Trail Runner

Das ist die vollcross Variante meiner Barfuss-Serie.

Das Resultat übertrifft meine kühnsten Träume! 😀 Eine zweite Haut mit Kampfstollen. 🙂

Die Vibram Sohlen sind unglaublich zäh! Mit dieser Ausführung spürt man zwar nicht mehr jede Fuge auf dem Boden, aber sie schmiegen sich so weich an die Füße an, als wären sie gar nicht da. Das ist eine „Brücke“ zwischen Barfussschuhen und Trekking Sandalen, wie ich sie bisher noch nie gesehen hab. Was für ein Wurf, echt, ich bin schon ganz aufgeregt! 😀

Vibram

Mein zweiter Prototyp bekam heute Morgen zum Test eine ganz hochwertige Vibram Sohle.

Damit spielen wir schon in einer ganz anderen Liga! 🙂 Der Belag hat an der dicksten Stelle 3mm und zwischen den Profilnoppen gerade mal 1mm. Sie sind extrem weich und klebrig! Je mehr die Sohle klebt, desto stärker neigt der Fuß auf der Ledersohle zu rutschen! Damit schätzt man die Seitenführung der neuen Schnitte noch mehr.

37,5

Das nächste Paar ist fertig. In der Größe sind sie auch recht hübsch anzusehen!. 🙂 Auch dieses Paar wandert auf die Insel. Sie sind für Iris, einer ganz tollen und interessanten Freundin! Ihre Muttersprache ist Spanisch, sie spricht aber auch absolut perfekt Deutsch und auch noch sehr gut Englisch… 🙂 Kreativ ist sie auch und schön wie ein Filmstar! 🙂 ja ja, nein nein, ich bin ganz cool! 😀
Auch bei Iris entschied ich mich für die 3 mm. „Gecko-Sohlen“. Man fühlt zwar den Boden nicht so intensiv wie mit 1mm Belägen, aber dafür sind sie rutschfest und halten länger. Letzteres ist wichtig, weil wir meine Werkstatt nicht gerade um die Ecke haben. So werden die Sandalen mit dem ein und runterlaufen immer besser!

Geckos

Das nächste Paar ist fertig. Größe 45 + für meinen guten Inselfreund Mike.

Es gibt jetzt ganz neue Sohlen zur Auswahl. Die hier hat 3mm und sieht ein bisschen aus wie Geckofüße. Mike liebt Geckos, also bekommt er Geckosohlen. 🙂 Waren auch die einzigen die groß genug waren. 😀

Doppelpack

…ja, ich weiß! 🙂 Lange her! Die Tage fliegen nur so rum und ich war mit Alltagsdingen beschäftigt, über die es nichts interessantes zu erzählen gab. Nur das Entwickeln und Testen meiner gegenwärtigen Laufschuhe beschäftigt mich nebenher von Morgens bis Abends. Es gibt einige Anfragen und darum versuche ich den gesamten Prozess zu optimieren, bevor ich mit dem Vervielfältigen überhaupt beginne.

Zum Beispiel hab ich die Riemen vereinfacht und ich schneide sie jetzt wie Meterware auf Vorrat. Erstaunlich was für Massen an Leder die paar Bendel verschlingen!
Dann werden sie mit einem Gewebekern geklebt, gefaltet und gehämmert. Jetzt kann ich mit den Schablonen meine Rohlinge ausschneiden.
Am Ende kommt da ein sehr aufwändiges Werkstück raus, das neben dem Leder auch unwahrscheinlich viel Zeit verschlingt! Egal wie groß eine Serie wird, mit fast jedem kleinen Riemen könnte man eine halbe Stunde zubringen. Jeder Klettverschluss muss genau geschnitten und plaziert werden. Auch beim doppelten Falten der Schlingen darf nichts verrutschen!
Hier seht ihr nun das optimierte Modell für 2020. 🙂 Nach dem Hämmern der Sohlen kann man noch locker eine Stunde pro Schlappen beim Schleifen verbringen. Realistisch betrachtet, müsste ich mindestens 200 € pro Paar kassieren, damit eine größere Schuh-Bauphase halbwegs Sinn macht. Das Material ist ebenfalls sehr teuer, aber es ist auch das hochwertigste was es überhaupt gibt! Das knarzende Leder duftet! 🙂
Das Gute ist bereits jetzt schon: Dass ich mir damit den absoluten Traum von Barfussschuhen geschaffen hab! Der Maybach unter den Schlappen! 😀

Die zweite Ausführung mit Pyramiden-Noppen auf der Sohle war mir vorher zu steiff und zu schwer! Es war fast schon ein Opfer diese Test zu laufen, weil sie einem das eigentliche „Barfussvergnügen“ rauben! Die neuen Beläge sind statt 3 mm nur noch 2 mm dick, weich und glatt. Damit fühlt man jede Fuge auf dem Boden und man spürt mit der Zeit, was das Barfuss-Laufen ausmacht: Eine super Connection mit dem Planeten auf dem wir stehen! Das linke Paar hab ich für den Eigenbedarf genäht und es bekam einen noch feineren Belag, von nur einem Millimeter. Noch leichter und weicher als die bereits eingelaufenen Vorgänger! 🙂
Ach ja, der mittlere Riemen musste bis zum Oberen verlängert werden, damit man wirklich das perfekte Lauf-Gefühl hin bekommt!
Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich mit den ersten zwei Prototypen alles rumprobiert hab! Dabei muss ich auch Fragen berücksichtigen wie: Wo rutscht man z.B. tendenziell hin, wenn man z.B. mehr mit O – oder X-Beinigen Haltungen läuft!?
Das neue Modell bietet hinten eine Seitenführung, als würde man in einem soliden Schuh stehen und auch vorne fühlt man sich, durch die wenigen Gramm extra Leder, sehr geschützt! Zugleich hat man beim Laufen das Gefühl nichts, als eine feine schützende Haut, an der Sohle zu spüren.
Man spürt also ein sehr solides und hochwertiges- „Nichts“! 🙂

Vinyl

Habt ihr euch nie gefragt, wie eine Hanfmütze mit Vinylschild aussehen könnte? Dieser Frage musste ich auf den Grund gehen und hier ist ein erstes Exemplar.

Ès ist so schwer die Platte von beiden Seiten gefüttert einzunähen, dass der Schritt zu einer handgenähten Edelvelourledermütze nicht mehr weit wäre!

Silent Runner

Zweiter Versuch:

Ein Schuh besteht in dieser Ausführung aus 37 Teilen.
Jeder Riemen bekam einen Kern aus Gewebe, damit sich auch in einem langen Leben nichts verzieht.
Auf die weichen Kanten kommt der feste Riemen. So kommt jeder Riemen mit Klettverschluss auf 3 – 5 Teile.

Anti-Flapp-Barfussschuhe

Gestern entwarf ich den ersten Prototyp meiner zukünftigen Barfusschuhe. Wie schon geschrieben wären die letzten „Hurache“ Exemplare perfekt, wenn sie nicht wie Badeschlappen auf den Boden klatschen würden. Beim Laufen genieße ich die Stille, das Plätschern vom Bach, oder das Vogelgezwitscher und dann nervt das tollpatschig anmutende Geräusch! Auch von dem Bendel zwischen den Zehen war ich nie ein großer Fan! Wenn sie bei Huraches auch weniger einschneiden als bei Flipflops.

Ein erster Schnitt ist gar nicht so einfach, weil man kaum Bezugspunkte findet. Hier experimentiere ich noch etwas mit Pappstreifen rum.
In Zukunft gibt es Riemen statt Schnüre. Da gibt es später noch schöne Möglichkeiten diese zu füttern.
Auch die Schleifmethoden zum Versäubern haben sich die Tage weiter entwickelt. Das dauert alleine schon gut eine Stunde pro Paar, sieht dann aber auch richtig professionell aus.
Das erste Ergebnis nach zehn Stunden. Alle Riemen, einschließlich der Spitze lassen sich über Klett einstellen. Die Sohle besteht aus 3mm Leder mit 2 mm Gummibelag.

Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen bei Nacht eine erste Testrunde zu laufen. Traumhaft! Sie sind fast Geräuschlos und damit kann man sich anschleichen wie ein Puma, ein Indianer, oder ein Dieb. 😀 Nach ein paar Kilometern formen sie sich wie ein fussförmiges Schiffchen und werden sicher noch leiser. Durch die Antiflapp-Spitze fühlt man sich auch etwas geschützt. Bereits nach wenigen Kilometern kann man die Riemen etwas lockern bis man an den Füßen fast nichts mehr von Schuhen spürt.
Bei den Folgenden Exemplaren muss ich noch mehr ins Detail gehen, aber mit der ersten Ausführung, bin ich zumindest was das Laufen angeht, mehr als glücklich! 🙂

Leder

Mindestens ein mal im Jahr kaufe ich ein schönes Stück Leder. Da ich gestern eh mit einem Freund etwas für eine Sonderanfertigung gesucht hatte, nutzte ich die Gelegenheit und schnappte mir auch gleich ein kleines, aber superschönes Rind.

5 m² feinstes geöltes Anilin mit einer sehr glatten Oberfläche. Es ist nicht so gummizäh sondern eher etwas pappig und formtreu. Ideal für Taschen, Rucksäcke, Riemen, Halfter und so Deko-Zeugs was in Zukunft geplant ist.

Fitnessuhr

Seit fünf Tagen beobachte ich mich mit einer simplen Fitnessuhr. Allzu lange werde ich damit nicht rumrennen, weil sich meine täglichen Runden eh gleichen, aber es ist interessant! Z.b. komme ich auf über zwei Stunden Tiefschlaf und beginne den Tag manchmal mit einem Puls von 41 . Einmal hat sie die erste Stunde meines Tages als Schlaf wahr genommen, weil ich morgens noch so lahm bin. 😀

Beim Laufen trieb ich sie schon mal auf 178. Dazu muss man schon sehr lange kontinuierlich rennen! Dabei kann es ebenfalls sein, dass sie bei meinem Bergrennen nichtmal auf 130 hoch geht. Also treibt die Kontinuität stärker als kurze Intensivphasen. Nach 10 Schritten Pause geht der Puls wieder ganz schnell runter, was ich gut finde. Ein paar virtuelle Medaillen hab ich auch schon gewonnen. Z.b. für 10 km, oder 100 000 Schritte. 🙂 Jetzt gehts Laufen, dann arbeite ich an einer neuen Mütze weiter und beginne neue Schuhe zu entwerfen… achso, und eine Spezialtasche mach ich später auch noch… Schönen Sonntag! 🙂