Maypop

Letzte Nacht schlüpfte meine erste Passionsblume, die ich vor gut 3. Wochen gesetzt hab. Eine die mir ganz arg wichtig ist: Passiflora Incarnata. Auch „Maypop“ genannt. Sie stammt ursprünglich aus der südöstlichen USA. Es ist so viel ich weiß, die einzige Sorte, bei der die Blätter einen medizinischen Wert haben, der schon von den Indianern gegen Angstzustäde und zur Beruhigung eingesetzt wurde. Die Blätter werden als Tee, aber auch als Dragees vertrieben. Natürlich tragen sie auch Früchte, die zumindest optisch mit keiner der anderen Sorten vergleichbar ist.
Es ist übrigens eine sehr kälteresistente Sorte. Deshalb liegt die zweite Hälfte der Samen noch im Kühlschrank, um den Winter zu simulieren. Das Stratifizieren, zu dem ich eine Anleitung im Internet gefunden hatte. Diese Samen stecke ich heute auch in die Erde.
Und ich hab nochmal ganz viel dazu gelernt! Wie z.b. dass meine größte Maracuja, nämlich die gelbe Flavicarpa, sich nicht selbst bestäuben kann, wie z.b. die rote Edulis, oder Andere. Das könnte der Grund sein, warum plötzich die Zweite so viele Früchte produziert. Je größer diese wird, desto größer wird die Chance, dass die Bienen den Blütenstaub von der Kleinen zu der Großen tragen, auf der ich gerade ebenfalls mehr Kugeln als bisher entdecke. Das weiss hier auch keiner! Oder, dass das künstliche Bestäuben am Abend besser klappt. Oder, dass man statt Pinsel besser einen Staubbeutel abbricht und direkt damit bestäubt.

Einkauf

Heute bekam ich nochmal Gezaˋs Auto und wollte natürlich so viel wie möglich organisieren, damit ich es hoffentlich erst in zwei Wochen wieder brauchen werde. Das ist mir natürlich unangenehm und zugleich freue ich mich über die tollen Möglichkeiten die sich damit auftun. Zum Glück hab ich diesmal wieder viele Bereicherungen zum Ausgleich mitgebracht! Heute wurden z.b. die ersten Mikroorganismen fertig.

Bin ich nicht super organisiert? 🙂

So konnte ich drei solche Beutel füllen und gleich mit Deby und Geza teilen. Hab natürlich gleich wieder die nächste Brühe angesetzt.
Deby gab mir heute den heißen Tip für günstige Blumenerde. Dafür konnte ich ihr gleich einen Sack Hühnerfutter mitbringen. Wir haben es schön!

Im Baumark kaufte ich mir erst mal diesen Männertraum! 😄

Manchmal quäle ich mich mit den Entscheidungen. Das sind halt immer gleich so ganze Ketten an Zusammenhängen. Technisch, finanziell, Lebensdauer, Prioritäten….

Arbeitsplatte von hinten. 🙂 Es war eh schon dunkel.

Letztendlich entschied ich mich für den Aufbau auf zwei einbetonierte Eisenpfosten im Vorzelt. Zwischen die Pfosten, wird eine große Arbeitsplatte als Rückwand mit Schellen verschraubt. An Diese, kommt mit großen Winkeln durchgehend verschraubt, eine zweite Arbeitsplatte, mit einem Spülbecken. War alles extrem billig, bis auf das Urinal.
Das Urinal kommt auf die andere Seite der Rückwand, also außen.
Die Kanten der Arbeitsplatten werden morgen natürlich erst mal lackiert um sie fürs Vorzelt zu modifizieren. Für den Aufbau muss ich erst noch Stangen besorgen. Die werden ja dann geliefert.
100 neue Töpfe und 800 Liter Erde zum Mischen stehen jetzt auch zur Verfügung. 17 x 8l. Flaschen Wasser. Zement…
Jetzt kann ich also echt wieder ne Weile damit arbeiten!

Terrasse kratzen

Ein wenig Erde mischen und umtopfen, schon ist ein halber Tag rum. Samen keimen, Pflänzchen wachsen, die Freude ist groß, für Fotos sind die Pflanzen noch zu klein.
Mittags kratzte ich noch etwas auf der Terrasse rum. Vor allem machte ich mir nochmal die Mühe rote Erde zu sammeln und legte noch einen Erdhaufen für die „zweite Wahl“ an.

Vorher.
Nachher..

Man sieht auf den Bildern nicht so viel, weil sich die Arbeit inzwischen auf 40 m² Fläche verteilt.

Vorher.
Nachher.

Der Weg wurde damit nochmal flacher und die Höhe zu den Eisenstangen beträgt bereits über 2m.
Hier durch zu laufen fühlt sich immer besser an! Seit die Wasserleitungen aus dem Weg sind, ist das eh die Hauptstrecke in den Park! Der Weg ist kürzer, man genießt den Sichtschutz und wenn die Sonne brennt, ist es echt sehr angenehm durch das schattige Pavillon zu laufen!

Regen

11:40 und ich sitze immer noch leicht verstört im Wohnwagen! 😄 Es regnet! Darauf bin ich ja gar nicht eingestellt!

Es nieselt eher, aber immer wenn ich losziehen will, wird es wieder für zwei Minuten stärker. 🙂
Im nächsten Bild erkennt man schon ein Problem, das ich unbedingt vor der Regenzeit mit einem Damm lösen muss:

Also hab ich einen dritten Schontag eingelegt. Meine Finger werden es mir danken! Was gibt es da besseres als ein Spaziergang durch den Park? Farben zählen. 🙂

Schontag

Gestern früh.
Man kann das Wetter als Außenstehender betrachten. Meerwetter, Bergwetter und wir dazwischen.

Eigentlich war das heute schon der zweite Schontag. Die Haut an den geschundenen Fingern sollte erst mal wieder heilen, bevor es mit dem Steine scharren weiter geht.
Heute war ich mit Geza bei Bernadette zum Kaffee trinken. Da gingen wir nochmal gemeinsam alle Samen durch und suchten die nächsten Wunschkandidaten aus. Das macht echt Spaß, weil es so viel interessantes in der Botanik gibt. Maulbeere, Heidelbeere, Riesenbrombeere, Gojibeere, Riesenkiwi, Chinesische Beerentraube und zweierlei spezielle Auberginen haben wir uns heute ausgesucht. Eine afrikanische Aubergine soll süß schmecken, die Anderen, weißen Minis, sollen an Champion erinnern. Zwei Paprikas und 2-3 neue Chilis kamen auf die Wunschliste, weil sie allesamt, je auf ihre Art, etwas sehr spezielles sind. Mangomelonen und Arabica Kaffee liegen auch schon im Prioritätenpack. Dann drängt aber noch mehr Zeugs, weil es geht vor allem um das Vermehren und das Erhalten zukünftiger Samen! Manchmal gibt es nur 3-5 Stück und die werden hier auch nicht jünger! In diesem Sinne kann ich nachher noch viele Töpfchen bei Freunden verteilen und alle haben was davon! 🙂

Am Abend.

Heute war eher ein grauer Tag! Angenehm! Bei 23. Grad und etwas bewegter Luft braucht man doch schon mal einen Pulli, oder heute sogar eine lange Hose! Nachts kühlt es schon spürbar ab, aber unter 18 Grad ist bisher selten.

Die Neue

Zwischen den gut getarnten Kiwanos, schlängelt sie sich durch, die erste Maracuja meiner Träume!

Nach nur einem Meter überraschte sie mich mit ihren ersten zwei Früchten! Eben sah ich im vorbeigehen, Kugel nr. 3!
Nächstes Bild – Von Unten: Kugel 1 + 2, dann kommt eine vertrocknete Blüte, Kugel nr.3 und darüber hat sich eben die fünfte Blüte geöffnet.

Ganz vorne kommen die aus der Blüte und schnell geht das!

Die untere Frucht wird schon so groß, dass ich langsam gelbe Maracujas vermute. Auch gut, im Vergleich zu der Großen, macht die im Größenverhältnis 100 mal so viele Früchte! Würde die Große so viel liefern, dann könnte man hier gar nicht mehr laufen! Wenn es im Pavillon also eng wird, schneide ich natürlich immer die Magere zurück!

Bananenmelone

Sagt „hallo“ zu den ersten Bananenmelonen! 😊

Angeblich ist diese alte Sorte nach 90 Tagen fertig.

Endlich schlüpft nach den ghanesischen Papayas und der Tulsi Basilikum wieder etwas Neues! Das ist das schönste am Morgen, gleich nach dem Vogelgezwitscher und Bienengesurre: Geschlüpfte Sämlinge finden! Dann lauf ich über die Finca und suche lustige bunte Kugeln! 😋

Noch brauch ich keinen Korb, komme aber fast nie mit leeren Händen zurück.

Und Bittermelonen. 🤪 😂
Ups, der Text hat sich beim Rumfummeln versehentlich selbst eingefügt. 🙂

Barrierefrei

Endlich ist der Knoten offen und man kann jetzt ohne zu Kriechen, zu Klettern, oder gar zu rutschen zwischen Pavillon und Steingarten aufrecht hin und her laufen.

Vorher.
Nachher

Das Rohr musste ich mit einer Sicherheitstiefe und einer größtmöglichen Weite einbauen. Dann kommt es weder dem Mauersockel, noch dem Weg in die Quere! Das durchgehende Versorgungsrohr, links an der Mauer, hab ich eben auch schon viel tiefer graben müssen! Sonst wäre das Fallrohr (Bild unten) viel zu lang, weil alles rechts von dem Fallrohr wird für die Terrasse abgetragen. Das Links, wird wie ein großer Blumentopf eingemauert.

So ist die Lage wenn man aus dem Vorzelt kommt.

Rechts ist die Toilette, links ist der Yangbrunnen und später auch die Aussenküche.

Ach und noch was ist neu: Gestern hab ich auf dem Tisch den Gaskocher aktiviert, damit ich im Abendrot draussen etwas frittieren kann. Das bringt Struktur in meinen Alltag! Um 18 Uhr muss ich duschen, solange das Wasser noch warm ist und dann kochen, bevor die Moskitos kommen. 😃

Neue Wasserstelle

Willkommen zu meinem Yin & Yangbrunnen! 🙂

Heute hab ich nicht viel gemacht und dennoch sprangen große Bereicherungen dabei raus. Die erste Aktion:Diesen Wasserhahn ins Vorzelt zu verlegen.

Pläne ändern sich!

Das liebe ich auf der Finca: Es ist ein bisschen wie als Kind im Busch ein Lager zu bauen. Man kann einfach kurz Ideen umsetzen oder verändern.

Freikratzen- eine neue Kerbe, Schlauch wechseln und wieder zu schieben.

Bei Regentagen und vor allem in der Nacht ist das echt ein Vorteil!
Jetzt schau ich, wie ich billigst eine Schüssel mit dem Ablauf verbinde. Später wird die Rückwand vom Vorzelt zu einer fincagerechten Multifunktionswand. Basierend auf zwei Zaunpfosten, die zugleich das Vorzelt mit tragen.

Aussenwohnbereich, Tag zwei.

Am Vormittag nutzte ich den Schatten meiner Maracuja um den neuen Durchgang tiefer zu graben.

Super, dass ich an der Stelle den Steingarten mit Revuelto aufgefüllt hatte, wir ihr auf dem folgenden Bild vom Januar 2020 sehen könnt.

Man sieht gerade den Ansatz zu der Kurve, durch die ich mich eben gegraben hab. 🙂

Wechseln wir die Seite und betrachten es von der Terrasse aus:

Vorher.
Nachher.

Teilweise konnte ich bis zu 20cm tief rote Erde abtragen. Mindestens 20 Schubkarren. Neben dem Stuhl sieht man wie tief die Terrasse mindestens abgetragen werden muss. Dann hätte ich im Pavillon fast zwei Meter Höhe. Vielleicht grabe ich noch 10 cm tiefer, aber mehr nicht, weil sonst sieht man beim Sitzen nicht mehr so schön aufs Meer.
Im folgenden Bild sieht man das Dach von oben: Alles voll mit Blüten.

Das Pavillon ist jetzt schon ein traumhafter Ort! Es duftet nach Passionsblumen und man hört neben den Bienen auch ganz oft Hummeln, die bei uns echt sehr selten sind.

Die ersten 10m. hinter dem Wohnwagen, bestäube ich ab heute mal mit einem Wattestäbchen. Natürlich werde ich gleich berichten wenn da Kugeln entstehen! 🙂