Lasercheck

Eben noch schnell bis zur Mauer durchgegraben. Dann legte ich zwei 2,50m Stangen um die Containermaße zu Markieren. Der Zaunpfosten dient als Bezugspunkt, weil den will ich nicht überragen. Von hier aus kann man jetzt an der Laserlinie die Tiefe bis zum Boden messen.

Eine 2,50m Holzlatte mit dem Meterstab um einen Meter verlängert. An der vorderen rechten Ecke sind es etwa 2,72m.
Ein Container hat: 2,60.
2 + 3 sind nah dran.
Bis zur Ecke Einfahrt/Wohnwagen geht es noch 20 cm abwärts.

Das war jetzt nur mal kurz in die Graterlandschaft gestochen, aber alles in allem wars mal wieder ein Treffer aus der Hüfte geschossen. Das macht Freude und ich hatte es gar nicht erwartet, so schräg wie das alles aussieht!

Nivelliergerät

Fertig! Gaanz einfach!

Ein Wasserschlauch wird an zwei Ständer geklebt, z.b. auf 60 cm Höhe.
Angenommen am Stativ messe ich 49 cm…
…und bei der Einfahrt komme ich auf 54 cm, steht das Stativ 5 cm höher.

So kann man jetzt in meinem Fall, mit bis zu 10m Abstand, die Höhen stichprobenartig vergleichen. Das reicht doch, oder?
Jetzt muss ich den ersten Betonfuß festlegen und setzen, dann kann man sich an dem orientieren. Der Boden drumherum ist unwichtig. Wenn vier Füße gesetzt sind, kann man kurz das Erdreich dazwischen rumschieben und ausgleichen. Den „Feinschliff“ kann man am Ende bei Dämmerung mit dem Laser und Rechen perfektionieren, was es wahrscheinlich gar nicht braucht!

Bastande

Heisst „Ziemlich“.

Die grobe Masse ist soweit abgetragen.

Jetzt muss ich endlich ein tageslichttaugliches Nivelliergerät bauen, damit ich die Höhe der Fundamentfüße ermitteln kann. Doch zur Zeit werde ich ständig von lieben Nachbarn abgelenkt. Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht was los ist, aber auf einmal spüre ich nochmal eine viel stärkere Akzeptanz. Vielleicht weil ich schön aufgeräumt und den Weg verbreitert hab!? Oder strahle ich die Tage etwas aus, was sie berührt, weil so intensiv wars noch nie! Vielleicht braucht es erst ne Weile, bis es sich rumspricht, wobei hier jeder mit jedem Verwand und verschwägert ist. Alle Nachbarn sind quasi eine Familie, wie ich eben erfuhr! Der „neue“ Javier-2 hat mich eben zu sich eingeladen:

Jetzt sehe ich endlich mal unsere Sackgasse und nehm euch gleich mit.
Hier gehts noch zum letzten Wohnhaus, von Ale.
Hinter der rechten Mauer ist die Finca Sabina von Piet.
Nur noch wenige Schritte und wir sind da.
Hier könnte ich einen Stein zu meinen Freunden Santiago, Efren und Familie werfen, so nah. Sie rufen oft nach mir und winken aufgeregt, wenn sie mich sehen!
Rechts ist leider noch ne kommerzielle Finca und dahinter eine Agavenplantage. Nach der geht es einen unüberwindbaren Abhang runter. Alles andere ist von der Natur abgeriegelt! Wir haben voll das Sicherheitstal und ich bin der Einzige, der über seine Finca den Hügel hoch kommt! Damit kann ich über einen Kilometer Richtung Stadt abkürzen!
Und schon bin ich bei meinem neuen Freund.
Javier

Javier hatte nur gute Nachrichten für mich, als er mir die ganze Finca zeigte. Erst ging er in die Knie und kratzte mit der Hand fast ungläubig in der Erde und sagte: Guck, guck, was für eine schöne Erde wir hier haben. 😊 Deshalb will er zügig 30 Avocados pflanzen, denn der Kurs steigt und er meint das gibt richtig richtig viel Geld. Darum ist unser Sicherheitstal von unschätzbarem Wert und wenn wir noch aufeinander aufpassen, dann kannst du es definitiv nicht besser erwischen! Es ist ein Traum und gleich kommts noch besser! Dann zeigte mir Javier-2 alle Baumsorten, die sich mit meinen soweit gedeckt haben. Hab mehr Orangensorten. 😄 Doch dann kam der Knaller: Plötzlich stand ich vor Zitronen und Limonenbäumen, die in Buen Paso eigentlich gar nicht wachsen, aber bei uns schon! Ich konnte es nicht glauben und doch hab ich es geahnt, weil eigentlich wird man hier mit Pfirsichen auch nicht glücklich, doch meine Nachbarn schon!

Zitronen, unfassbar, prächtige, richtig dicke und pralle Zitronen!
Pfirsich
Avocados

Ich sah Bäume, die erst drei Jahre alt sind und so prächtig! Das ist alles so aufregend! Dann könnte auch Kiwi funktionieren, die Bananen Maracuja, von der noch eine lebt und mehr.

Der mittlere Baum da oben, steht bei meiner Pyramide.
Javier gab mir ein paar Früchte mit und musste dann los, seinen Vater Ramon abholen. Seht ihr, eine prächtige Zitrone! Oh mein Gott, bei mir kann man Zitronen und Limonen pflanzen. Muss gleich los Bäumchen holen! Dann schnapp ich auch noch zwei andere Pfirsichsorten, von denen die Verkäufer sagten, dass sie ebenfalls in Buen Paso nicht wachsen werden. Weil im Park und hinterm Wald gehts halt doch! Das kleine ist ne Limone, die sehr intensiv schmecken soll. Da hingen aber auch große am Baum, nur nicht fertig.
Bei „Ramon“ dämmert es sicher, zumindest bei manchen kanarischen Mitlesern!? Mein geliebter Abuelo, den ich auch noch vorstellen werde, ist der Onkel von Javier. Der Abuelo ist mir ein großes Vorbild und wir liebten uns auf den ersten Blick! Er ist 89 Jahre alt und hat eine Ausstrahlung wie ein Warmlicht! Er arbeitet jeden Tag 2 -3 h, auch um fit zu bleiben. Was er mir mit einem Fingerzeig auf seine Muckies demonstrierte! 😄 Jedes mal wenn er mich sieht, hält er bei mir an, um gemeinsam zu witzeln, zu lachen und zu plaudern.

Der Bananenmann kam eben auch zu mir und zeigte mir sein Kupferarmband. Er beschrieb genau meine Hitzeprobleme und sagte, dass ihm das Armband schon seit fünf Jahren hilft. Ohne könnte er gar nicht mehr arbeiten, weil ihm danach, gerade wenn er heimfahren wollte, oft schwindelig wurde. Gut, das hatte ich noch nie, aber ich probiers! Spannende Zufälle, gell? Auch die anderen von der kommerziellen Finca fahren plötzlich ganz langsam bei mir vorbei und zeigen ein großes Interesse. Die sind nicht nur neugierig, ich spüre das. Somos Nosotros! (Im Sinne von: Einer von uns.)
Nachher kommt Javier zurück und dann soll ich gleich nochmal kommen, eine Menge Früchte und Bohnen für mich zu ernten.

Heute ging bereits die Jasmin auf und es duftet im Vorzelt!

Geschenk

Ein Gottes Geschenk
ist das Nichts,
das man Schatten nennt!
Man hält ihn für dunkel
und man könnte ihn fürchten,
weil man ihn nicht kennt.
Doch man lernt ihn zu lieben
und schätzt seine Frische,
wenn man in der Sonne brennt!

GöG 🥴

Jetzt oder nie!

Schon beim Erwachen sah ich durch meine gläserne Dachluke, dass das ein Tag Calima bedingte Pause werden wird. Das danken mir auch die Finger und der Rücken. Wenn es mir bis jetzt auch noch sehr gut geht! Das soll so bleiben! Doch was tun mit einem weiteren verlorenen Tag? Ich kenn mich! Jedes Fruchtbäumchen das ich jetzt nicht setze, werde ich im kommenden Jahr bereuen, weil ich unnötig Zeit verlor! Also: Kaufen, kaufen! 😄 Die letzten Bäume dieser Saison sollen noch im Februar im Boden stehen, deshalb machte ich die letzte Fahrt um Bäumchen einzusammeln.

Juhuu, eine neue Orangensorte entdeckt: Delta Seedless.
Noch eine neue Orangensorte: Lane late. Hoffentlich neu, denn bei den Valencia stand weiter hinten auch Lane Late drauf. Wer kennt den Duft von frischen Orangenblüten? Drei offene Blüten im Auto und du denkst der Duft betäubt dich irgendwann, so intensiv betörend duftet das!

Damit komme ich auf 11 Orangenbäumchen und 7 verschiedenen Sorten. Das Ziel: Irgendwann sollen täglich 1 – 3 kg Orangen auf dem Boden liegen. Die meisten zum entsaften und Mischen, auch mit Parchitas, Maracujas und mehr. Die Chancen stehen gut, weil Orangen rund ums Jahr Früchte tragen und die verschiedenen Sorten unterschiedliche Zeiten haben. Man kann sie auch mal ne Weile liegen lassen und das gefällt mir alles!

Ein Pomelo Ruby. „Ach komm, ne Grapefruit zum Mischen, warum nicht!?“ Sagte ich mir. 🙂 Vielleicht hab ich ja irgendwann mal Besuch der/die Grapefruits so richtig mag/mögen!? 😀 Jetzt hab ich für sowas auch bessere Klimazonen!
Für mich die zweite Manga Osteen, deren riesen Früchte zumindest im Internet fantastisch aussehen. Insgesamt sind es jetzt 4 Manga – Sorten und acht Bäume.

Dann dachte ich mir, schnapp ich noch ein paar Avocado Bäumchen, aber die wollte die mir bekannte Verkäuferin nicht geben. Sie sagte, dass es mit größter Wahrscheinlichkeit schief gehen wird und die Früchte sind eh klein und fasrig. Sie wollte auch nicht, dass ich mich nachher wieder beschwere, denn ich beschwere mich oft, wenn es ans Verhandeln geht! 😃 Wir diskutierten heute schon wieder heiß, weil mein letzter Manga gestorben ist. Hat sich gelohnt! Dann wollte ich, wie ursprünglich geplant, im Schwesterladen die Hitze geeignete Sorte Avocados holen, aber die hatten keine mehr. Ist ok, hab noch von Manuel einen im Topf. Geht gleich weiter, aber mit weitestgehend nutzlosen Pflanzen, die nur gut aussehen und/oder duften. 🙂

Ganz glücklich bin ich über zwei Flamboyan Superschnäppchen. Auch die müssen schnell in den Boden, denn ich weiss schon, wo ich später mein Auto unter ihrem kühlen Schattendach parken will! 😃 Übrigens ein Traum für Baumgestalter! Die kann man jeden Winter schneiden und dann schießt wieder ganz schnell ein kompletter Sonnenschirm aus dem Stamm. Wenn man sie lässt, blühen sie irgenwann Feuerrot, darum „Flammbaum“. Man könnte sie auch zusammen setzen und miteinander einen Knoten in die Stämme machen, soll ich? 🙂
Der letzte Baum für heute ist ein Flaschenputzer, mit dem ich früher schon so eine große Freude hatte! Nur hatte dieser damals kein rechtes Erdreich und starb.
Eine schöne Palme hat mich da „angelacht“. Quasi eine Riesenzwergpalme. 😄 Zwei mal Brot statt Burger und sie ist reingespart.
Eine meiner gesuchten Traumpflanzen! Wenn ich für diese im Palmengarten den richtigen Platz finde und sie vor allem feucht genug halten kann, dann kriegt sie irgendwann gigantische Blätter! Eine Pizza weniger und bingo! 😃 Ich denke nur noch so!
Ebenso lange gesucht! Der dritte Typ- „Monstera“ in meiner Sammlung. Direkt mit dem Chef ausgehandelt, der mir damals den großen Orangenbaum brachte. 3 Pizzen. 😄
Seht mal wie groß die Blätter jetzt schon sind! Ich liebe das! Wenn der blüht, bekommt er riesen gelbe Kerzen, die duften unvorstellbar intensiv und lecker! Wusst ich früher gar nicht, weil man kennt sowas meist nur als 0 8 / 15 Rhotodentron Zimmerpflanze, oder Fensterblatt. Das Beste ist, dass die Blüten auch noch leckere Früchte produzieren, die wie süße Kolben, mit der Haut, ähnlich einer nackten Lychee aussehen. Nur gelb und kleinere Kügelchen. Probieren konnte ich es noch nie, soll aber sehr lecker sein!
Zuletzt noch eine kleine Jasmin, damit es hier bald wieder wie im Blumenladen duftet.

Bei der Palme und dem Flaschenputzer hab ich noch keinen Plan wo hin damit und das ist schön! Ich liebe es Nachts im Bett zu liegen, vom Park zu träumen und über sowas nachzudenken, falls ich nicht gleich einschlafe.

Stellplatz 5

Mein lieber Freund und veganer Lieblingskoch Geza, hat mich vorhin zum Essen eingeladen. Fantastisch und wie ein paar Stunden Urlaub, weil es dort so schön ist! Trotz der guten Stärkung fielen mir die zwei Stunden am Abend gar nicht leicht! Ich liebe ja auch die Calimas, wenn sie nicht zu oft kommen! Diese unwirkliche und tropisch anmutende Stimmung. Aber zum Buddeln kommt es mir deutlich anstrengender vor!

Wieder ein Biss mehr und die neue Höhe kommt mir schon ganz vielversprechend vor.
Ausgelasert. Schon 40 cm unter Straßenniveau!
Links sieht man den Übergang zur Straße. Mit den Hügeln kommen wir schon auf 60 – 80 cm Höhenunterschied, teilweise sogar mehr. Das geht noch ne Weile, ist auch ok!
So lange schöne Erde rauskommt. Langsam machen alle Fragmente an Vorbereitung Sinn. Hier kann ich jetzt über die ganzen 40m ohne Gefälle durchlaufen. Die Erde sammel ich für die ganze Zone, bis zum Eingang. Das ist bei der grünen Kugel da hinten, also ein Riesending, unfassbar, schön! Läufste 10 x haste weit über 600m. Ich kanns eigentlich immer noch gar nicht fassen!
Schöne Bausteine und die letzten Wurzeln. Waren noch zwei ganz große dabei, deshalb reisst es immer wieder Löcher in die Fläche, aber das ist kein Problem!

Lustig, gelegentlich trötet um die Ecke eine Vuvuzela, nur ein zwei mal. Keine Ahnung was das bedeuten soll, aber endlich hab ich es getan: Kurz das ganz laute Powerdidge geschnappt und ne Trompete rausgehauen. Brutal! 😃 Zu tief, die zweite, ganz nah, aber LAUT! 🙉

Calima

Das ist der Sandstaub von der Sahara, für alle die es noch nicht wissen. Hier kommt er gerade…
…und jetzt ist er da.

Heute begann ich noch früher, denn Steine kann man auch im Dunkeln mit Stirnlampe aufsammeln und abtransportieren!
Die werden denken, dass er jetzt vollens übergeschnappt ist! 😄
So wie letztes Jahr, als Manuel mit panischen Blick zu Isabel sagte: „Der bringt sich um, der bringt sich um!“ 😃 Keine Ahnung von Schwabenpower, wo es heisst: Des mach mer Gschwind! 🙂 Go with the flow! Das ist Meditation! Immer noch Glück mit der Erde! Ich arbeite nicht, sondern sammel nur meinen Reichtum ein! Die letzte Finca, „Finca Borracho“ 🤪 bestand nur aus diesem Dreck, aus La Guancha, wie ich später von Manuel lernte! Wenn du da mal ein Blumentöpfle Erde brauchst bist halt verloren! Wisst ihr noch? Eine Schubkarre hatte nur eine Kehrschaufel Erde. Oder eher blassen Staub und der Rest, nur Steine! Dann gab es die dunkle Erde aus El Tangue, die es auch schon lange nicht mehr gibt. Schön, bleibt aber bei Regen an den Füße kleben. Meine rote Supererde aus Santiago del Teide ist edel, aber schwer und könnte noch wie ein Konzentrat, gestreckt und aufbereitet werden. Aber das hier, gerade wenn man es zu schätzen weiss, pure Freude!

10:00 Uhr – Schluß, nicht weil ich es gespürt hab, sondern gelernt! Der Calima ist tückisch, weil die Sonne gedämpft scheint! Hab mich schon ganz schön „reingefressen“, gell?
Jetzt deponiere ich so viel es geht neben der Zone, wo mal das Häusle stehen soll.
Der Wohnwagen ist doch genial, oder? Wie gut das meinem armen Hitzkopf tut! 🤭

Caras

Heisst, Gesichter und das bezieht sich auf all die schönen Steine, die ich eben noch ausgebuddelt hab. Das sind die gleichmässigsten Flächen die man nach Vorne drehen kann und im Idealfall schön Quadratisch. Eine große Cola war dabei. „Hacer Cola“ heisst Schlange stehen und bei Steinen, sprechen die Kanaren von Colas, wenn sie schön lang sind, damit sie tief in die Mauer reichen um diese zu stabilisieren.

Der größte Hügel in der Mitte ist weg.
Mal sehen wieviel Schnee nach einer Woche Calima noch liegen wird.
Da geht mir jetzt jedes mal da Herz auf, wenn ich hier vorbei laufe. Von Dort sieht man auch auf die Pyramide und den Park und jetzt ist der Blick ganz neu gerahmt! Die Finca sieht auch von Oben schon viel schöner aus. Auch von der neuen Terrasse aus sieht man zu dieser Kante, die heute Früh noch wie ein Schutthaufen wirkte. 🙂 Hinten kann man jetzt immer weiter reinlaufen, was vorher entschieden zu gefährlich war. Aber dahinter sieht man nur den Busch, der die Vorderkante der Hochebene noch verdeckt. Für meine lieben Vogelfreunde lass ich auch noch viel davon stehen, bis schöne Alternativen gewachsen sind. Für die Falken will ich noch ein paar kreative Hochsitze aufstellen, denn das nutzen auch meine Amseln gerne.

Das mit dem Zeitmanagement könnte klappen! So hab ich fünf Stunden in denen ich es richtig krachen lassen kann! Trotzdem laufe ich heiß und muss mindestens 6 l Wasser trinken! Dabei muss ich mir mit allen Tricks helfen. Z.b. mische ich verschiedene Fruchtsäfte 1 zu 10, damit es einfach besser läuft, auch wenn man keinen Durst verspürt. Vielleicht sollte ich mal nen nassen Turban auf den Kopf setzen, oder ne neue Kühlung erfinden, weil nur die Wärme setzt mir viel zu früh Grenzen! Um 17 Uhr musste ich schon wieder die Palmen auf der Hochebene gießen. Hab sie alle zum ersten mal gedüngt. Da läufst du fast ne Stunde! Muss also schnell den Rest an das System anschließen, wofür ich noch mindestens 100m Zentralleitung verlegen muss. 🙄

Rhythmus

Umgestellt, weil so geht es nicht weiter! Diese Woche Calima, also Sommertraum! Nur nicht zum Arbeiten. Halb sieben raus, stockfinster. Während der Kaffee kocht, mit der Stirnlampe Werkzeug vorbereiten. Kaffee rein und los.

No me gusta! Gefällt mir nicht!
Tambien, no me gusta! Gefällt mir auch nicht!. 😃
Eine Gelegenheit das ganze modrige Kompostzeug unter der Erdschicht zu versenken.
Es gab tonnenweise von dieser Mischung und das bremst mich total, weil wo willst denn das hinwerfen, wenn du nicht alles trennen willst?
Bis um 10 lief es super, dann muss ich die Bremse reinhauen. Nix, nur noch 10 Schubkarren! Siesta, 6h bis heut Abend.

Aber dann kam meine liebe Nachbarin zum ersten mal persönlich zu mir hoch. Sie bat mich ein paar Bäume zu fällen, weil sie im Winter gar keine Sonne mehr zum Wäschetrocknen bekommt. Das hat mich so gefreut, weil damit hat sie mir endlich eine Gelegenheit gegeben das Eis zu brechen! Erst mal erklärte ich ihr, dass ich gleich gespürt hab wie schüchtern sie ist und als Reaktion darauf, werde ich auch schüchtern und dann wirds immer schwieriger. Die wär mir glaub vor Freude am liebsten um den Hals gefallen! Dann erklärte ich ihr, dass ich echt an ihrem Leben interessiert bin, dass sie glücklich sind, aber nicht an ihrer Privatsphäre! Geht ihr natürlich genauso! Wir können über alles, aber auch alles, reden und was ist denn ihre Lieblingsfarbe? Rojo, strahlte sie und ich sagte, siehst, hab ich gehofft und deshalb hab ich ihr letztes Jahr diese rot blühende Rankpflanze im Mangagarten, quasi vor ihre Nase gesetzt. (Hat mir aber auch letztes Jahr schon der kleine Ale bestätigt 😉 ) Dann kam Alejandro dazu, huldigte die schönen neuen roten Blüten und wir machten gemeinsam Witze. Doch ich musste los, bevor die Sonne noch wärmer wird!
Siehst, liebe Isabelita, querita? Sie ist doch nicht unnahbar und auch die „unfreundlichen“ Nachbarn in der Gasse werden dir vielleicht nächstes mal freudig zuwinken! 😃 Glaub, das hat mein alter Nachbar Nori für mich gerichtet und ich habs voll ausgebaut. 🙂

Der erste Baum brachte mich schon zum keuchen!
Man sieht ja den Boden nicht und das ist nicht ganz ungefährlich. Aber ich steckte immer wieder den Kopf ganz aufgeregt ins Gestrüpp um die nächsten Mauern und Terrassen zu erahnen. Es gibt viele und es ist so aufregend!
Aber schöne Blumen hab ich da in meinem Vorgarten, gell!? Die würden so schön zum hellblauen Bleiwurz passen!
Fotografieren vergessen, aber hier standen noch ein paar im Weg. Puh, getrieben von der Sonne, aber der letzte stand ja im Schatten. Alles wie Hartholz. Ich war nass!
So Zeugs hab ich auch gleich rausgerissen.
Jetzt stört uns vor allem noch der Busch rechts von der Pyramide. Das ist das letzte Gestrüpp im Mangogarten. Von dort könnte ich aber später in ihren Pool spucken und das ist mir zu nah und zu offen. Deshalb hab ich ja letztes Jahr, rechts von dem Busch, zur Vorbereitung, bereits die rote Rankpflanze gesetzt. Sehr bald werde ich den Busch und die ganzen Gummibäume rausreissen und dann ermitteln wir zu dritt, wo die Pfosten stehen werden. Einer muss in der Mitte den Pfosten halten, ich schau von oben, wieviel Privatsphäre uns bleibt und Ale schaut von unten, dass wir nicht mehr Schatten als nötig machen. Genial, oder? Auf diesen Moment hab ich mich wahnsinnig gefreut, weil jetzt weiß ich, dass wir noch beste Freunde werden und dann könnte ich doch hemmungslos meine erste Ebene putzen und nutzen!
Was für eine Bereicherung!
Seht euch mal die Fläche an, das sind viele Hundert Quadratmeter. Hier könnte ich meinen Biopool graben und von der Hochebene eine tolle Wasserrutsche runter leiten. Vor der schönen Pyramidenseite! Über die Rutsche würde sich auch der kleine Alejandro freuen! Ein herzerwärmender Junge! Dann könnte man die Pyramide rausputzen und aussenrum Tanzen. Kilometerlange Spaziergänge! 🥰 Ich dreh gleich durch vor Freude! 😄
Der Hügel schrumpft, aber vor allem ist jetzt die Kompostschicht fast komplett rausgekratzt.

Stellplatz 4

Am Morgen hab ich es geschafft schonmal den Komposthaufen abzutransportieren. Um halb Elf kam die Sonne raus und dann hab ich etwas gemacht worauf ich echt ein bisschen stolz bin: Ich hab losgelassen! 😄 Erst mal Einkaufen und frühstücken.
Die ersten drei Meter werden ein kleiner Vorhof vor der Containertür. Da hab ich bereits ein Niveau, um auf 2,5m bis zur oberen Zaunkante zu kommen. Das heisst ein Container würde hier kaum mehr über den Zaun schauen.

Es ist immer ein bisschen ernüchternd, dass die Hügel und Massen auf den Bildern gar nicht richtig zur Geltung kommen, aber dafür kann man auf den nächsten Bildern meine zweite Motivation sehen:

Hier konnte ich fast 20m mit dieser wunderschönen Erde einebnen.
Auch mein Heim für arme bodenlose Pflanzen, bekam endlch einen schönen Boden.
In der Ecke am Weg, zieh ich erst noch ne Naturstein-Mauer hoch. Dort will ich einen sicht und windgeschützten Ort, von dem man den schönsten Abendhimmel sehen kann. Das Besondere: Dort heizt sich die Mauer den ganzen Tag auf und strahlt dann am Abend ganz stark.
Am anderen Ende dieser Mauer ziehe ich eine kleine Natursteinmauer nach links, damit ich den Rest auch noch füllen kann. Links sieht man den nächsen Erdhaufen. Dort beginne ich bereits den Schutt abzudecken und die Fläche zu füllen, bis die Beete zusammen wachsen. Dann liegt dort ein L-förmiges 30m Beet, nur für Blumen oder höchstens Kakteen.
Auch die neuen Hibiskus und meine Palmeritas pobres haben jetzt ein anständiges Erdreich. Die Minipalmen treiben, bis auf einen Winzling, alle gaanz langsam. Hauptsache sie leben, damit haben wir Zeit!

Es war ein Glückstag, denn nach dem Frühstück bekam ich für den ganzen Mittag Schatten. Und auch Dank der fantastischen Erde! Ein Traum, von dem ich gerne nochmal nen extra LKW raus kratze, wenn das so weiter geht!
Wir haben so kleine Molche, die sehen aus wie bronzefarbene Blindschleichen. Nur kürzer und mit Stummelbeinchen. So einer flüchtete heute zielstrebig in den letzten Spalt. Der war zwischen meinem Fuß und meiner Sandale. 😃 Ich hab aber alle, mitsamt Karl dem Käfer, vorsichtig rüber zur Bananenplantage getragen.

So, zum Abschluß gibt es noch ein Bild von den Steinen des Tages.
Wieder echt ein paar schöne Deko-Stücke. Es kamen aber auch viele prächtige Klötze und sehr praktische Bausteine aus der Erde.