahmen für das nächste Video machen und dafür ist mir die Südküste nicht so geeignet.

Es gibt Highlights, aber eben fast nichts das man z.b. zum Filmen umrunden könnte. Es gibt praktisch keine Pflanzen und für ein Musikvideo sehe ich zu viele Häuser, Fabriken, oder Windräder am Horizont. Das Meer ist toll, die Gischt, der Geruch und vor allem gibt es viel Wind!

So viel Wind, dass Der Gimbal meiner Kamera zittern würde. Zwei mal stellte ich mir selber ein Bein, weil der Wind beim Laufen den einen Fuß hinter das andere Bein geblasen hat.  😀

Zwischendurch sieht man schon spektakuläre Formationen im Sandstein, aber auf Dauer ist mir die Steinwüste doch zu leblos. Wenn man hier nur zwei Wochen Urlaub verbringt, hat man garantiert Sonne, aber leben wollte ich hier nicht.
Am Abend traf sich zum ersten mal der komplette lustige Wanderhaufen bei Geza, der uns ein geniales Dal gekocht hat.