Logistik

Jetzt stecke ich schon richtig in den Vorbereitungen. Weil das Zeitfenster von einer Woche immer enger wird, muss ich auch immer schneller lernen. Sollte ich was Neues entdecken, könnte ich das gerade noch schnell bestellen. Es ist so lustig, weil ich gerade von einem Thema ins Nächste schlittere. 😄 Über Erde, Kohle und Mikroorganismen, kam ich zu Themen wie Sauerkraut, oder Kombucha. 😃 Eben kam ein Paket:

Das sind meine Folienkanister, mit denen ich die Mikroorganismen Luftfrei lagern kann. Sie haben einen weiteren Vorteil: Mein Kühlschrank ist klein und diese Beutel passen sich an jedes kleine Fach an. Geht auch für Saft, darum gleich mal 20 x 3l. Beutel. 80cent/Stück find ich nicht schlecht und das ist doch die beste Methode Flüssigkeiten Luftfrei zu halten, oder fällt euch was Besseres ein?

Das Buch hatte ich nicht bestellt, das war eine nette Dreingabe. So komme ich schon zu dem nächsten Kapitel. Es geht um Säfte und Fruchtweine. Viele Rezepte und Techniken, die man sicher für unsere Früchte variieren kann.

Dann brachte ich Mission RT. hinter mich und holte dort ein Paar meiner Didges, für meine Schüler und Schülerinnen auf der Insel.

Zum Glück sehen sie bis auf das Mittlere noch supergut aus. Das in der Mitte hat sogar schon einen Ledergriff, aber leider einen angeschabten Streifen am underen Ende. Die Längeren sind auf E gestimmt, die kleinen auf F. Genial für Anfänger und das Kleine spielt sogar wie von selber! Dann beibt hoffentlich jeweils eins für mich, bzw. für Lehrer-Schüler Duetts.
Links hätte ich noch ein perfektes Masterclass, wenn das noch mit rein passt. Und zwei kleine Anfänger Yidakis in F.
Rechts noch ein F und zwei in E.
Ein E ist schon auf der Insel.

Früchte

Erst mal die schlechte Nachricht: Meine kleinen Mangos wurden von den Ratten gefressen.

Es ist insofern schade, weil ich mit den ersten Testfrüchten entscheiden wollte, ob ich die einzelnen Sorten behalten oder austauschen werde.

Bei größeren Bäumen ist das kein Problem mehr, weil die Tiere dann gar nicht mehr ran kommen werden. In der kommenden Saison werde ich die Blüten abschneiden um erst mal den Wachstum zu fördern. Das Baum Schneiden wollte ich halt vorher ausführlicher studieren.
Bleibt noch die Vorfreude auf die Maracujas. Gestern kaufte ich mir zwei sauteure von den Gelben:

„Pasiflora edulis flavicarpa“, konnte ich an der Kasse angeben. 😄
Sehr sehr lecker! Hoffentlich gibt es ganz Viele über den Winter.

Ehrlich gesagt, hab ich ein bisschen Bammel vor dem ersten Rundgang! Sicher gibt es ein paar Erfolge, aber jedes Schätzchen das gelitten hat, wird mir auch weh tun!

Bangen wegen dem Vulkan

Wie ich der Flut an persönlichen Nachrichten entnehmen konnte, haben anscheinend viele bereits erfahren, dass gestern auf unserer Nachbarinsel La Palma ein Vulkan ausgebrochen ist. Bis zu 100 Meter hat es Lava und Gestein in den Himmel geschleudert und er verschüttete auch schon einige Fincas unter sich. Das gibt einem schon zu denken! Meine Finca liegt recht günstig, falls so etwas je bei uns passieren sollte, was aber eh sehr unwahrscheinlich ist.
Zum Glück blasen die Passatwinde normal genau in die andere Richtung! Aber manchmal kommen die schlimmsten Stürme auch aus dem Westen, also genau von La Palma und das könnte eine Landung unmöglich machen. Wird schon klappen!

Ansonsten versenke ich viel Zeit mit der Suche nach Ideen und Informationen über Mikroorganismen. Die wichtigste Frage: Wie kann ich Stammlösungen selber herstellen, falls mir die Ursuppe ausgehen sollte. Nach längerem Suchen hab ich tatsächlich etwas gefunden zu Lactobakterien. Erst mit Reiswasser, dann 10 fach mit Milch verdünnt. Die Lactobakterien „fressen“ dann die Laktose. In diesem Zug könnte man vielleicht mit weiteren Bakterien, über Hefe, Sauerkrautsaft, Sojabohnenpaste und weiteren experimentieren. Man könnte auch über eine Hand voll Waldboden das Spektrum erweitern. Das ist also ein ganz spannendes Thema!
Vorerst versuche ich natürlich aus den Urlösungen so lange wie möglich weiteres Leben zu vermehren. Das müsste doch auch mit geringeren Dosen klappen!? Z.B. 100 statt 300ml auf 10l. weil die Bakterien ernähren sich ja von der Zuckerrohrmelasse und das so lange sie Nahrung haben. Dann dauert es vielleicht länger, aber theoretisch müsste man das doch unendlich runter geizen können, fragt sich mein Laienverstand!?
Dabei gibt es ein grundsätzliches Problem, mit allen Flüssigkeiten, vom Prozess, den Konzentraten und der fertigen Lösung: Sie sollten nicht mit Luft in Kontakt kommen, weil sie sonst nicht sehr lange leben. Die Lösung: Folienkanister mit Hahn, wie sie für die Weinkartons angewendet werden! Sie haben ein praktisches Hähnchen und ziehen sich beim ablassen einfach zusammen. Sollte etwas nachgären könnte man Raum lassen, ebenfalls ohne Luft! Eigentlich genial! Die sind bereits günstig bestellt. 🙂 Und so muss es jeden Tag einen Ruck nach Vorne geben, denn bald schon, sollte ich den Karton auf die Insel schicken.

Sammeln und Packen

Jetzt gehts mit den Vorbereitungen in die nächste Runde. Das meiste Zeugs ist bestellt und wird für meine Packlisten bereits abgewogen. Zugleich lerne ich noch viel Neues um noch schnell die Prioritäten zurecht zu schieben. Es geht z.b. um die Mikroorganismen, ob man die nicht ähnlich dem Sauerteig immer wieder aus denselben Stämmen züchten kann!? Das würde mir natürlich etliche Kilos an Flüssigkeiten sparen.

Von dem Neemöl werde ich sechs 1l. Kanister schicken, weil das darf nie ausgehen. Bei Bedarf kann ich damit auch mal Freunden und Nachbarn aushelfen. Mikroorganismen werde ich noch mehrere Marken sammeln um möglichst viel Stämme zu kombinieren. Die meisten Hersteller geben weder an welche, noch wieviele Bakterienstämme in ihren Produkten stecken. Je mehr desto besser!
Das im Hintergrund ist meine traumhafte Hängematte. Davor zwei Packsäckchen für das Zubehör, meiner zwei neuen „Tarp“ Zeltplanen.
Beide sind 3 x 5m. groß, mit Saum und reichlich Ösen. Innen sind Beide silber beschichtet. Damit sind das meine ersten Vordächer die wirklich wasserdicht sein sollten und einen besseren Schaten geben sie auch!
Eins davon spanne ich wahrscheinlich ins Vorzelt um es diesmal wirklich trocken zu halten. Ein richtig kühler Schatten zählt zu dem höchsten Gut auf meiner Finca!
Auch das hat mir gefehlt: Große Moskitonetze für das Vorzelt und die Pavillons.

Wie oft wollte ich im Vorzelt zum Abendrot Sitar spielen und musste aufhören, weil die Mücken über mich herfielen. Nächstes mal hab ich drei Versionen im Gepäck: 2 x 2m. 3 x 3m. und 3 x 5m. Passend dazu 6m. Reißverschluß und Stoffe, aus denen ich Sandschläuche nähen werde. Diese sollen an der unteren Kante entlang laufen, damit es die Netze nicht beim ersten Lüftchen wegbläst!
In die Größeren würden auch ganze Sitzgruppen evtl. mitsamt kleiner Aussenküche passen. Damit kann man die schönsten Stunden unbeschwert draussen genießen. Davor und danach sind Mücken kein großes Thema mehr.

Dann stellte ich mit entsetzen auf meiner Checkliste fest, dass mir noch die wichtigste Maracuja Sorte fehlt! Passiflora incarnata sollte aus medizinischer Sicht die wertvollste Sorte sein! Auch ihre Blätter werden als Tee verkauft. Als Beruhigunsmittel, gegen Angstzustände und für einen besseren Schlaf. Bei der Suche danach entdeckte und bestellte ich heute Vormittag bereits weitere 3-4 neue Sorten.

Mikroorganismen machen den großen Unterschied!

Wow, mir scheint, mit diesem Thema hab ich ein großes Faß aufgemacht! Kurz erklärt, egal ob in uns oder um uns herum, sind etwa 80% aller Bakterien Mitläufer. Der Rest kann sich z.b. in positive und negative Bakterien aufteilen. Wenn die Positiven im letzteren Spektrum überwiegen, „kippen“ die „80% Mitläufer auch ins Positive um und umgekehrt verhält es sich mit den Negativen genauso! Wie sieht es in uns wohl aus, in unserer antibiotischen Welt?
Manchmal suche ich mir längere Videos aus, um z.b. während einer größeren Kochaktion nebenher Neues zu lernen. So wie dieses hier, das allein schon meine Sicht auf diese Dinge stark verändert hat. Was für ein Potential da drin steckt, es könnte unser Leben auf so vielen Ebenen verbessern und bereichern!

Danach sah ich gleich noch den nächsten Vortrag an und der hat nochmal eine Schippe drauf gelegt!

Ich weiß, das ist viel Zeit, aber es könnte vielleicht die best investierte Zeit eures Lebens sein. Es geht ja auch um unsere Gesundheit! Und da gäbe es noch viel viel mehr!

Gelöchert…

…von Fragen.

Gestern hatte ich in Neckarsulm den letzten Auftrag für diese Saison. Es war schön und natürlich wurde ich wieder von begeisterten Kids umzingelt! In manchen Momenten löcherten sie mich regelrecht mit Fragen! 4 – 6 gleichzeitig! 😄 Es bedeutet mir viel auf sie einzugehen und sie gewissenhaft zu beantworten! Vielleicht ist das ein bedeutsamer Moment in ihrem Leben!? Die Kleineren fragen dann so Sachen wie: „Warum ist da ne Diskokugel?“, „Warum ist da ein Rad?“ usw. Dann muss ich mir blitzschnell kompake Antworten einfallen lassen, wie: „Damit die Kinder sich freuen“, oder: „sieh her, das ist das Schwungrad und das treibt den Rest an“. Weil es bretterten während der Antworten, schon die nächsten 3-4 Fragen auf mich ein! 😃 Die Eltern grinsten wissend und versuchten mich zu erlösen, indem sie weiter zogen. Doch dann hörte ich wie die Fragen, nur jetzt an die Eltern gerichtet, einfach weiter sprudelten. Glaubst, nach fünf Minuten kamen alle wieder zurück und das Ganze ging wieder von vorne los! 😆 Die zwei Elternpaare setzten sich und genossen offensichtlich die paar Minuten Pause, die ich ihnen verschafft hatte. Stellt euch dazwischen Szenen vor wie: Kleine Krabbler, die auf dem Boden kniend in die Tuba kreischen, bis man dem Tinitus nahe kommt. Ein Anderer versucht gleichzeitig die Maschine wegzuschieben, um zu prüfen, ob die wirklich zum Fliegen zu schwer ist. Also ein totales Drunter und Drüber! 🙂
Ich erinnere mich sehr gut an meine Kindheit! Manchmal hatte ich Mitleid mit den Erwachsenen, weil ich sie wie langweilig und vertrocknet wahrgenommen habe, aber vor allem, weil sie überhaupt nichts mehr zu Spielen hatten! Sie hatten es offensichtlich verloren! Wenn ich ihre Worte nicht mehr verstand, kam es mir irgendwie vor wie ein Schwarz weiß Film! Nur ganz Wenige behielten ihre strahlende Farbe. Das waren dann diejengen, die zu mir auf Augenhöhe kamen und mir die Dinge so erklärten, dass ich sie verstand!
Heute seh ich genau wie die Kinder zu mir aufschauen und deshalb ist mir das so wichtig, kein Einziges davon abzudrängen! Ich möchte nämlich meine Farbe nicht verlieren! 🙂

Charapita

Sie sind da!

Hab natürlich gleich eine probiert und im linken Tütchen sind die Samen daraus. Die Schärfe wurde mit 10+ beschrieben und darum hab ich mir das schärfer vorgestellt! Die erste war schon feurig, eigentlich genau richtig! Man sagt ihr ein rauchiges und fruchtiges Aroma nach und davon hab ich jetzt nicht so viel gespürt. Vielleicht kommt das Aroma beim Kochen besser zur Geltung, wenn einem nicht gerade vor lauter Schärfe die Geschmacksinne wegbrennen!? 🤪
Ganz frisch schmecken sie sicher auch aromatischer und wenn man genug davon hat, kann man die scharfe Gebärmutter, also den inneren Stamm mit den Samen, auch weglassen und dafür ein Paar mehr nehmen.

So sieht also die letzte Lieferung aus. Am meisten freu ich mich auf die Taschenmelonen, die wilden Papaya und die Passionsblume. 😊

GöG – Schnitt

Wie versprochen, werde ich noch mehr neue Kapitel eröffnen! Einem werde ich mich besonders leidenschaftlich widmen und das ist der Baumschnitt! Zu dem Thema hab ich mir schon ganz viel angeschaut und entdeckte einige Theorien und Praktiken, die sehr verschieden sind.
Mein bestehendes Wissen habe ich vor allem im Zusammenhang mit Bonsai Bäumchen gelernt. ‚
1: Das „Adam & Eva“ bekam ich neben dem Meister Armbruster in Mössingen, über ganz besondere Bücher eines japanischen Großmeisters. Diese schönen Bücher sind schon seit Ewigkeiten vergriffen und zählen als der Sammelschatz schlechthin.
Dabei geht es mir neben Harmonie und dem goldenen Schnitt, um Techniken, wie dem Kerbschnitt und dem Abmoosen, die scheinbar kein einziger Obstbaumschneider drauf hat!
2: Als zweite Informationsquelle zähle ich unsere klassischen Obstbaumschneider.
3: Lerne ich alles was geht über den Palmer/Öschbergschnitt, den ich als eigenwillige und raffinierte Weiterentwicklung von Nr2. sehe!
4: Da wir auf der Insel keine Apfel und Birnbäume, sondern eher Mango, Orangen und Avocados haben, schaue ich an vierter Stelle, natürlich auch den Kanaren über die Schulter!
In Bezug auf mein Wissen über die Grundlagen, stutzen Letztere regelmäßig Katastrophen zusammen, bei deren Anblick mir manchmal schon richtig schlecht wurde! 😀
Es wird mir also nichts anderes übrig bleiben, als meinen persönlichen Mix an Techniken zu entwickeln. Das gibt dann den GöG-Schnitt. 🙂

Heute gab ich eine große Bestellung auf, die ich mir bald selbst als Paket auf die Insel schicken werde. Eine Gärstation für Mikroorganismen, viel Neemöl gegen Schädlinge, Moskitonetze und Zeltplanen für die Pavillons.

GöG Fashion – Designed by Estefan

Die Tage schenkte mir meine liebe Nachbarin uralte Leintücher von Spitzenqualtät! Sie weiß, dass ich mir gerne Klamotten aus besonderen Stoffen nähe und zum Entsorgen wäre dieser edle Leinenstoff viel zu schade!

Kurze Zeit später bekam ich sogar noch die passenden Knöpfe dazu. 🙂

Wer weiß, vielleicht ist der Stoff sogar älter als ich!? Das Gewebe ist so dicht, dass man damit den perfekten Sonnenschutz hat! Auch ich hab noch einen Stapel „Leintücher“ rumliegen, aber die Qualität kann man überhaupt nicht vergleichen! Wahrscheinlich wurden auch unsere sogenannten „Leintücher“ schon seit den 60er Jahren aus Baumwolle gefertigt!? Doch das hier ist richtig „Old School“ und saumäßig stabil! 🙂 Ursprünglich waren eh mehr Hemden geplant, aber bei meinen Ansprüchen an Hanf und Leinen, ist das Material echt sauteuer!
Im Moment nähe ich schon ein drittes, kurzärmeliges Hemd und im Anschluß fertige ich alle Knopflöcher.

Die nächsten Kapitel heissen:

Bokashi, Kontiki, EM, Preta und Mykorrhiza Solube. 😀

Mit diesen Dingen, werde ich eines Tages, genauso wie mit all den neuen Samen und dem spektakulären Erbgut, noch die ganze Insel aufmischen! Der treue Leser wird bald alles darüber erfahren und wie ich damit bald mein ganz eigenes System entwickeln werde.

Es geht generell um einen besseren Boden!

Fangen wir mit dem Bedarf an: Auch wenn ich im Park die schönste Erde liegen habe, die ich bisher in Küstennähe finden konnte, entspricht diese noch lange nicht meinen Vorstellungen! Wir sind hier in Deutschland mit unserem lehmigen Böden nämlich richtig verwöhnt! Wenn unsere Landwirte diesen auch aufs erbärmlichste runter gewirtschaftet haben!
Die Fläche auf meiner Hochebene will ich unbedingt nutzen und da sieht der Dreck ganz mies aus! Typisch staubiger Sand mit Steinen, der zuerst überhaupt kein Wasser aufnimmt und wenn doch, verwandelt er sich zu Schlamm, bis er wieder kekstrocken zusammen babbt!
D.h. ich brauche: Ganz viel Humus!
Da ich schonmal 50 Kubikmeter Erde gekauft und mehrmals mit der Schubkarre rumgeschubst habe, hab ich einen ganz guten Bezug zu dem Volumen. Unter fünf Kubikmeter brauch ich erst gar nicht anzufangen. 20 wäre besser und 60 wäre ein Ziel, für die ersten 2-3 Jahre. Leider ist es fast aussichtslos auf der Insel an gute Erde ran zu kommen. Also: Selber machen!
Wir haben: Biomasse ohne Ende! Holz, Gestrüpp und Berge von Kraut müssen verbrannt werden, weil niemand das Zeugs LKW-weise abnehmen würde. Die zig Tonnen co² bläst es zwar aufs Meer raus, aber stolz bin ich darauf nicht!
Bereits 30 Jahre vor Fridays for Future, gab ich damals kleine Vorträgen, bei meinem damaligen Arbeitgeber für Körperbehindertenförderung, bei denen ich vorgerechnet hab, wie lange ein Auto fährt, um die Luft eines ganzen Menschenlebens abzusaugen. Mit dem Background steh ich mir natürlich selbst im Nacken! 🙂
Die Lösung: Terra Preta. Die geheimnisvolle schwarze Erde aus dem Amazonas. Sie ist menschengemacht, bis zu 7000 Jahre alt, erhält sich selber und mittlerweile wird auch bei uns schon viel damit praktiziert und rum experimentiert.

Mit einer kurzen Erklärung der Begriffe aus meinem Subtitel, gebe ich eine Mini Vorschau, was bei mir seit gestern auf dem Plan steht:
Bokashi: Ein Eimerkompost, mit dem ich vielleicht mal kurz experimentieren werde, der aber wahrscheinlich keine große Rolle auf meiner Finca spielen wird. Grund: Man braucht ständig fermentierhilfen und Zusatzstoffe um kleine Eimerchen zu kompostieren.
Kontiki: So wird der Erdofen heissen, mit dem ich regelmäßig größere Mengen Aktivkohle herstellen werde. Mein großes Problem, diese Berge von Totholz, wurden mit dem neuen Plan, über Nacht, zu meinem Rohstoff! 🙂 Das spart 40 – 60% Co² bei der Verbrennung und bindet diesen Kohlenstoff dauerhaft im Boden!
EM: Effektive Mikroorganismen. Werden meinen selbstgemachten Humus zum Leben erwecken und haben in einer gesunden Permakultur das Potential, sich in Zukunft selbst zu vermehren!
Terra Preta: Das Ziel – die schwarze Erde, die viel mehr Nährstoffe, sowie Feuchtigkeit speichert und die sich auf Dauer selbst erhalten wird!
Mykorrhiza Solube: Käufliche Pilz Sporen, die mir schon lange bekannt sind. 1ml enthält bereits an die 2 Millionen Sporen, die sich aus ca. 40 nützlichen Pilzen und Mikroorganismen zusammen setzen.

Wie die effektiven Mikroorganismen, vermehren sich auch diese Pilze und Mikroorganismen in Zukunft im gesunden Erdreich! D.h. sie werden aus dem Erdreich, in jeden neuen Komposthaufen kriechen, um sich dort ebenfalls zu vermehren. Ein paar Schaufeln fertiger Kompost, werden ihren Beitrag von Oben leisten.
Ist das nicht total spannend was sich daraus entwickeln wird? 🙂 Jetzt kann ich es kaum mehr erwarten loszulegen! Und das Beste ist: Es gibt noch mehr neue Pläne! 😀 Aber alles zu seiner Zeit…
Hier habe ich euch eine sehr interessante Doku zu Terra Preta rausgesucht. Aber seht erst den Screenshot an, den ich aus den letzten Sekunden von dem Film kopiert habe: In diesem Moment, als die Frau ihren Blick in die Kamera richtete, überwältigte mich eine Gänsehaut mit feuchten Augen! Ich weiß ganz genau was zu tun ist und mein Antrieb ist… hach, ich muss erst mal den Berg hoch rennen! 😀