Heute hat der Erste Geburtstag. Täglich suche ich meine 50 Samentöpfe ab und warte geduldig. Da kommen schon die Zweifel, wieviel veraltetes Saatgut da wohl dabei ist. Die meisten brauchen ewig zum Keimen! Umso mehr freut man sich über jedes neue Leben! Schwarzer Bambus, ist das nicht abgefahren? Den Rat zu dieser Sorte, gab mir mein guter alter Freund Tosh, der seit Jahren meisterhaft Flöten baut, erforscht und weiter entwickelt! Für mich ist die Herausforderung eine sichere Rizomsperre zu errichten, damit das Zeugs nicht irgendwann in Nachbars Bananenplantage sprießt! Wenn es erschwinglich ist, kaufe ich dafür ein Teichbecken.
Wenigstens mal ein Anfang, zum kennen lernen! 😄 Deby und Mike unterstützen mich mit der ersten Ladung, aber dann müssen wir schon mal einen größeren Transport planen, damit ich einen ganzen Berg davon her bekomme. Gleich neben dem Kohleberg. 🙂 Ein Betonmischer kommt mir gerade in den Sinn. Sowas wäre für größere Mengen Substrat doch auch nicht schlecht!? Beim Einkaufen, in einer Landwirtschafts-Kooperative, fand ich zwei wunderschöne Mangos.
Wie die duften!
Bei Mangos kann man auch echt Pech haben, wie ich inzwischen weiß! Und seht mal hier, was für ein Glück! Ein Noni Bäumchen, seh ich hier auch zum ersten mal. Wir haben gleich noch 10 Stück bestellt, weil ich hab Freunde, denen dieser Baum vielleicht noch mehr bedeutet als mir. Wäre toll wenn das hier klappt, denn die Früchte und der Saft sind sehr gesund und hochwertig!
Dann hat es gerade noch einen halben Rundgang gereicht. War ein besonders schönes Licht heute.
Heute Nachmittag bin ich bei Deby und hab ihr vier Vorhänge umgenäht.
Jetzt muss ich gleich mit dieser Kiste hier fahren. 🙂
Dann gehen wir auf den Berg, zwei Hühner holen. Anschließend zum richtigen Landwirtschafts-Großhändler, damit ich mir auch gleich was mitbringen kann. Mehr Torf und Erde. 😅 Tja, jetzt lach ich wieder, aber manchmal fällt mir auch vor lauter Arbeit die Finca auf den Kopf! Das sind nur kurze Momente, wenn ich zu lange und zuviel darüber nachdenke! Die alltägliche Freude über die Neuerungen überwiegt! Es wird kühler! Morgens unter 17 Grad im Wohnwagen… Sodele, auf in den Jeep! 🥳
Täglich soll eine neue Sorte den Weg in den Boden finden! Heute Bananenmelone, für die ich wirklich viel Erde investiert hab, weil meine Löcher doch riesengroß wurden. Mindestens 2-3 Schubkarren.
Das Substrat und die Arbeit sind ja eine Investition für die Zukunft, damit ich jährlich neue, einjährige Kletterpflanzen, einpflanzen kann.
Eine meiner unscheinbarsten Pflanzen zählt vielleicht zu den interessantesten. Brahmi, oder Fettblatt.
Geza hat uns vor drei Monaten bereits ein paar Samen vorgezogen und die Erste setzte ich heute als Eidechsentest aus. Sie wäre eigentlich der ideale Bodendecker und Unkrautverdränger, aber sie kann noch mehr: Bei regelmäßiger Einnahme, steigert sie die Gedächnisleistung, Kurz- und Langzeitgedächnis, sowie die Konzentrationsfähigkeit und auch das Lernvermögen. Zu meiner Überraschung, sagte mir Bananen-Antonio, dass auch er solche Pflanzen hat. Aber hier hat sich noch keiner wirklich dafür interessiert. Später entdeckte ich zufällig im Palmengarten eine wild gewachsene. Mitten drin! 🙂
Die wurzelt leider nicht nach, sondern verteilt sich aus einem zentralen Stämmchen.
Bei meiner sind die Stengelchen etwas rötlicher, aber das kann temporär an den Nährstoffen liegen. Ansonsten verglich ich direkt die Ästchen und Spitzen. Es scheint tatsächlich dieselbe Pfanze zu sein und hier wird sie offensichtlich nicht von den Eidechsen gefressen. Das ist toll, ein robuster Bodendecker der auch noch einen medizinischen Wert hat! 🙂
Ansonsten machte ich viele Pflegearbeiten und verteilte fast 300l. Mikroorganismen. Mit dem Kohle Zerkleinern kam ich noch nicht weiter und meine größte Hoffnung liegt bei einem Gartenhäcksler! Aber ihr wisst ja wie das mit der Kohle ist! Kaum hat man ein bisschen, braucht man mehr und mehr! Darum begann ich kurz vor Feierabend meinen zukünftigen Erdofen auszugraben. Der liegt irgendwo da drunter.
Auch auf der anderen Seite weiss man nicht wo anfangen.
Immerhin kommt man jetzt wieder von beiden Seiten ran.
Morgen brauche ich erst mal eine Abdeckung für das große Loch. Vielleicht flechte ich eine Bambusmatte.
Wahrscheinlich werfe ich sie vorerst einfach richtig herum ins 2,5m. tiefe Loch und lösche das Feuer mit dem Schlauch, weil der Dampf macht ja keine Probleme!
Hier beginne ich mit dem letzten Bild zuerst. Ursprünglich dachte ich jedem Pflanzenpärchen so ein Segment mit zwei Pflanzenlöchern zu widmen.
Beim Ausgraben kommt der „reinste“ Revuelto zum Vorschein. Überhaupt keine Erde!
Also muss jedes Pflanzenloch eine entgültige Größe bekommen. Man kann den Boden nicht Jahr für Jahr verbessern. Oder das Loch jährlich etwas aufkratzen. Das wäre zu unangenehm! Die Konsequenz: Jedes Melonenpaar bekommt gemeinsam nur ein Pflanzloch und somit auch nur einen Draht. In den Bildern sieht man weitere Gründe, warum die Löcher größer werden. In jedem Loch steckte ein Ei, oder mehrere.
Zum Abschluß und nur fürs Protokoll: Die erste Gigabohne kam heute an ihrem neuen Draht an. Mal sehen wie lange sie nach Oben brauchen wird. 🙂
Heute geschlüpft: Sagt „hallo“ zu den ersten drei Gojis! 😂 Sie sind noch nicht sehr groß, aber sie leben! 🙂
Jetzt hab ich schon die zweite Ladung aktivierter Mikroorganismen und immer noch keine Pflanzenkohle! Die poröse Struktur aktivierter Kohle bietet das ideale Heim für Mikroorganismen und ist die Voraussetzung, diese für immer im Boden zu halten. 5 – 20 % Pflanzenkohle im Boden wäre Perfekt. Also kein Weg führt daran vorbei, ich muss Pflanzenkohle machen und zwar jetzt!
Es gibt so viel kekstrockenes Holz, dass man immer ein kompaktes, fast rauchfreies Feuer hinbekommt. Das Ablöschen war völlig unproblematisch! Die Dampfwolken lösen sich ja sofort wieder auf. Das hatte ich mir viel spektakulärer vorgestellt! Deshalb bin ich jetzt auch echt froh, dass ich das öfter nebenher machen kann!
Die Ausbeute war mehr als von diesem Test erwartet.
Jetzt versuche ich es mit dem Sacho zu stampfen.
Zerkrümelt schon nach wenigen Sekunden. Kein Vergleich zu Grillkohle, die viel viel härter wäre! Trotzdem fehlt noch die richtige Idee, größere Mengen zu zerkrümeln. Für schnelle Effekte bräuchte ich mehr von dem Feinen, aber langfristig sind gerade die größeren Bröckel wertvoll. Jetzt muss ich es noch schnell sättigen, weil sonst würde die Kohle jahrelang nur Nährstoffe rauben! Als erste Notlösung: Biodünger und den Rest der alten Mikroorganismen.
Mit Freude zelebriert! Endlich! Das ist so symbolisch für mich! Fehlen noch Tierdung und Kompost aus Heißrotte, aber jetzt stehen die Chancen gut, dass die Mikroorganismen für immer leben! Jetzt lass ich den Schlamm bis morgen vollsaugen. Wie ich es vom Meister gelernt hab. Der rät übrigens zu Urin! Hatte ich nur keine Zeit dafür!🙂
Ich weiß! Nochmal Kohle, aber ich freu mich halt! 😂
Wenn sich dann erst mal was angesammelt hat, will ich es trocknen und Sieben. Erstens: Als Pulver für die Fallrohre meiner Bewässerung. So versuche ich nachträglich etwas Kohle mit einzugießen, damit die effektiven Mikroorganismen auch bei den älteren Bäumen eine Perspektive haben. Zweitens: Mittlere Krümel von 3-5mm würde ich gerne als Aktivkohle für den Wasserfilter sammeln. Drittens: Das Gröbere darf in den Boden, oder zurück in meine Krümelmaschine die ich bis dahin erfunden hab. 🙂
Es steckt mir immer noch in den Knochen, wie anstrengend es war, alle Samen zusammen zu suchen! Vor allem der innere Kampf zu entscheiden, zwischen Vernunft oder Chancen? Die größte Enttäuschg waren für mich bisher die winzigen Taschenmelonen, auf die ich mich so gefreut hab! Zwei von fünf Samen wurden von Mäusen geklaut, der Rest keimte auch nicht. Seit Wochen überlege ich sogar, ob ich nochmal nachbestellen soll und mir das von Freunden schicken lasse! Doch gestern Abend machte ich die Entdeckung, auf die hin ich den Stefan aus der Vergangenheit mal wieder fest umarmen könnte! 😄 „Ach komm her Kleiner… drück drück!“ 🤗 🥰 😂 Ok: Ich suchte also von den elf letzten Melonensorten nochmal sechs aus, wozu ich jeweils passende Videos angeschaut habe. 🧐 Eine „Rich Sweetness“ ist scheinbar dasselbe wie die winzige duftende „Queen Anneˋs Taschenmelonen“ und davon hab ich nicht nur fünf Samen, die genau gleich aussehen!
Es gibt ja so viel zur Auswahl und ich hab noch weitere Fünf raus gelegt, die so vielversprechend sind, dass ich mal sehen will, wofür sich meine Freunde jeweils entscheiden werden! 😃 Wahrscheinlich müssen sie wie ich, alle probieren! 😂 Es wachsen bereits die Bananenmelonen, Birnenmelonen und Mangomelonen. Die letzten Zwei haben etwa Orangengröße. Die „Rich sweetness, die ich gleich setzen werde, sind kleiner als Tennisbälle und die weiteren, die auf dem Tagesplan stehen, sollen ebenfalls unter einem Kilo schwer werden und unwiederstehlich lecker schmecken: Golden Midget, Charentais, Oranje Ananas, Noir de Charmes und noch eine Namenlose die folgend beschrieben wird: Sehr leckere Honigmelone mit kleinen Früchten unterhalb 1kg. (10 – 15cm) Fruchtgewicht. Das Fruchtfleisch ist gelb-orange, die Früchte außen gelblich mit grünen Streifen und leichten Rippen. Alle Sorten sind alt, also Samenfähig für die Zukunft und ohne Hybriden. Damit sind wir, wenn alles klappt, bei neun Sorten. Los, jetzt könnt ihr die zehnte Sorte für mich aussuchen!
Franchi – Ergiebig mit dünner Schale, sehr süß und zart. Luteo F1 – Die einzige Hybride. Sehr süß, knackig und wenig Samen. Cream of Saskatchewan – (Die einzige bei der „Citrullus Lanatus“ steht und nicht „cumis melo“, wie bei den Anderen.) Prescott fond Blanc – Ich glaube diese und die Letzte davor, ist innen ziemlich hell und nicht soo süß. Oka du Quebec – Sehr schmackhafte Honigmelone mit grüner relativ stark gerippter Schale und tieforangenem Fruchtfleisch.
Zu gewinnen gibts: Nein, keine Melone, sondern zwei Melonen! Und wer sich seine zwei Melonen hier abholt, bekommt noch zwei Maracujas oben drauf! 🙂
Das dritte Bein steht und dabei hab ich es mir sehr einfach gemacht! Erst das nötige Loch gebohrt.
Dann hab ich das Tischbein, mitsamt Winkel, an die Tischplatte geschraubt und das montierte Teil in Beton gegossen. Danach fiel mir auf, dass die Schrauben der ersten zwei Winkel, an der Unterseite vom Tisch, noch nichtmal festgeschraubt waren. Jetzt ist er extrem stabil und bereits auf zwei Beinen, konnte ich darauf das erste Eisenrohr absägen! Ohne dem geringsten Gewackel!
Jetzt noch die Schnittkante mit Lack imprägnieren und dann bekomme ich ein Spülbecken mit Ablauf! 😊 Die frei gewordene Kabeltrommel, die ich bisher als Waschtisch gebraucht hab, macht sich sehr gut im Pavillon!
Da kann man jetzt schön im Schatten Vespern und sich danach, zum Kugelzählen, in die Hängematte schwingen! 🙂 In der sitz ich jetzt auch öfter zum Schreiben. Es riecht wie im Blumenladen! 🙂 Zum Abschluß noch ein Bild, das unser Buen Paso Wetter gut beschreibt!
Heute hab ich mit der Gigabohne die achte Pflanze in den Boden gesetzt. Dafür musste ich erst mal ein paar Meter Boden gewinnen.
Vorher.Nachher
Erinnerungen kommen hoch: Gras hacken und aus den Felsen reissen. Steine halten Wurzeln und Wurzeln halten Steine… war das schlimm früher! 😅 Als ergänzende Aktion, setze ich immer zwischen zwei Pfosten, ein kleines Eisenrohr in den Boden, mit zwei Meter Abstand zum Zaun. Danach, spanne ich Drähte, die wie im Zickzack, zwischen den Pfosten und den Zwischenrohren hin und her gespannt werden. Mit dem Stemmeisen kratze ich möglichst kleine Tiefe Löcher, damit ich so gut wie keinen Beton brauche. Die Dinger sind nur wie Heringe beim Zelten und man spannt auch keine 20m. Drähte, was einen großen Unterschied machen würde!
Dann grub ich einen Krater wie er einer Atombohne würdig ist.
Wunderschöne Lehmbrocken aus der roten Erde und alles mit Torf und alter Blumenerde aufgelockert.
Da steht sie in ihrer schönen Erde, mit Mikroorganismen und automatischer Bewässerung.
Mit der Holzleiste hab ich fürs Bild markiert, wo der Draht verlaufen wird. Nur wird er am Zaun ganz nach Oben gespannt. Von dem Hering aus spanne ich dann den nächsten Draht auf den rechten Pfosten usw. Diese Drähte, sind im Gegensatz zum Zaun, eine Eidechsen sichere Zone. Später kann ich noch horizontale Verbindungen zwischen diesen Drähten spannen. Damit bekommt der Zaun eine zweite Ebene! 🙂
Der „Zickzack Draht“ hat aber noch eine wichtige Funktion: Wenn die schlimmsten Stürme aus dem Westen kommen, dann drückt der Wind den Zaun Richtung Weg. Wenn der Zaun dann auch noch zugewachsen ist, baut sich da schon ein Druck auf und mit den gespannten Drähten verteilt sich die Last etwas! Am Zaun selber wollte ich Jiaogulan setzen, aber meine innere Stimme hat mich gebremst, denn sie sind wirklich sehr invasiv! Vielleicht riskiere ich es mit zwei Lagen Unkrautfolie als Rizomsperre!? Jetzt kommen erst mal die Bananenmelonen in den Boden, weil die sollen ja nach drei Monaten schon fertig sein! 😋