Hochland

So fühlt es sich inzwischen an, wenn man auf der Plattform rumläuft! Hier sind ein paar Vorher- Nachher Bilder zum Vergleich:

Viel invasives Gras aus Afrika. Es sind uralte Büschel mit festen Wurzeln, aber vor allem ist es viel schwere Biomasse.
Den Busch rechts halb ich bogenförmig zurück geschnitten. Mein neuer Kreisverkehr. 😉 Während der Arbeit musste ich meine aufgeregten Vogefreunde beruhigen, dass ich sie nicht vergesse! 🙂
Hab jedes Unkraut mitsamt Wurzel rausgerupft. Das ging fast zwölf Stunden. Heute war ein schattiger Tag, sonst wäre das gar nicht möglich.
Die Feuerstelle ist jetzt 13 Meter lang und bis zu sechs Meter breit.
Jetzt ist es echt eine lange Fläche! 🙂

Trampa

Es gibt viel zu viel Eidechsen hier und die fressen gerne überall die jungen Triebe ab. Allein hinter dem Wohnwagen sind so viele, dass sie manchmal von den Bäumen fallen, wenn ich vorbei laufe. Gestern begann ich zu experimentieren, wie man die am einfachsten fangen kann.

Aus den alten Flaschen baue ich auf die einfachste Weise Lebendfallen, damit ich zeitweise auch mal 10 – 20 Stück aufstellen kann.

Heute sah ich schon eine Flasche mit 9 Echsen drin. 🙂 Die sammel ich dann alle in einer Tüte und nehm sie am Abend mit zum Spaziergang. Es ist nicht weit zu schönen Plätzen, wo sie niemanden stören.

Am zweiten Tag rascheln schon über 70 Tiere weniger hinter dem Wohnwagen rum. Es fallen eigentlich nur die großen Echsen rein.

Una Pesadilla!

Heisst Albtraum. Hab ich heute extra gelernt, damit ich mich meinen Nachbarn besser über meine Tagesarbeit mitteilen konnte. 🙂

Zum Glück bläst da unten ein Ostwind! Es ist hier auch nicht selbstverständlich, dass jeder lesen und schreiben kann! Da graust es mich schon wenn die ihre Gifte zusammen rühren!
Heute Morgen riss ich erst mal die letzten Reste von den Bäumen aus dem Boden, räumte auf und bereitete die Feuerstelle vor. So weit so gut!

Dass die Äste über einen Meter über den Abhang hängen war zaghaft untertrieben! Sie hängen eher 4 – 6 Meter ins Tal, wo sie über vier Jahrzehnte einen dicken Teppich bildeten.

Abgesehen davon, dass ich nichtmal wusste wo ich anfangen soll, kann man hier nirgendwo stabil stehen. Es ist ein Geröll auf einem sehr steilen Hang. Abgesehen von den Terrassen, aber wo sind hier Terrassen?
Nachdem ich schon einiges abgetragen hatte, sah ich mir das Ganze mal von unten an. Immer noch fast zwei Meter „Teppich“. Alles was jetzt kommt bricht wie Kekse, was sehr ungünstig ist, wenn man diese Biomasse unbedingt hochziehen muss.

Also räumte ich oben so lange auf, bis ich eine Mauer finden konnte auf der ich stehen kann. Dann fischte ich mit dem Rechen so gut es ging, möglichst größere Äste aus dem Loch. Ich probierte alles, aber manche Äste lassen sich nicht brechen und sind wie lange Schnüre. Letztendlich zog ich die sechs Meter Teile nach oben und schnitt sie erst mal in 3 – 4 Teile. Manchmal 30 – 40 Ästchen in einem Strang. Wenn man eines übersieht und den Rest mit Schwung auf einen drei Meter hohen Haufen schleudert, wird das Ganze ruckartig ausgebremst und der ganze Bettel kracht wieder auf den Boden, oder ins Gesicht.
Für das trockene Gestrüpp kletterte ich runter und bündelte Pakete mit dem Spanngurt, mit dem ich sie nachher hoch zog. Zum Schluß noch 3 – 4 Gestrüppsammler und voila:

Das Gestrüpp oben parkt hier nur, bis es daneben verbrannt wird.
Von Jabier`S Einfahrt aus, über die ich oben ein- und aussteige. Der Gestrüpphaufen war schon wieder drei Meter hoch und das ist ja nichtmal die Hälfte von dem Zeugs. Eigentlich wollte ich ja nur die obere Terrasse aufräumen, aber jetzt sind es zwei.
Die untere ist perfekt für ein paar Agaven! In der Natur sieht man sie oft auf Hängen.
Und wenn am Ende eine „neue“ Natursteinmauer rausspringt, bin ich immer glücklich! Heute Mittag hätte ich mir auch nicht vorstellen können, dass das jemals zu schaffen ist.

Jetzt hab ich noch zwei Tage, mich auf das große Feuer vorzubereiten. Also die Gelegenheit Land zu gewinnen!

Fast…

…ausgeräumt. Über sechs Stunden hab ich am Nachmittag weitere Massen bewegt.

Hier sieht man, dass der Pflanzenteppich bereits weit über einen Meter an der Mauer runter hängt.
Morgen werde ich noch etwas Grünzeugs rausziehen, dann hab ich genug Platz um mit dem kekstrockenen Holz eine Feuerstelle aufzuhäufen. Es ist immer noch sehr viel! Unten ist die Fläche ca. 4 Meter breit und rechts kann man auf einer Miniterrasse sitzen, auf der man fast den ganzen Mittag Schatten hat.
Mit dem frischen Wind ist es ein traumhafter Platz um an heissen Tagen abzukühlen!
Der Abstieg ist jetzt keine Höhle mehr, aber das ist auch gut!
Feierabend am Meer.

Zwischenbericht

Ein Wunder, ich kann wieder gehen! 🙂 So oft stand ich ratlos vor dem Gestrüpp und konnte mir echt nicht vorstellen wie ich anfangen soll! Das Zeugs, wie neulich beschrieben, Stück für Stück den Berg runter schieben wäre ein Albtraum, weil zu viele Pflanzen im Weg wären, die ich nicht zerstören will.

In der ersten Stunde musste ich alles klein machen und sorgfältig links ins Gebüsch stopfen. Erst mal den Teufelskreis brechen, dass man überhaupt etwas sieht und laufen kann.
Der neue Weg auf der anderen Seite brachte mir den Durchbruch! Gleich links um die Ecke hab ich noch etliche Quatratmeter Platz, um ganz lange Baumfragmente zwischen zu lagern. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie extrem der Wind da draussen vor dem Tank bläst! Jedes mal genieße ich die Kühlung. Drei Schritte zurück, Windstille. Kein Wunder, wenn man den Busch genauer betrachtet.
Das lag noch vor mir.
Nach zwei Stunden kann ich mir schon ein erstes Bild von der Terrasse machen. Die ist größer als gedacht. Der dunkle Fleck im Busch ist mein Abstieg ins Tal. Die neue Fläche macht auch den Aufstieg viel schöner und angenehmer!

Gleich weiter, bin motiviert! 🙂

Vorher – Nachher

Dieser Effekt war mal wieder nötig um mich selber zu motivieren! Irgendwo werden hier später auch die Leitungen verlaufen. In ein paar Tagen oder Jahren… 🙂 Bis zur Rente läuft das und die ist sicher! 😉

Es ist ja nicht so, dass ich den Garten nicht schon aufgeräumt hätte. Früher konnte man die komplette Terrasse weder sehen noch betreten.
Bis zur Siesta konnte man schon wieder neuen Boden sehen. Schätze mal in der Ecke kann ich noch einige Schubkarren Erde abtragen, die ich für die nächsten Bäume brauchen kann.
Das wird die Ecke von der oberen Waldebene. Da kommt mindestens eine Zeder rein.

Gruselfliege

Ne, keine Ahnung was das ist, oder wie die heisst!? Aber ich fand sie etwas gruselig.

Und dann fällt sie auch noch über ein armes Bienchen her.

Gute Erfahrung!

Seit Tagen muss ich nachdenken… aber wisst ihr was? Erinnert ihr euch an den Umzug mit meinem Wohnwagen, sowie dem Transport von meinem großen Orangenbaum, den der Milo vom Abschleppdienst durchgezogen hat? Das hat funktioniert! Er kam wie abgemacht und hat mich weder belogen, noch versetzt und auch nicht einfach hängen lassen! Heute bin ich echt dankbar, dass ich hier so eine tolle Erfahrung machen durfte und mir scheint, davon muss ich noch lange zehren!

Vorschau

Heute hab ich mir mal die anstehende Arbeit genauer angeschaut. Nur mal ein Eindruck wie die nächsten Flächen aussehen, die ich die Tage räumen muss.

Davon hab ich noch hunderte Quatratmeter. Voll bis zum Rand!

Am einfachsten wäre es den ganzen Hügel abzufackeln, aber das kann ich kaum bringen. 😀 Es ist so voll, dass ich da Oben keinen Platz hab eine Feuerstelle frei zu räumen. Also muss ich ab der sechsten Ebene immer einen Großteil vom Gestrüpp eine Ebene weiter nach unten verschieben. Wie bei einem Solitär Brettspiel. 🙂 Letztendlich brauche ich aber nur die obersten Ebenen für Wassertanks, damit ich wenigstens für den Anfang 1000 L. Wasser auf Vorrat habe, falls mal kein Druck auf der Leitung sein sollte. Quasi meinen eigenen Wasserturm. Hat noch mehr Vorteile! Man kann mit Filtern experimentieren und vor allem Flüssigdünger über das komplette Bewässerungssystem verteilen. Oder Microorganismen! Da jeder Garten seine eigene Abzweigung bekommt ist das sehr flexibel. Ich könnte z.b. 100l. in einem Zwischentank mischen und überall hinschicken. Dann den Tank wieder mit der Wunschmenge füllen usw.
Ein Kakteengarten hat ja ganz andere Ansprüche wie ein Wald, oder ein Mangogarten.

Heute war echt ein schwüler Tag! Immer noch Calima, grau und sehr dämpfig. Zum Rollerfahren absolut genial! Später wurde es etwas kühler und obwohl es immer wieder regnet, hat es um 1:00 Uhr noch 23°C. Um 23:00 Ubr waren es noch 27°.
Ein warmer Wind und immer wieder ist die Stimmung wie kurz vor einem Gewitter, aber es kommt keines. Jetzt regnets wieder. Herrlich! Es reinigt die Luft, ist erfrischend, aber leider wird es nie richtig nass. Hab zum ersten mal beim Wohnwagen das große Fenster Richtung Meer offen. Toll, als säße ich im Freien. 🙂

Es gedeiht!

Endlich kann ich mich auch im Park über den ersten Wachstum freuen!

Zum Beispiel diese Morning Glory, klettert täglich beim Bambus einen Knoten höher. Man muss die Babys am Anfang vor den Eidechsen schützen. Zumindest wenn man es eilig hat. 🙂
Sicher hängen schon an die ersten hundert Physalis Lampions rum.
Die ersten Pepperonis.
Und auf der vierten Ebene steht der zweitgrößte Orangenbaum voll in Blüte. Bisher der hinterste „Eckpfeiler“ von meinem Garten. Da er schon mannsgroß ist, lass ich die Früchte dran. Wenn das Lüftchen vom Meer her kommt bläst es den Duft direkt in den Wald.
Ich freue mich vor allem über den zeitlichen Versatz, bei den Orangen! Denn der ganz große Baum, neben dem Wohnwagen, treibt schon viele viele viele Früchte. Dieses Jahr macht er sicher schon 100 Orangen auf einmal! 🙂 Auch der sechste Baum, ein Navel, treibt schon wieder ganz gesund voran. Jetzt hinkt nur noch eine Valencia Orange hinterher. Auch durch diese Umstände hat mittlerweile jeder Baum sein eigenes Timing. In ein paar Jahren kann man hier täglich ein paar Orangen einsammeln und mit fünf Sorten frische Säfte pressen.
Ist das nicht traumhaft?