Es hat geregnet! 🙂 Gestern konnte ich noch die trockene und damit leichtere Erde transportieren. Die Tage kann ich alles staubfrei verteilen. Perfektes Timing! Heute Morgen war ich extrem müde und spürte noch Nachwirkungen von meiner Nachtschicht und dem sportlichen Rumwerfen von der Erde! Aber alles in allem fühle ich mich noch fitter als bei den letzten großen Aktionen.
Immer öfter mache ich nachts kleine Spaziergänge durch den Park und den Wald. Mystisch! Beim Wohnwagen ist es manchmal stockfinster, weil die nächsten Lichtquellen mindestens 140 m. entfernt sind. Für so eine zentrale Lage hab ich relativ wenig Lichtverschmutzung, was für die Vögel das reinste Paradies ist! Vielleicht brüllen die hier deshalb so zahlreich rum!? Im Vergleich wirklich auffallend! Schön!Auch beim Blick zur Hauptstraße sieht man nur leichte Reflektionen auf dem Bananenzelt. Die Plantage links, sorgt auch für einen großen Nachtschatten. 🙂
Muss gleich noch einen zweiten Spaziergang durch alle Gärten machen. Es ist ganz leicht dämpfig, aber ich liebe das! Entweder duftet es nach Orangenblüten, nach Blumen, oder nach Outback. Letzteres geht in Richtung Harz, Eukalyptus, Erde und Teebaum.
Gestern und heute hab ich meine letzte Erde geholt, die ich bei meinem Freund und ehemaligen Nachbarn Giovanni in der Not zwischengelagert hatte. Damals hatten wir Ausgangssperre und ich musste sie nachts rüber schleppen, damit mir niemand dumm kommen kann. 144 Schubkarren bei Mondlicht.
Zum Glück hat Giovanni eine Rampe auf seiner Finca! Die konnte ich mit meinen Rollstuhlrampen kombinieren, um volle Schubkarren auf den Laster zu schieben. Es wäre eine Qual, wenn ich es eimerweise hoch schaufeln müsste. Auch beim Ausladen sind die Rampen ein großer Gamechanger und sie haben sich bereits vielfach ausgezahlt!Heute Morgen. Den Laster hatte ich bereits letzte Nacht randvoll gefüllt.Heute Morgen musste ich nur noch einen weiteren Laster voll Erde holen, der punkt 12:00 Uhr abgeladen war. Ab 13:00 Uhr kann man bei dem Wetter kaum mehr arbeiten! Gestern war es auch um 22:00 Uhr noch ziemlich warm!Teide am Morgen.Gestern Abend. Unsere treue Seele Geza kam noch kurz rüber um mir zu helfen. Der hat eigentlich selber richtig viel Arbeit!Reicht üppig! Nur noch verteilen.
Herrlich! Jetzt muss ich nur noch die Kiste zurückbringen und dann darf ich mit meinem Roller durch den Sommertraum flitzen.
Das geht auch noch ne Weile! Die gute Nachricht meiner Nachbarin war heute, dass ich am 23. und am 28. Juni große Feuer machen kann.
Heute verbrachte ich nochmal viele Stunden damit all die Dornen aus dem Baum zu wursteln! Die meisten Dornbüsche steckten mit ihren Wurzeln genau zwischen den Stämmen und teils unter den Wurzeln der Feige. Jedes Stöckchen bleibt beim wegwerfen an den Handschuhen oder am Hemd hängen und schlägt erbarmungslos zurück. Umso befriedigender wenn nach einer halben Stunde mal wieder ein uraltes Stämmchen mitsamt Wurzeln aus dem Boden kracht! Hinter der Feige ist der neue Garten von gestern.Mit dem Blick nach links könnt ihr zum ersten mal die Fortsetzung dieser Ebene sehen. Der Pfad geht noch einige Meter bis zur Grundstücksgrenze. Vielleicht nenne ich den Garten irgendwann Arena, weil es ein traumhafter Konzertplatz wäre! Das Publikum könnte sich auf drei Ebenen verteilen. Oben ist der Wald. Ein paar bunte Bühnenstrahler und… ach, ich freu mich auf meinen Strom, dann kann ich es euch bei Nacht fotografieren. Hab ja tolle Bühnenstrahler hier! Hier will ich auch einen großen Zeltplatz freihalten, weil man den Garten von der Straße aus nicht sehen kann.Aber auch „Arena“ weil es eher schlecht um die Feige steht, nach der ich den Garten darunter benannt hatte. Termiten!Zum Glück fressen die nur die ganz weichen Hölzer, was mir Alejandro vorgestern versichern konnte. Auch die besseren Stämme sehen schlecht aus. Schade, es wäre so ein schöner Schattenspender! Bleibt er auch noch für ein paar Jahre. Vielleicht pflanze ich auch hier noch ein paar Pinien und Zedern. Dann hätte ich irgendwann einen vierstöckigen Wald.
Die Dornen haben echt schon genug genervt! Darum hatte ich gar keine Geduld mehr für all die Drähte die überall an den Mauern hängen!
Die haben sie früher alle paar Meter in die alten Mauern geklemmt, damit sie daran ihre Bananen befestigen konnten. Am Anfang lies ich sie hängen, weil ich dachte, dass man sie vielleicht mal brauchen könnte. Aber oft hängen auch noch diese schwarzen Plastikschnüre dran. Und wenn man z.b. mit dem Rechen das Gestrüpp einsammelt, verhakt sich der Rechen überall. Als wäre man mit den Dornen und Kletten nicht schon genug gestraft!? 🙂Zum Glück hab ich mir damals eine tolle Knipex in den Wohnwagen gelegt! Damit machte ich erst mal einen Rundgang und fummelte alle Drähte raus, die ich sehen konnte. Eine Erlösung!Die tollen Zauberringe hab ich mal aufgehoben. Seht ihr? Drei Einzelne.Kette! Cool ge? 😀
Zum Glück hab ich den Humor nicht verloren, sonst hätte ich heut echt manchmal rumgeflucht! Verstehen die ja eh nicht! 😉 Die Mühe hat sich echt gelohnt, weil sich mein Garten-Feng-Sushi schon wieder verbessert hat! Kennt ihr nicht? Ja, ich benutze gerne Fremdwörter die ich selber nicht versteh. Nur um die Leute zu imprägnieren!
Es war zwar ein sehr schlechtes Spanisch, aber Spanisch!
Es war wie ein Krimi: Die Szene begann mit irgend einer Gewalt im Treppenhaus. Dann rief jemand durch die Tür, um dem jungen ängstlichen Polizisten dahinter eine letzte Chance zur Flucht zu geben. Was der auch tat. Als der junge Polizist später wieder von aussen an die Tür klopfte, sah er ein paar Schuhe verstreut rumliegen. Dann klopfte er immer wieder und wiederholte diesen Satz: „Como estas como Mustava?“ 😀 „Wie gehts dir wie Mustava?“ 🙂 Kann mich allerdings nicht mehr daran erinnern, ob der erste Teil auch auf Spanisch war. Es kommt mir jedenfalls so vor! 😉
Blick aus dem Orangengarten, vor der Arbeit.Aller Anfang…Wenn man den Gestrüppsammler erst mal auslegen kann gehts. Nicht mehr wegzudenken das Teil! In dem Bild kann man das Gestrüpp im Feigenbaum gut sehen. Alles Dornen, endlos!Danach rupfte ich stundenlang Dornengestrüpp aus dem Feigenbaum. Viele Stränge sind gut sechs Meter lang und peitschten nur so auf mich runter. 🙂 Die Terrasse hinter dem Feigenbaum ist auch schon abgeräumt. Dafür ist der Feigengarten wieder voll mit Dornengestrüpp. Vom Feigenbaum aus gesehen: Hab gar nicht damit gerechnet, dass dieser Pfad ein richtiger Garten ist. 🙂 Links unten wartet der zweite Teil vom Mangogarten. Zum ersten mal auf einen Blick: Links der Orangengarten, dahinter der Wald. In der Mitte der neue Garten und unten der FeigengartenSo sieht jetzt eine kleine Feuerstelle aus.
Der Anfang ist gemacht. Es sind schon Mengen an Gestrüpp die man wegschaffen muss, aber dann kommt fast immer ein sehr schöner Boden ans Licht.
Das restliche Gestrüpp lasse ich vorerst als Sichtschutz zu den Nachbarn stehen. Nicht damit die nicht reinsehen können, sondern weil es mir etwas unangenehm ist, wenn die mit ihren Kindern im Pool rumplanschen. Ich will ja deren Privatsphäre nicht stören!
Darüber hab ich heute auch mit Alejandro geredet, nachdem ich ihm den ganzen Garten zum ersten mal gezeigt hab. Er erzählte mir, dass er vor etwa 37 Jahren das letzte mal darin rumgerannt ist. Da war alles voll mit Bananen. 🙂 Ich sagte zu Alejandro, dass ich das Gefühl habe, dass der Steinhaufen hinter der Mauer nicht einfach nur ein Steinhaufen ist, sondern mit einer ganz besonderen Absicht errichtet wurde. Alejandro meinte, dass er sehr alt ist und, dass es vielleicht mit den Pyramiden im Süden zu tun hat. Auf Wikipedia steht auch, dass es von diesen Pyramiden viel mehr gab. Viele wurden nur als billiges Baumaterial abgetragen. Die sagen auch: Morras, Majanos, Molleros oder Paredones.
In diesem Sinne ist diese Rückwand eine Aussenmauer meiner Pyramide. 🙂 Die schönste Mauer geht links, hinter dem Gestrüpp, nochmal drei Meter nach unten. Die ist nur von meinen Nachbarn aus zu sehen. Oder von meiner neutralen Zone. Ein langer Grünstreifen auf der ersten Ebene, auf den ich noch nie einen Fuß gesetzt hab. Von oben sieht man diese „Pyramide“ ja auch. Die weiße Steinmauer in der Mitte mit den Farnen oben drauf. Genau dahinter ist der neue Garten.So ziehe ich das Gestrüpp aus dem Tal.
In genau zwei Wochen ist der große Feuertag: San Juan. Da darf ich den ganzen Tag zündeln. Erst ein großes Feuer, dann noch viele kleine im Tal. Hab ich heute entschieden. Dann kann ich alles trockene Zeugs voll rausrupfen und muss es vor allem nicht mehr rumschleppen. Danach hab ich alles vom Hals. Unglaublich! Ein Traum! 😀
Heute nutze ich das milde Wetter zum Aufräumen. Es geht endlich an die zweite und dritte Ebene.
Als erstes brauche ich einen Durchgang, über den ich nachher all das Gestrüpp hochziehen kann.Der Hügel über der Mauer gehört später zum Bonsaigarten. Er bekommt bald noch einige Palmen verpasst. Jetzt steige ich vor der Mauer ab.Vor wenigen Wochen konnte man nichtmal den Boden sehen.Drei Schritte weiter stehe ich vor einem alternativen Aufstieg, der früher auf mehrere alte Pfade geführt hat.Noch drei Schritte weiter, seht ihr die Mauer, die ich heute ausgegraben hab. Noch ein Stück weiter stehe ich vor ein paar Metern eingestürzter Mauer. Beim Blick zurück sieht man nicht mal mehr die Mauer mit dem ersten Abstieg. Diese knappen 20 Meter sollten für den neuen Mangogarten reichen. Links ist die Terrasse gut drei Meter breit und wird bis zur Mauer etwa sieben Meter breit.Von der eingestürzten Mauer knipse ich nun Richtung Feigengarten. Jetzt fällt mir erst auf, dass dieser etwas tiefer liegt. Bisher konnte ich das nie zusammenhängend sehen.
Jetzt muss ich mich mit all dem Gestrüpp beeilen, denn bald schon ist der große Feuertag, an dem die ganze Insel gleichzeitig den ganzen Mist verbrennt.
Hier sind ein paar Eindrücke von meiner morgentlichen Laufrunde:
Am Horizont sieht man den Leuchtturm vom Ostenende. Das Wasser spiegelt mehr Farben als die Kamera aufnehmen kann.Während meiner ersten Runden geht die Sonne auf.Es ist schön, warm, mystisch……es riecht nach Meer……und es rauscht.
Davor und danach laufe ich Barfuss den Berg hoch- und runter. Schöner kann ein Tag kaum beginnen!