Tag 7 Tripsdrill

Bereits vor einem Jahr musste ich die kleine Maschine in einer Nachtaktion für Tripsdrill fertig machen. Damals nähte ich in der letzten Nacht schnell noch einen provisorischen Klingelbeutel, weil dieser ja nicht fehlen sollte.  😉 Da die Zeit damals sehr knapp war, entschied ich mich, erst nachträglich einen Reissverschluß zum leeren einzubauen, wenn es dafür mal wieder mehr Zeit gibt. Doch es kam nie zustande, weil irgendwas ist ja immer und so musste ich das Teil zum ausleeren immer abschrauben.
Letzte Nacht hab ich endlich den Reissverschluß eingebaut, aber da ich dabei die Füße hochgelegt hatte, schlief ich ein bevor das Teil fertig war. So kam es , dass ich heute Morgen um fünf erst mal den zerlegten Klingelbeutel wieder zusammen nähen durfte:

perfekt! wenn er montiert ist sieht man nix davon.

Heute war es beim Spielen mal wieder ordentlich warm, aber es lief super! Wenn ich mit der kleinen Maschine rumfahre folgen mir meistens Kinder über lange Strecken. Ein kleiner Kerl folgte mir fast bis zum anderen Ende und weil er so treu war, wollte ich ihm nicht davon fahren. Doch ich brauchte mal dringend Fahrtwind! 😀 Also fragte ich ihn ob er hinten links auf die letzte freie Ecke stehen will, damit wir gemeinsam schneller durch den Park flitzen können. Er war natürlich begeistert und manch andere Kids schauten schon ganz neidisch. 🙂 Hey, wenn ich da einen kleinen Anhänger dran hätte könnte ich den ganzen Tag Kinder durch den Park fahren. 😀 Ich glaub die würden das lieben!

Hosen nähen

Für meine selbstgenähten Hanf-Shorts fand ich bisher keinen würdigen Ersatz. Der einzigartig kühlendende Stoff, macht sie zu den perfekten Lauf- und Arbeits, bzw. Bühnenhosen. Leider war die Vorletzte die ich hier hatte durchgescheuert. Praktisch nur noch ein Rock, mit dem ich unmöglich auf die Musikmaschine klettern konnte.
Als ich mein Hosenschnittmuster rausziehen wollte fiel mir ein, dass ich den Schnitt, sowie eine Ladung des Stoffes, mit der neuen Nähmaschine in den Wohnwagen packte. Also musste erst mal ein neuer Schnitt her:

Um den Schnitt zu testen, wollte ich erst mal eine Hose nähen und schnitt alles Nötige dafür zu.
Der Stoff hat keine Innen- oder Aussenseite, was für die Orientierung Vor- und Nachteile haben kann.

Erst als beide Hosenbeine fertig waren fiel mir auf, dass ich zwei mal das linke Bein genäht hatte. Dann muss ich halt gleich zwei Hosen nähen, dacht ich mir und schnitt die Teile dafür zu. Nun kam das Nähen der beiden rechten Hosenbeine. Kurz auf der Terrasse bügeln und da dort eh kein Platz war, alle Werkstücke auszulegen, schnappte ich einfach kurz ein linkes und legte das Zweite rechte weg. Erst nachdem die Mittennaht doppelt zugesteppt war, fiel mir auf, dass ein Beinsaum nach aussen stand. Ich musste ein Teil verwechselt haben!?
Nun trennte ich die Mittelnaht wieder auf um es doch mal komplett auf der Terrasse zu sortieren. OH-NEIN!! Da stand ich nun vor vier linken Hosenbeinen! 😀
Ich musste lachen und dachte: „Dann muss ich halt gleich vier Hosen nähen! Was auch der ursprüngliche Plan war.
Da man bei dem Verfahren Teile „rechts auf rechts legt und von „innen“ näht, um diese dann wieder zu verstürzen, passiert so etwas echt schnell! Am Ende musste ich mit dem letzten Rest Stoff echt aufpassen, dass ich nachher nicht mit acht linken Hosenbeinen dastehe! 😀
Aber zum Schluß sieht es doch richtig professionell aus, oder?
Die neue Ausführung sitzt sogar noch besser im Schritt und der Bund trägt nicht mehr so auf. Also noch leichter und luftiger.

Erstes Bild…

…in Aktion. So sieht sie also vorläufig aus. Während sich das Schwungrad acht mal nach vorne dreht, dreht sich die neue Magnetwalze einmal rückwärts. Mit dem Fuß stehe ich gerade auf der Lenkung. 🙂 Das ist das erste Didge bei dem ich mit einer Dauerglanz-Veredelung experimentiert hab. Aber in der Sache hab ich vielleicht noch einen langen Weg vor mir…
Didge & Schlagzeug gleichzeitig zu Spielen ist echt extrem anstrengend, aber der Spaß gleicht das wieder aus. Auch das Fahren macht so Spaß, dass man am liebsten überall vollgas durchbrettern möchte! 🙂

Neues aus Tripsdrill

Heute hat endlich alles mit der neuen Maschine geklappt. Ab 14 Uhr spielte ich sie für drei Stunden und nicht nur ich hatte einen mega Spaß damit!
Am Anfang fühlte ich mich noch etwas unsicher, weil ich dafür praktisch gar kein Bühnenprogramm habe. Aber wenns groovt dann groovts einfach und das Teil brachte heute unzählige Menschen zum zappeln und zum tanzen. Manchmal hatte ich das Gefühl sie wirkt noch magnetischer auf das Publikum.
Trotz der neuen wechselbaren Sounds und der Konfigurationen, mit denen ich per Drumstick mal kurz alle Betonungen tauschen und verdrehen kann, fehlt mir das Melodie Instrument. Das muss ich mit energetischem Didgespiel wieder ausgleichen, wofür ich mir gefühlt, die Seele aus dem Leib blies.
Back to the roots! Da kommt der alte GöG wieder zum vorschein… 🙂 Was manch alte Freunde sicher erfreulich finden. 😉 (Wie oft hörte ich schon genau diesen Wunsch!?)
Vielleicht liegt es ja an dem leidenschaftlichen Verausgaben, oder doch an der Maschine, jedenfalls ist die neu komplettierte Maschine scheinbar auch noch eine Geldmaschine, die nebenher Münzen im Sekundentakt einsackt.
Der erste Eindruck war jedenfalls super und hat mich wieder sehr motiviert.
Für ein Foto war das Licht nicht gut, aber das versuch ich morgen nachzuholen.
Achja und eine Anfrage für eines meiner Didges bekam ich auch. Und die Presse war auch da… 🙂

Nachbarn

Leute, ich hab ja so ein Glück! Ringsherum nur klasse Nachbarn, wie man es sich besser nicht wünschen kann!
Manche Freundschaften bestehen nun schon seit über 30 Jahren, aber auch die neueren Geschichten sind eine einzige Freude! Wir freuen uns jeden Tag wenn wir uns sehen. 🙂

Der letzte Kabelsalat…

…ist bald gegessen.

Damit der Aufbau der kleinen Maschine bald genauso viel Spaß macht, wie der von Doretta.

Gestern experimentierte ich noch mit der Oberflächenverfeinerung der Didges. Das gab natürlich gleich wieder Rückschläge. Grausige Bläschen usw… Und dafür hab ich zwei Wochen auf die teuren Mittelchen gewartet.
Über sowas reg ich mich schon gar nicht mehr auf, sondern fokusier mich auf die Suche nach neuen Lösungen. Auf die ich wieder eine gute Woche warten muss. Das zählt zu den Hauptgründen, warum ich mindestens an drei Baustellen gleichzeitig arbeiten muss.

Tag 3…

…ist geschafft. War abgesehen von ein paar Sturmböen am Nachmittag perfekt. Aber ich schaffte es rechtzeitig zu meinem Unterstand zu tuckern, wobei ich allerdings den Schirm mit beiden Händen halten musste. 😀
Ansonsten fahre ich auf meinen 1,6 Tonnen-Blickle-Rollen souverän durch den Sturm!
Gegen 19:00 Uhr schlief ich daheim sofort ein und wachte heute erst um 8:30 wieder auf. 🙂

Tripsdrill Tag 2

Tripsdrill ist super!

Endlich könnt Ihr ein neues Didge sehen, das ich passend zum Schirm gebaut hab.

Nennen wir es psychisches Konditionstraining! 😀 Heute musste ich viele Prüfungen bestehen. Vom Vortag motiviert, stellte ich vor dem Begrüßundskonzert gleich zwei Kameras auf, um den ersten Song mitzuschneiden. Die zehn Minuten, die ich morgens für die wartenden Gäste spiele, sind die einzigen, bei denen ich nicht mittendrin unterbrechen kann. Und natürlich regnete es gerade da auf eine meiner Kameras. Danach hörte es gleich wieder auf. Obwohl ich seit den tollen Einstellungen von gestern nichts berührt hatte, gab es trotzdem Rückkopplungen, sobald ich laut machen wollte.
Irgend was passiert fast immer wenn die Kameras laufen und ich dachte nur: „Hä?, das kann doch nicht sein!“ Als erstes drehte ich kurzerhand das Didgeridoo zurück, weil das einzige Mikro am anfälligtsen ist. Aber es half nichts. Mit dem nächsten Gedanken kamen mir während des Spielens erst mal die 54 Audiokanäle in den Sinn, die fast alle aktiv sind… Am Ende war es ein kleiner Knopf für die Sitar, den ich mit dem linken Bein irgend wann berührt hatte. Egal, jetzt filme ich jedes mal mit, dann wird schon mal was dabei rauskommen. Wegen Problemen mit dem erbärmlichen Ipad musste ich die kleine Maschine heute Abend komplett  unverrichteder Dinge einpacken. Auch da regnete es genau auf die Sekunde abgestimmt. Über 100 andere Dinge die täglich passieren, könnte man ein Buch schreiben, das nur fast keiner verstehen würde. 🙂 Egal! Der Tag war trotzdem super und nach meiner Heimkehr konnte ich mich über zwei Pakete freuen auf die ich fast zwei Wochen warten musste. So lange konnte ich an den Didges nicht weiter arbeiten, weil das Material einfach nicht kam. Dabei hatte ich extra zwei Händler getestet um raus zu finden auf wen man sich verlassen kann. Beide für die Tonne! Trotzdem freue ich mich auf neue Arbeiten und Experimente, nachdem der morgige Tag geschafft ist.

Tripsdrill Day 1.

War super! Die letzten Vorbereitungen am Morgen fanden schon sehr früh statt und sind unbeschreiblich anstrengend! Bei zwei Maschinen muss ich an 100 000 Kleinigkeiten denken und wehe mit einem Detail stimmt was nicht.
Letzte Nacht fiel z.b. beim Einladen eine Feder auf den Boden und rutschte direkt in einen Gulli. In der selben Sekunde platschte auch noch ein Gewitter hinterher, über das ich mich aber dann doch mehr gefreut hab. Zum Glück bin ich mit Ersatzteilen gut ausgestattet! Das lernt man in diesem Beruf!  😀
Auch heute Morgen, beim Aufbauen der zweiten Maschine, fragte ich mich, wie man bei dem „Grundbrummen eigentlich noch gut drauf sein kann, aber darum bereite ich mich rund ums Jahr körperlich und mental vor. Der Effekt hat mein Leben über die letzten Jahre ungemein bereichert! Happy day!
Trotzdem musste ich mich heute Morgen erst noch auf eine Maschine beschränken. Die gute alte Doretta. 🙂 Um das volle Potential auszuschöpfen spiele ich inzwischen 90% mit Ohrstöpsel. Im letzten Jahr waren es noch 10 – 20 %. Mit dem Klick im Ohr synchronisieren sich Elektronik, Mensch und Maschine inzwischen wie automatisch zu einer Einheit und das Gefühl ist unbeschreiblich! Das war mal wahnsinnig schwer!
Ich liebe Doretta! 😀 Scheinbar legt sie in meinem Kopf einen Schalter um und das bringt mich in den absoluten Flow! Dann begebe ich mich in den kompromisslosen Kampfmodus und doch fühlt sich alles so fein an. Dafür gibt es keine Worte! Trance – Flow… Neuerdings spüre ich diese Tiefe, nach der ich mich so viele Jahre gesehnt hatte! Dazu stand ich auch immer offen: Dass diese Maschinen mehr Effekthascherei seien und, dass man damit leider immer etwas an der Oberfläche kratzt. Doch es geht wirklich! War das ein langer Weg und ich habe noch das Beste vor mir.
Die viertel Stunde Begrüssungskonzert lief heute gleich in einem Zug durch und fühlte sich schon ganz gut an. Gottseidank!
Obwohl wegen der Hitze nicht soo viel los war erreichten mich unzählige berührende Kommentare. Z.B. sagte mal ein Junge den ich auf 9 schätzen würde:“ Sie sind echt cool!“ 😀 Und ein Mädchen fuchtelte freudig aufgeregt mit den Armen rum und fragte mich fasziniert: „Wie oft haben wir uns jetzt schon gesehen?“ Das ahnungslose Schulterzucken musste ich mir verkneifen, aber ich genoß das vertraute Gefühl mit dem sie mir begegnete. Und wie sie alle mit ihren hochgezogenen Augenbrauen und ihren lieben Gesichtern ihre Postkarten holen. Ich kenn mich nicht mehr, denn früher mochte ich gar keine Kinder! Das kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen!
Spannende Anfragen bekam ich heute auch. Ähnlich dem Festzug von Neulich und mehr…
Natürlich dreht es sich nach fünf Stunden durchspielen irgendwann im Kreis und ich beginne dann mit meiner Technik zu experimentieren. Endlich realisierte ich die weiteren Möglichkeiten die sich durch den Dauerklick im Ohr auftun. Heut was es das Delay (Echo) von meiner Workstation, das natürlich  nun auch synchron zu meinem „Mutterschiff“ läuft. Da jag ich nun das Didge durch und das ist mal abgefahren! 🙂 Leider gings dann schon Richtung Feierabend, aber dafür kann ich den morgigen Tag kaum erwarten! Hitze? Egal! Bei dem Groove merkst du nix mehr! 😀
Morgen kommt dann auch endlich die neue Maschine zum Einsatz. Wenn alles gut geht. Ich glaub das versteht nur mein Studiokollege Sancho, wie verstört ich bin, bis die letzten zwei Prozent Feinabstimmung einer neuen Maschine geschafft sind. Freude ist was anderes, da bin ich in der Regel nur noch fertig! Daher war der Tag Abstand zu „Beatbuddy“ sicher sinnvoll. Morgen werde ich berichten, obs geklappt hat und ob ich mich endlich über mein neues Spielzeug freuen kann.

Magnetscheiben.. fertig!

Nach weitern zwei Tagen Endspurt hab ich es geschafft! 🙂 Eben hat die neue Midi- Maschine ihre ersten Töne vom Ipad dazu gespielt. Natürlich werde ich das Ganze noch eine Weile weiter entwickeln, aber am Dienstag kann ich das Teil auf jeden Fall in Tripsdrill präsentieren, womit ich eine ganz große Jahresetappe erreicht hätte.

Seht ihr das Antriebsgestänge aus Messing? Das linke dreht sich vorwärts, das rechte rückwärts. Das schreit natürlich nach neuen Spielereien! Zwei Karussells sind in Planung, vielleicht aber auch noch ein weiteres Instrument.

Es waren noch viele Veränderungen und Modifikationen nötig. Z.B. musste ich die Hi- Hat von Kettenantrieb auf einen isolierten Seilzug umbauen, damit die Kette nicht an den Magneten hängen bleibt. Die kleinen Instrumente bekamen Steuerhebel zum stummschalten und um Rhythmen zu wechseln.
Die Elektrik ist fast komplett neu, da ich den letzten Spannungswandler mitsamt Leitungen mit auf die Insel nahml.

Hier seht ihr wie der Seilzug für die HiHat mitten durch die Walze läuft. Rechts unten ist eine Buchse, in die ich später einen musikalischen Klingelbeutel einstecken kann. Die Walze bekommt evtl. 3 weitere Klangerzeuger, aber davor bau ich noch zwei elektro- Schlagzeugpads ein, auf denen ich mit Stöcken weitere Trommeln und Effekte spielen kann. Links seht ihr das Steuergerät mit dem ich die Konfiguration während des Spielens wechseln kann. So kann man z.b. über einen Knopfdruck die Tonart wechseln, oder die Sounds der rechten- und der linken Trommeln tauschen.

Und zur Belohnung hab ich mir noch ein weiteres Geschenk gebastelt: Mit dieser kompakten Elektronik kann ich für meine Steuergeräte 12 Volt direkt auf 9 Volt umwandeln. Das erspart mir mehrere Netzteile, Kabel und Steckerleisten, was den Alltag in Zukunft sehr sehr leichtern wird.