Das gibt ne Ledernacht!

😄 Hab heute früh um Acht, den größten Lederkauf meines Lebens getätigt! Über 30 Quatratmeter, teils ganz aufregende Sachen! Und zu Preisen, die mich vor Aufregung zittern liesen! Jetzt laufe ich ja dort offiziell als ein gewerbetreibender Künstler, was ich ja eh schon seit 20 Jahren bin!

Ein Schwerpunkt, war natürlich das Flugzeug! Für diese Anfrage, durfte ich heute sogar ein ganz neues Lager der vielen Fabrikhallen sehen. Ein Hochregal, von mindestens 20m Länge, voll mit Autoleder. Nicht die Qualitäten die man jederzeit nachbestellen kann, sondern Restposten. Das reguläre Material würde etwa 55€ /Quatratmeter kosten und ich bekam diese hier für 20! Die Größen wurden sehr freundlich für mich geschätzt! Das Schwarze, ist ein perforiertes Porsche Leder und das Blau ist aus dem BMW Sortiment. Also Beides Ausläufer, aber eben ein Garant, was die Farbechtheit, die gleichbleibende Qualität und die Langlebigkeit angeht!

Dann schnappte ich noch fast 6 Quatratmeter von diesem, in echt, eher rostig – natürlich wirkendem Orange. Schwerpunkt, Sandalen die freundlicher aussehen als Schwarz! Oder um Akzente an Taschen, Kissen oder was für Wünsche auch immer kommen werden, zu setzen. Es wirkt auf dem Foto etwas brav, hat aber einen eher fleckigen Look. Deshalb eignet es sich auch für Steampunk-Werke im Retro-Look, da es schön altern wird!

Das ist mein persönlicher Treffer! 4 qm. dünnes Nappa, das eher etwas pappig als Zäh wirkt. Formtreu! Weich genug für Riemen und ideal für Taschen, die im Alter immer schöner werden. Es wirkt nicht so brav und wird auch schön altern. Mir geht es vor allem um den Retro-Look, mit dem man aufregende Steampunk Werke gestalten kann!

Beide sind sehr weiche, flauschige Nubuk Qualitäten. Also Nappa mit angeschliffener Oberfläche. Nappa heisst: Vom gespaltenen Leder die Haarseite, die stabiler ist als die innere Velour-Hälfte – sogenanntes Wildleder.
Jedenfalls wäre das Orange eine leuchtende Farbe für richtig schöne Mädchen-Sandalen, und/oder Täschchen, im passenden Look!

Da zur Zeit keine Privatkäufe stattfinden, sammelten sich schöne große Reste an, die günstig nach Gewicht verkauft wurden. Mit Diesen hier ist vieles möglich und man kann eigentlich nie genug davon haben! Ein feines formtreues Nappa und das bläuliche hat eine künstliche Prägung. Quasi ein Nappa, das durch die eingeschliffenen Löcher eine Nubuk Prägung bekam.

Nochmals zwei Reststücke. Das Glatte ist ebenfalls perfekt für feine Taschen und Riemen und das andere ist mal ein richtiges Velour, was ich ganz selten kaufe! Das gäbe sicher auch sehr flauschige Sandalen!
Die Orangenen lassen sich auch schön mit den braunen Sohlen kombinieren, was ich diesmal, geistesgegenwärtig, mit Proben aus meinem Lager abgestimmt hab.
Und schon habt ihr eine kleine Lederkunde gelernt! 🙂

Hier zeige ich ein altes Kissen, das ich früher mal für meine Oma genäht hab. Das nutzen wir gerade um am Telefon Ideen und Details zu besprechen.

Werkzeug Entwicklung

Es geht um das Ledernähen von Hand. Handarbeit mit zwei Nadeln bietet nochmal ganz andere Möglichkeiten, als mit einer Maschine. Aber wie ihr euch denken könnt, ist es auch sehr arbeits intensiv. Vor allem bei so großen Aufträgen wie das Flugzeug auszupolstern! Aber es liegt mir am Herzen, was ganz besonderes zu machen! Also dachte ich nach…
Wie könnte man den Aufwand dafür und für die Zukunft minimieren? Nach der Winterpause, hab ich auch richtig schön Abstand zu der Materie und mit diesem kam ich zu dem Entschluß, neue Werkzeuge zum Vorlochen zu konstruieren! Hier bastelte ich mal eine schnelle Skizze von einem Lochlineal um das Material und die Durchsichtigkeit nach den Bohrungen zu testen.

Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens gibt das schlicht eine Schablone zum Vorlochen. Die Doppelreihe ist für Paspeln. Auf dem folgenden Bild zeige ich euch mal eine Tasche mit Paspel, die mir meine Schülerin Corina genäht hat, auf die ich natürlich unheimlich stolz bin!

Dieser gefaltete Lederstreifen, der mit in die Naht eingenäht wurde, liese sich sonst höchstens mit einer Spezialmaschine in dieser Genauigkeit umsetzen. Seht ihr den Strich unten in der Mitte? Dort beginnt und endet der Streifen und das ist ein schönes Beispiel wie präzise man, bzw. Corina von Hand arbeiten kann!
Es gibt noch einen weitern Grund: Zusätzlich baue ich bald mehrfach Ahlen, was sehr problematisch werden könnte! Also 4 – 5 Stiche mit einer Bewegung. Erstens geht das eh nur, weil ich bereits eine Methode entwickelt hab, superspitze Ahlen symmetrisch zu schleifen und zweitens braucht man vor allem einen Rahmen, der das Leder beim Rausziehen auf der Unterlage hält. Es ginge also nur in der Kombination mit solch einer Schablone. Heute organisierte ich 3 x ein Meter Lineale aus Acrylglas, die für mich genau zugeschnitten werden. Diese bekomme ich am Dienstag. Dann muss ich noch eine spezielle Anschlag Vorrichtung entwickeln, damit ich die Löcher präzise bohren kann. Beim Laufen kam mir heute die richtige Idee dazu. Weitere Fortschritte werde ich dann noch berichten, wenn es weiter geht.

Überflieger!

Mein neuester Auftrag ist im wahrsten Sinne der Worte ein Überflieger! 🙂

Das ist meine liebe Freundin Claudi, von der ich schon so vielen Freunden vorgeschwärmt habe. In den Neunzigern waren wir mal ein Paar, daher kenne ich sie schon ziemlich lange und ziemlich gut! Vor allem schätze ich sie als einen der ehrlichsten Menschen in meinem Leben. Eine richtige Actionfreundin und Powerfrau, die auch mal kurz auf die Zugspitze hochrennt, wenns brennt! Klaus, ihr heutiger Partner und Ehemann ist auch ein fantastischer Typ, mit einer Flugschule! Wir kennen uns mittlerweile auch schon sehr lange. Das ist ihr kleiner Privatflitzer, den ich jetzt neu auspolstern werde. So kam ich zu meinem ganz exclusiven Flugerlebnis! 🥳

Mit acht Meter Spannweite ist man total den Elementen ausgesetzt! Absolut überwältigend! Da war gar nichts mit dahin gleiten! Gut, es war auch ein „aufgekratztes“ Wetter! Man hat eher das Gefühl, der Flieger würde auch seitlich fliegen, wenn man ihn nur liese!

Klaus flog mit mir mal kurz zum Stuttgarter Flughafen, wo man für mich sogar eine Ehrenrunde genehmigte! Total abgefahren! Schon nach wenigen Minuten drückte Klaus mir das Steuer in die Hand und sagte, halt mal kurz, ich muss das Telefon raussuchen. Boah! 🤪 Das Ding zog sofort nach oben, und kippte auch gleich nach unten, dass mich nur noch die Gurte hielten! Einmal auf die Pedale gedrückt, fliegt das kleine Ding sofort in der Diagonale. Es war mir ja schon klar, dass man alles ziemlich direkt mitbekommt, aber das übertraf meine Erwartungen um ein vielfaches! Das ist ja wie das balancieren einer Kugel auf einem Tablett, plus hoch und runter! Bei jedem falschen Gedanken schiebt es dich umher… wahnsinnig empfindlich! Natürlich gab es keine Zweifel, dass unser Klaus den Fieger permanent im Griff hat! Der Lehrer, ein Meister!
Den gesamten Flug von gut 25 min. hab ich in 4k gefilmt.

Das soll am Ende alles in Leder gepolstert sein! Es reizt mich sogar etwas ganz Besonderes daraus zu machen! Mit Claudi hab ich auch noch mindestens einen Gleitschirm-Flug gut! Hab ich schon jahrelang rausgeschoben, weil immer etwas dazwischen kam.
Jetzt geht es erst mal in die Garten-Sauna!
😊

Also auf ihre Weise verstehen sie es offensichtlich auch sehr gut das Leben zu genießen! 🙂

Heiligs Blechle

Ihr kennt mich! Wenn ich mal ne Idee hab, ist das Warten nicht gerade meine große Stärke! Wenn es sich richtig anfühlt, treibt es mich um, bis es greifbar wird. Bis mir die Welt bestätigt, dass es funktioniert, dass ich richtig liege! Also telefonierte ich früh am Morgen rum, um folgendes Karroserieblech mit 0,7mm zu besorgen, von dem ich eigentlich nur einen winzigen Schnipfel brauche! 42 €, für ein Experiment! Nein, das stimmt nicht ganz! Als Automechaniker, dachte ich beim Bauen der Musikmaschinen, schon zig mal an genau dieses Rohmaterial, aus dem ich wahrscheinlich noch viele Winkel, Gehäuse und mehr bauen werde! Der erste Versuch klingt schon sehr vielversprechend! Die gedämpften Saiten sind ein klein wenig zu leise. Da werde ich noch dickere Saiten testen, die ja wieder etwas lauter übertragen werden. Vorher war ich wegen der zu großen Lautstärke, eh bei den ganz dünnen Saiten angekommen. Die sind aber eh fast zu dünn, um das gewünschte Bassfeeling zu übertragen! Auf der Suche nach dem Gesamtpaket, bin ich also auf einem ganz aufregenden Weg!

Dennoch versuchte ich erst mal das Optimum aus dem Blech zu holen! Für den zweiten Versuch, schnitt ich einen längeren Streifen raus, damit ich es besser greifen kann. Dann schliff ich auf dem Bandschleifer etwa 2 Zehntel Millimeter runter. Sofort lackiert, so lange es noch heiß war, um Oxydation zu vermeiden. Zugeschnitten und gleich nochmal lackiert.

Ok, das Ergebnis ist soweit toll, aber ich bin noch lange nicht am Ziel! Eine vermessingte Saite mit 0,30mm war zu zart in der Kombination. Dann probierte ich gleich mal Stahl 0,60, die einen schönen Bass macht, aber da kamen mir wieder so viele Erinnerungen und Erfahrungswerte hoch, mit wie vielen Faktoren ich noch zu kämpfen haben werde!
Die Brücken baue ich selber, aus Rohlingen und mit den Positionen, in denen die Saiten liegen experimentiere ich auch schon ewig rum! Darum sind die Instrumente auch nicht alle gleich! Die Umstellung von den Insel-Sitars zu hier ist teils enorm! Teilweise sind sie zum Bespielen mit dem Bogen optimiert!

Hier sieht man am Schatten, dass die 0,60 Saite die Brücke schon gar nicht mehr berührt. Hab die Kerbe verbreitert, was eine sehr heikle Arbeit war. Darüber seht ihr alternative Kerben. Für andere Besaitungen im Shankar Stil, ich hab Khan, aber auch um wahlweise die Grundtonsaite weiter von der unteren Spielsaite zu entfernen. Dann muss man weniger aufpassen, dass man diese nicht versehentlich mit anschlägt. Vor allem weil sie zu laut war! Wenn sich das ändert, kann ich wieder die Abstände überdenken. Oben, wo man sie greift, kann man ebenfalls die Abstände variieren!
Der Tonabnehmer hat 6 kleine Magnete und ist für Gitarren gebaut, die immer dieselben Abstände haben. Wenn ich die Abständer verändere, hat das immer zur Konsequenz, dass die Saiten mehr oder weniger über dem Magneten positioniert sind, was wieder die Lautstärke enorm verändert! Ihr seht also, es ist kompliziert und muss immer sehr individuell angepasst werden! Inzwischen wechselte ich auf eine 0,50 Stahlsaite, was besser ist, aber jetzt brauche ich eine Abwechslung, damit ich das nächste mal, mit frischen Ohren, auf eine vermessingte Stahlsaite mit 0,40 mm wechseln kann. Das Blech ist insofern ein großer Erfolg, da ich es durch den magnetischen Tonabnehmer einfach klebefrei ranhängen und sogar verschieben kann! Für Spezialaufnahmen mit „Bass-Spuren“ im Mittelpunkt, kann ich es also auch mal kurz abnehmen. Das gefällt mir schonmal sehr gut! Aber der Weg könnte noch weit sein! „Blony“ ist trotzdem ein traumhaftes Instrument und ich werde sie bald aufs nächste Level bringen!

Jetzt arbeite im an dem elektrischen Kinderroller weiter. Batterieladegerät ist da und die Batterie ist geladen! Der Steuerknopf funzt, der Motor aber nicht. Also alles aufschrauben…

Die Umstellung…

…ist immer noch gewaltig! Es wie ein mentaler Spagat zwischen meinen beiden Leben! Auf der Insel immer im Freien, oder gerade mal minimalistisch mit Wohnwagen. Im Paradies! Körperlich immer ganz abwechslungsreich aktiv und vor allem sehe ich fast täglich große Veränderungen! Dafür kommt meistens das Kochen zu kurz, die ausgewogene Ernährung…
Das hole ich nun nach, jetzt wo mir der körperliche Einsatz fast schon fehlt! Es fühlt sich ein bisschen irrsinnig an, das mit Fitness und Gewichten auszugleichen, aber sonst finde ich kaum mehr einen Rhythmus zum schlafen. Kaum bin ich hier, schlafe ich im Stuhl ein, ein altes Problem! 😀 Gut, beim Fitness an meine Mauern zu denken, lockt ungeahnte Kräfte aus mir! Da power ich 20 Klimmzüge runter wie nix! Das ist cool! 🙂
Wo sind die Fortschritte? Hab listenweise Zahlen für den Didgebau runter gerechnet.
9 x 40 Maßangaben, mit 4 Kommastellen, um Schnitte zu bauen, die ich erst mal auf geeignete Stoffe übertragen muß, die noch gar nicht da sind. Das Harz fehlt, die Werkstatt aufbauen und und und… Klar tut es irgendwann wieder einen Ruck, aber aus diesen Vorher- Nachher-Zielen, schöpfte ich viel Motivation und diese muss ich jetzt ersetzen.
Der Versuch mein Leben hier minimalistischer zu gestalten ist auch schwer! Immer am ausmisten, wird der einfachste Halbmüll zur anstrengenden Entscheidung! Wie oft, hat mir ein Ring einer alten Bambusstange schon den Tag gerettet, um nur ein Beispiel zu nennen!
Morgen schau ich mir einen ganz besonders tollen Auftrag zu Nähen an! 🙂
Heute ging wenigstens beim Experimentieren ein Knoten auf:

Hier dämpfte ich heute schon erfolgreich zwei Saiten in ihrer Lautstärke, womit ich ein riesen elementares Problem gelöst bekomme! Die Suche nach diesem magnetischen Gitarrentonabnehmer forderte schon viel viel Zeit und Lehrgeld! Er empfängt die Spielsaiten von Oben und gleichzeitig die Resonanzsaiten von unten! Je dicker die Saiten, die ja im Original nicht mal alle Magnetisch sind, desto stärker ist ihre Wirkung auf den Tonabnehmer! Also brüllen mich Töne an, die ich eigentlich lieber rhythmisch im Hintergrund hätte! Abstände, Positionen, puh, ein leidvolles Thema. Aber das ist der Quantensprung des Tages! Oder zumindest ein klarer Weg, den es nun auszubauen gilt!
Hier hab ich euch sogar zwei kurze Videoskizzen. Durch das recht massive Eisen wurden die zwei Töne sogar zu leise, aber das ist gut, denn jetzt kann ich oben und unten auf jedem Streifen über die Materialstärke meinen internen Mix finden!

Vorher.
Nachher.

Juhuu, es gibt doch ein Vorher- Nachher des Tages! 🙂 Jetzt freu ich mich und geh laufen!

Fincanews

Endlich! Der Zaun ist dran und die Finca ist dicht gemacht! Zumindest locker angespannt, wie ich es mir gewünscht hab, weil ich einige Pfosten erst noch verstreben will.

Am Hinterhof könnte es sein, dass ich ihn für den Container nochmal öffnen muss. Es ist aber eher unwahrscheinlich, weil die meistens mit einem Kran kommen. Hier werde ich dem Zaun als erstes einen Sockel verpassen, damit das Regenwasser von dem Weg, mindestens bis zum Tor umgeleitet wird.

Wunderbar, hier ist auch schnell mal so ein grünes Netz rangehängt, damit der ganze Wohnwagenbereich abgeschottet ist.

Es freut mich, dass mir mein Geza auch mal ein Bild von innen gemacht hat. Die Partitionierung gefällt mir sehr gut und ich weiß wahrscheinlich schon welche zwei Palmen ich links und rechts vom Tor setzen werde. Was für eine Verwandlung seit dem unbegehbaren Chaos, das hier vor Wochen noch wie ein vermüllter Komposthaufen aussah. Jetzt kann ich mir die Ecke ansehen und nachdenken.

2,10 m. hoch, + 15 cm für den Draht, den ich für Kletterpflanzen haben wollte. Orange, blau und weiß auf grün. So stelle ich mir all die Kletterpflanzen vor, die locker auf 2,30m. Höhe kommen werden! Vielleicht bau ich aus dem grauen Rohr einen Eidechsen sicheren Salatturm.

Nicht besonders schön, aber praktisch, denn ich kann den Draht mit Seilspanner in die Mauer ziehen und dort einbetonieren. Das war 100% der Gedanke, weshalb der da noch hängt! Was freu ich mich über die Mauer! Wenn ich das erste mal am Abend die wärmende Strahlung tief in den Körper dringen lassen kann. Dort wo die Abendsonne am längsten Scheint. Das wird die Abend-Terrasse, mit Aussichtsturm um das letzte Abendrot zu erhaschen! 🙂

Das scheint mir jetzt schon diffus, wenn man von unten mit dem Auto hoch kommt.

Die Feinheiten mach ich dann gerne selber! Hier kommt schon die erste Morning Glory angeschlichen. 🙂 An dem linken Bambus wächst die duftende Jasminin die Höhe.

Auch hier freue ich mich richtig über die Aufteilung! Dass man einfach mal mit dem Auto davor Parken kann und nicht für jedes Kurzzeit-Parken das Tor aufreissen muss! Luxus! 🙂 Das riesen Tor ist der Sache würdig! Allein dass der Schutthaufen weg ist, die Wolfsmilch und das Gras! Vor Kurzem stolperte ich an der Stelle noch durch einen verwilderten, vermüllten Albtraum! Jetzt kann ich von diesem Garten träumen und mir Gedanken zu den nächsten Pflanzen machen. Aber vor allem, kann jetzt nicht mehr jeder einfach so reinspazieren! Bei 12 Fußgängern im Jahr könnte das sonst schon mal passieren! 😀
Tut das gut Freunde und stellt euch vor um wieviel ich die Finca bisher aufgewertet hab!

Hausarbeit

ohne Ende. Den Ganzen Tag am rumwuseln und es gibt noch so viel nachzuholen! Aber die Fenster machen wieder Freude, es duftet nach Wäsche und die Betten sind frisch.
Der Garten blüht! Die Sonne scheint!

Hab schon die erste Tonne mit trockenem Gestrüpp vollgestopft. Die Dimensionen sind so niedich! 😄
Die Farben machen Freude und man entdeckt so viel Leben.
Der sieht aus wie ich und könnte auch mal wieder einen Friseur brauchen. 😃 Hat sich ebenfalls wieder schön erholt. War im April 2019 fast komplett erfroren.

Hab wieder ne bunte Gemüsesuppe gekocht. 50min. schneller geht kaum. Lohnt sich, so lecker, es ist aber auch problematisch, wenn noch andere Arbeiten anlaufen.
100% Barfuss, wieder voll drin! Das war ja ein traumhafter Tag!

Vielseitigkeit

Freunde, gestern Abend hab ich bereits viel rumgerechnet, um mir die Dimensionen meiner zukünftigen Instrumente vorstellen zu können. Traumhaft! Kurz vorm Einschlafen stellte ich mir vor, wie ich es umsetze und wie ich euch Teile meiner Umsetzung dokumentiere. Es gab ein ein paar ganz tolle Ideen, wie man die Genauigkeit verbessern kann und für solche Ideen bin ich so dankbar.
Heute Morgen bekam ich im Netz mal wieder einen Dämpfer, den ich aber schon wieder von der Schulter gestreift hab! Menschen zu inspirieren ist eines der zentralsten Themen in meinem Leben! Das ist mein Leben!
Aber glaubt ihr ich hätte es auch nur ein einziges mal erlebt, dass sich jemand an meinen Ideen bedient und auch nur die geringste Anerkennung für die Inspiration zurück kommt?
Nein, pf, ich jammer nicht! Ich selbst, mach das eigentlich gerne, weil ich es als Gesamtbild spannend finde zu sagen: „Guck, das hab ich ich von da, der hat mich dazu inspiriert, was bei mir zu dieser, dieser und dieser Idee geführt hat. Und so entstand später noch daraus das, das und das…“
Und das ist der Punkt: Ich müsste eigentlich mit meinen Ideen nicht geizen, weil ich das Vertrauen und die Dankbarkeit entwickelt hab, die eben dazu führen, dass diese Quelle nie versiegen wird!
Früher, als das Didge noch mein Mittelpunkt war, erlebte ich nicht nur, dass man sich bei mir bedient hat, sondern, dass auch noch Gerüchte in die Welt gesetzt wurden, dass ich derjenige sei, der meine eigenen Ideen bei anderen abgesaugt hätte! Das ging sogar so weit, dass meine treuen Schüler entsetzt von ihren Festival-Didge-Workshops zurück kamen und erzählten, dass solche selbsternannten Meister, meinen Namen als Lehrer durch den Dreck zogen! Obwohl sie meine Methoden nichtmal kennen!
***** *** *********! (zensiert!) 😀
Früher bin ich auf sowas und mich selber noch reingefallen, war verzweifelt und verbittert! Doch heute erkenne ich das wie eine kalte Dusche vor mir! Bevor ich da Hals über Kopf reinspringe, halt ich erst mal eine Fingerspitze rein, fühle, erkenne und zieh sie schnell wieder zurück!
Es wird leider keine Dokumentation zu meinem Didgebau und zu der Arbeitsweise geben!
Zum Glück hab ich meine Vielseitigkeit! Am 1.April vor 10 Jahren setzte ich die erste Idee um, mit der ich die Türe Richtung Musikmaschine aufstiess!

1.April 2011: Das ist so lustig, dass ich ausgerechnet mit der Flamemachine begann, die es heute so gar nicht mehr gibt. 😀 Sie Pinselte mit verschiedenen Drehbürsten auf der Rahmentrommel, um feine Brummgeräusche zu erzeugen.
10 Jahre! 🙂 Was bringen wohl die nächsten 10?
Hier fand ich sogar noch ein Video in dem die Flamemachine, direkt hinter dem Becken, wenigstens noch zu sehen ist. Das kickt mich jetzt sogar richtig! YEEESSS! Back to the roots! Das Lied heisst „Shakti“, für meine damalige große Liebe, meine sitarspielende Katze. Die Video-Hintergrundeffekte hab ich fast alle von Grund auf selber programmiert, was ich mir als naiver, aber experimenteller Autodidakt, alles selber beigebracht hab.

Ich schweife ab, aber das ist die Lady, die mir damals die Show gestohlen hat: 🙂 Jetzt, nach 10 Jahren kann ich mich darüber freuen! Wir waren 18 1/2 Jahre zusammen und sie hat mein Leben verändert!

Seht ihr? Schon ist die Welt wieder in Ordnung, ich bin wieder ganz bei mir und grinse breit! 🙂 Es könnte ja auch alles Zufall sein… 😉 … 😀
Ohne solche Erfahrungen, hätte ich keine Haken geschlagen, keine übergreifende Kunstformen entwickelt, die mir so schnell keiner nachmachen wird! Und wenn schon, bis dahin bin ich eh schon wieder weiter und bewege mich an einem ganz anderen Punkt!

GöG – Holy Grail Didges

Hammer, Purzelbaum, Rückwärtssalto und Freudenlauf!
Dr. prof. Frank Geipel, der große Meister der Physik, gab mir umgehend den Schlüssel in die Hand, meine fantastischen Didgeentwürfe zu transformieren!
Das heisst: Damit kann ich nicht nur die Tonhöhe transformieren, sondern auch noch das Volumen!
Auf der langen Suche, nach meinem heiligen Gral, bekam ich vier mal exakt den selben Didge-Entwurf, mit derselben Musikalität! Ich entschied mich für zwei davon!
Im Jahr 2001 entwickelte ich in Darwin, beim großen Meister Bob Druet, die Idee der Kategorisierung von Concert-class und Master-class! Das hat sogar Bob inspiriert und seinen weiteren Weg geprägt. So wie er meinen Weg extrem geprägt hat!
Frank half mir bei einer Umsetzung, die bei Eukalyptus Didgeridoos so direkt kaum möglich wäre!
Mit anderen Worten: Mein C# – Concert-class hat 4,2l. Volumen, das Master-class hat 5,2l., bei denselben musikalischen Verhältnissen. Das hat folgende Unterschiede zur Folge:

Von Links: Concert-, Masterclass, Oktave. Das Concert sieht fast gleich aus, ist in dieser Ausführung aber flacher! Möglichkeiten…!

Concertclass: Spielt sich leicht und sicher! Selbst wenn man aufgeregt ist, oder vom Bühnenlicht schwitzt, kann man sich noch einigermaßen sicher fühlen. Abgesehen davon, dass man schon reingewachsen sein muss! Meine Brummer sind überdurchschnittlich fett! Das Concertclass ist akustisch wie eine „Taschenlampe mit einem fokusierten Strahl“, was für die Bühne und für die Mikrofonierung sehr gut ist! Es hat weniger Bass, den man mit Mikrofon eh rausfiltern müsste! Unter diesen Umständen, besitzt es immer noch eine Harmonie und einen Reichtum, der sich kaum steigern lässt! Es hat drei spielbare, genau gestimmte Trompetentöne und den einen fetten Ton, in dem all der Reichtum mitschwingt. Man könnte auch noch viel mehr Variationsmöglichkeiten in Didgeridoos reinrechnen, was aber klanglich immer zum Kompromiss wird. Fast alle suchen nach vielen vielen Möglichkeiten, also auch Kompromissen. Eine physikalische Konsequenz, die oft überhört wird!
Auf der Suche nach meinem heiligen Gral, wollte ich aber keine Kompromisse, sondern nur den einen Ton! Der ganze Kosmos soll in dem einen Ton mitschwingen!
Masterclass: Wie der Namen schon sagt, geht es hierbei vordergründig, nicht um die leichte Spielbarkeit, sondern wirklich um den absolut kompromisslosen Ton. Das schönste, klarste und hellste was überhaupt möglich ist! Ein Ton für Meister, den nicht jeder Spielen kann! Dieses vor Publikum auf der Bühne zu spielen, erfordert wirklich Mut, denn der Ton könnte bei den geringsten Schwächen, ohne Vorwarnung abreissen!
Für mich bietet es aber trotzdem eine unvergleichbare Sicherheit, wenn ich es mit ähnlichen Kalibern aus Holz vergleiche! Es ist klanglich wie eine „Taschenlampe mit Streufokus“! Wenn das Concertclass, einen kompakten „Klangwurm“ erzeugt, dann ist der Sound vom Masterclass, wie eine runde „Kugel“. Noch weicher, fluffiger, klarer, nasser, schmatziger, bassiger und so reich, dass der Ton sich auszudehnen scheint. Ideal für Akustik-Konzerte! Sancho, mein persönlicher Soundmeister, nennt es equalized, als wäre der Klang bereits durch seine Prozesse verfeinert und perfektioniert worden!
Er sagt, fertig, HiFi!
Oktavedidge: Meine dritte Klasse, ist das fetteste was ich jemals gespielt hab und mit dem blies ich auch schon reihenweise Hörer in ganz andere Zustände! Es ist mächtig! Im Grunde ist es eine Variation vom Masterclass, nur liegt der erste Trompetenton keine fünf Halbtöne höher, (+Oktave) wie bei Concert/Master, sondern nur eine Oktave höher, was ziemlich enntspannt und relativ tief ist. Alles andere sind nur die Konsequenzen, die dieser spezielle Wunsch als Nebeneffekt mit sich brachte:
Concert/Master klingen herrlich hell und schön.
Das große Oktave, brummt herrlich mystisch, mit einer ernsten Stimme und einer dunklen Klangfarbe, im selben Ton. Es müsste eigentlich 2,5m. lang sein, aber ich setzte Frank damals eine Grenze von 175 cm, damit es noch auf die Musikmaschinen passt. Also rechnete er mit seinen hochkomplexen, über Jahrzehnte- selbst entwickelten Programmen, so lange rum, bis er es auf mein Wunschmaß stauchen konnte. Darum hat es diese krasse Form, mit Wespentaille und einem megafetten Rohr unten raus! Genial! Ein Genie! Out of the Box and top of the planet! Hammer! Ich verbeuge mich ganz tief!
Der heilige Gral in drei Spezialausführungen! Mit den neuen Informationen, kann ich seit heute, jedes in der Tonlage transformieren und um es nochmal im Taschenlampenvergleich zu formulieren: Den Fokus öffnen, oder bündeln!
Meine „Holy-Grail-Didges“ in eine ganze Sammlung transformieren! Das, was ich in den letzten Tagen hier erlebe, ist nur noch überwältigend! Was für ein Start in diese Saison!?
Das wird noch Tage brauchen, bis die ganze Tragweite richtig bei mir ankommt und das ist gut so, sonst würd ich vor Freude überschnappen! 😀 Mir kribbelts in den Fingern, es zieht mich! Und ich weiß genau wo es mich hin zieht: Das Masterclass, hoch und das Oktave runter zu transformieren. Wie Feuer, Erde und Wasser, bis zum A, der Seele aller Töne!
432hz Variationen sind natürlich auch möglich! Vor meinem inneren Auge fächern sich gerade über 72 Variationen auf und diese kann man wieder unendlich variieren! Jetzt geh ich Laufen und lass erst mal ein bisschen ab! 😀 Juhuu, ohne, wie krass… juhuu! 🙂 😀

Mein Lieblingsbaum…

…trägt keine Blätter, auch keine Nadeln und keine Wurzeln. Er lebt nichtmal, aber es ist für mich im weitesten Sinne einer der Inbegriffe für quirrlige Lebensfreude!
Der Purzelbaum! Und solche schlage ich bald, wenn es mit guten Nachrichten, in diesen eigentlich so schwierigen Zeiten, weiter geht!
Nur Dank meines Gewerbes, das mir mit der Selbstständigkeit, für meine Begriffe als Künstler, scheinbar nutzlos aufgedrängt wurde, habe ich die Aussicht, auf einen persönlichen Termin, bei meiner wichtigen Lederquelle, zu bekommen! Jetzt werde ich erst im System aufgenommen, was weitere längerfristige Vorteile bringt! Sonst können Privatpersonen nur am Samstag Vormittag bei diesem fantastischen Großhändler einkaufen. Ein Eldorado, ein Universum der duftenden Häute!
Nicht auszudenken, wie traurig mich das gemacht hätte, wäre diese Quelle derzeit für mich versiegt!

Dieses Paar „GöG`s“, trage ich nun ganz oft beim Laufen! Entweder an den Füßen, oder in der Hand. Sie sind federleicht und bei Letzterem, frage ich mich immer wieder, sind sie nicht wunderschön? Gestern begegnete ich beim Laufen nur drei Menschen und hab schon wieder eine Anfrage! Früher dachte ich auch schon über eine Zip-Kombi nach, dass man sie wahlweise als Gürtel umschnallen kann. Aber ich trage diese zierlichen Teile zu gern in der Hand!
Heute Morgen, kontaktierte ich noch eine extrem entscheidend wichtige Quelle und ich hoffe, dass ich auch davon bald positiv berichten kann! Eine ganz besondere Informationsquelle… Dann lass ich es aber krachen, meine lieben Freunde! 🙂