Wie transportiert man ein scharfes Kochmesser, ohne alles zu zerschneiden?





Wie transportiert man ein scharfes Kochmesser, ohne alles zu zerschneiden?





Seht mal was mir meine liebe Dori aus Australien geschickt hat… und noch mehr. 🙂

Die passende Gurte hab ich heute noch schnell mit der Maschine genäht. Eigentlich ne ganz schöne Aktion, aber das Werkzeug ist ja gerade eh noch ausgebreitet. Von dem schwarzen Leder will ich noch ne ganze Menge mitnehmen, damit ich über den Winter kleine Werke von Hand nähen kann. Nur so für den Eigenbedarf, um mir das Leben angenehmer zu gestalten. Vielleicht nützliche Alltagshelfer. Z.b. eine neue Gürteltasche, die wie ein modulares System aufgebaut wird. Abnehmbare Kamerataschen und so Minigepäck für den Alltag. Darum ist es gut, wenn ich die schönen Gürtel nicht erst von Hand nähen muss! Der Verschluß vom ersten Gurt ging so knapp durch das neue Lederhalfter, dass ich sie nicht mehr trennen wollte. Also nähte ich gleich den zweiten Gurt. Einer für die Arbeit im Garten und einer für die Freizeit. 🙂
Natürlich nutze ich die letzten Stunden um schnell noch zu produzieren was geht! Denn auf die tolle Nähmaschine muss ich nachher wieder einige Monate warten.

Es geht mir aber nicht nur um die Produktion, sondern viel mehr um die zukünftige Kalkulation. Ich muss ja wissen, wie lange ich brauche, falls jemand von mir 10 000 tolle Schuhe bestellt! 😀 Am Anfang brauchte ich erst acht, dann bis zu zwölf Stunden pro Paar Sandalen, weil der Aufwand erst mal immer größer wurde. Seit dem beobachte ich jeden Griff und denke über jeden Schritt nach, wie man ihn noch optimieren könnte. Täglich kommen kleine Tricks dazu, die fast schon zu Quantensprüngen verhelfen. Gestern war es z.b. folgende Kleinigkeit:





Am Ende ist es nochmal eine ewige Rumprobiererei, wie man die verschiedenen Materialien am besten rausputzt. Vier verschiedene Ledersohlen reagieren schon ganz unterschiedlich auf das Schleifen oder das Färben. Auch die Gummisohlen sind sehr verschieden und jedes Oberleder verändert ebenfalls seine Farbe, wenn man es z.b. einfettet. Da ich natürlich fast nur feinstes Anilin Leder verarbeite.



Es gibt also noch viel zu lernen! Es ist aber auch noch keine sechs Wochen her, als ich das erste mal darüber nach dachte, mir die ersten Barfußschuhe zu nähen und dafür kann man es doch springen lassen, oder? 🙂
Die Sonne scheint und endlich kann ich mal ein paar aktuelle Fotos meiner Werkstücke zeigen:










Keine Angst Freunde! Das mit den Schuhen hört bald schlagartig auf und dann erzähl ich vielleicht nur noch von Gestrüpp und von Steinen. 😀
Aber hier hab ich euch noch den Wurf des Tages:

Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen was für eine Spannweite an Unterschieden bei so einfachen Sandalen möglich ist! Total spannend! Spätestens wenn sich die Dinger voll ganz an den Fuß angepasst haben, merkt man, dass es eine ganz besondere Art der Verbundenheit ist! Mit dem Planeten mein ich. 😀 In die hier schlüpft man gleich wie in Samt. Jetzt gehts auf die erste Testrunde… Nur fürs Protokoll: Beim Rennen nicht so laut stöhnen! 😀
Gestern war ich beim Großhändler und hab nochmal Leder geholt.

Ich freu mich jetzt schon auf die Ledersaison im Frühjahr! Dann will ich so viel Sandalen verkaufen, dass ich davon in viele Sorten und Farben reinvestieren kann. Dabei schiele ich auch schon auf antike Optiken, die ich für meine zukünftigen Steampunk Kunstwerke und Musikmaschinen nutzen kann.

Die Tage bekomme ich noch mehr Gummisohlen und Laufbeläge geliefert. Dann probiere ich zum ersten mal eine rote 3mm Zwischenlage unter die Ledersohle zu bauen, die 95% Stossdämpfung verspricht. Ab dann kann man schon recht wild zwischen Farben, Ledersohlen, Laufbelägen und Zwischenlagen wählen.
Es soll kein neuer Beruf werden, aber oben hab ich das vorläufige Ziel eigentlich bereits erklärt: Diese Aktion soll mein Lederlager bis zum Rand mit Schätzen füllen. Vielleicht noch ein paar Mäuse extra für Messingbauteile. 🙂 Dann kann ich immer gleich loslegen, wenn mir neue Ideen kommen. Bis das Kunsthandwerk eines Tages wieder von der Musik etwas verdrängt wird.
Gestern gab es wieder ein paar kleine Quantensprünge in meinem Produktionsverfahren. Dinge wie Sohlen zu schneiden und zu schleifen sind noch relativ neu für mich und darum muss ich erst mal meinen Weg finden. Ein Schritt nach vorne war dieser Schleifer, in den ich gestern eine Kleinigkeit investiert hab.

Was mich noch mehr begeistert, weil es viel einfacher ist, ist die neue Schneidmethode für Gummisohlen und dickes Leder! Dafür spanne ich einfach die Klinge von einem Teppichmesser in den Schraubstock und zieh meine Werkstücke durch.

Erst nach 6 – 7 Sandalen änderte ich nochmal den Schnitt: Vorne hab ich die Sohlen nochmal gekürzt, damit die Spitze sich leichter formen lässt.


Seht euch diese Pracht an! 🙂 Gestern bekam ich ein Foto von meiner Bouganville. 🙂

Hier hab ich nochmal das Bild vom Umzug im März ausgesucht:
