Frühaufsteher

Heute stand ich bereits um 6:15 Uhr auf und fühlte mich wie ein Held! 😀
Bei euch daheim ist es da bereits 7:15 Uhr und schon seit Stunden hell. Bei uns ist es aber um die Zeit noch stockfinster. Als ich eine halbe Stunde später barfuss den Berg runter lief war gerade mal das erste Morgenrot zu sehen. Bei meinen ersten Runden ging die Sonne auf und es war herrlich! Nach dem Laufen ging ich erst mal eine Runde Gießen und stellte fest, dass das die schönsten Stunden des Tages sind! Zwei Palmen hab ich auch gleich in den Orangengarten gepflanzt. Jetzt stehen dort drei kleine Fiederpalmen. Die erste, die ich vor gut zwei Wochen in den Boden gesetzt hab, wächst schon sichtbar schneller. Generell wachsen Palmen aber eher langsam.
Das nächste mal nehme ich die Kamera mit. Heute hab ich nur Bilder vom letzten Sonnenuntergang.

Das Meer war wild, aber von hier oben sieht alles aus wie Spielzeug.
Bei La Palma hat es wieder geregnet. Die haben an der Ostküste ganz viel Regen und es ist ein richtig grüner Djungel.
Rechts über dem Atlantik regnet es auch. Ich beobachte es sehnsüchtig! 🙂

Achja, gestern war ich mit Chris und Deby im Süden um für Mike, einem guten Freund, Autos zu testen. Bin mit fetten Jeeps rumgefahren und es war echt ein Spaß! Es war auch schön mal wieder durch unsere kleine abwechslungsreiche Welt zu fahren!

Kakteen

Eben haben Isabel und ich unsere Kakteen von Lorenzo`s Kakteenfarm abgeholt.

Neben dem fetten Orangenbaum sehen die richtig klein aus, aber das sind teils schon mächtige Brocken! Manche sind sie unglaublich schwer! Wenn man davor steht sehen die wirklich sehr beeindruckend aus.

Der Hügel hinter dem Steingarten wird teilweise zum Kakteengarten. Dort stehen sie dann in schwarzem Pikon, wodurch die Farben noch leuchtender rauskommen werden. Spannend wird ja auch in welchen Farben und Formen die jeweils blühen. Manche sah ich hier schon ein bis drei Meter hoch und unglaublich fett.

„Sitz der Schwiegermutter“ 🙂
Viererpack. Die werden noch getrennt.
Der mit den Riesenstacheln wirkt fast schon hypnotisch.
Vor allem von oben. 🙂
Der lebende Stein wuchs hier zufällig.

Unterstützung

Wenn ich mir vorstelle, dass ich hier als Eigenbrödler niemanden kennengelernt hätte, dann würde hier glaub gar nichts laufen! Was hier alles schief gehen kann… als ungeduldiger Mensch hätte man hier auch weniger Spaß! Zum Glück helfen mir viele Freunde „Knoten für Knoten“ zu lösen, fahren mich auch mal, oder leihen mir ein Auto, packen mal mit an usw… Vor allem Isabel und Geza helfen mir dabei Lücken, wie z.b. eine Dusche, oder gelegentlich eine Waschmaschine, zu überbrücken. Rositha, die Frau von meinem lieben Freund und Nachbar Manuel, übernimmt jetzt Verhandlungen für meinen Strom und Wasseranschluß. Genial! Voraussichtlich komme ich sehr günstig an all die wichtigen Anschlüsse, aber man braucht, wie gesagt, Geduld!
Zum Glück hab ich mich am Abend nochmal aufgerafft einen kleinen Spaziergang zu machen!

Inzwischen schau ich immer öfter sehnsüchtig auf die Wolken und wünsche sie mir ins Tal. 🙂 Gestern hat es mal getröpfelt. Sehr oft ist die Regengrenze nichtmal 100 Meter weiter oben. Und damit meine ich nicht die Höhenmeter! Naja, im Winter freut man sich darüber.
Auf dem Bild steht der Wohnwagen ganz links unter dem grünen Haus.
Der Klang, der Geruch… Um diese Zeit sieht man die vielen Schichten Vulkangestein sehr schön. Ich sitz auf einem abgekühlten Feuerberg.
La Palma am Horizont.
Mich faszinieren die vielen Licht und Farbfacetten, die vor dem Horizont auf dem Meer spiegeln. Lässt sich kaum festhalten.
Blick nach rechts: Seht mal die Farben. Ich lasse die Bilder extra unbearbeitet, damit es möglichst authentisch aussieht. Im Tal seht ihr die schöne Villa Punta, von Edith und Lorenzo. Kann man schöne Appartements mieten! 😉 Rechts davon ist ein buntes Feld voller Kakteen. Sehr bald werde ich euch eine tolle Sammlung davon vorstellen!
Noch ein Blick zurück…
…dann fiel mir das süße Kätzchen vom letzten mal auf, das mir eine Weile gefolgt ist. 🙂

Noch mehr Palmen

Gestern war ich gleich nochmal Palmensetzlinge ausstechen. Es war ein richtig harter Job und das erste mal seit langem, dass ich davon eine ganz üble Blase an der Handfläche habe! Gruselbilder erspare ich euch! Doch es hat sich gelohnt!

Insgesamt komme ich damit auf über 80 Setzlinge, wovon viele noch ihren Samen im Wurzelwerk haben. Von den anderen könnten erfahrungsgemäss schnell mal 90 % sterben.
Der Sommer macht die ganze AKtion nicht leichter. Also drückt mir die Daumen!
So werden die Blätter später mal aussehen. Wobei das auch noch eine kleine Palme ist, die sich gerade erst vom Umzug erholt. In dieser Größe kostet eine etwa 60 €.

Apropo`s Kosten: Eben hab ich ne Packung Ibuprofen geholt. 40 Tabletten a 600 mg. für 1,89 €. Konnte es gar nicht glauben! Hier spare ich auch so täglich viel Geld!

Mehr von Allem

Das Glück begann schon am Morgen! Auf dem Heimweg von meiner Laufrunde machte ich einen kleinen Stop bei Edith um mein Bonsai-Buch zu holen. Weil bei Edith und Lorenzo so viele schöne Palmen stehen, fragte ich Edith nach Samen. Dann zeigte sie auf eine meiner Lieblingspalmen und meinte, dass die sich andauernd selber aussamt und sie manchmal sogar Setzlinge aus dem Boden ziehen muss. Dort durfte ich gleich ein paar Babys ausgraben und morgen noch viel mehr!

Die meisten haben noch den Samen dran aus dem sie noch eine Weile Kraft zehren.
Bald verteile ich sie direkt im Palmengarten und setze sie gleich in den Boden.

Schon im ersten Winter suchte ich nach Ficus mit kleinen Blättern, die sich zum gestalten von Bonsais eignen. Es gab aber all die Jahre keine normalen zu kaufen, sondern nur so geflochtene Stämme und so Deko-Zeugs. Heute fand ich endlich ein paar!

Für 3,80 € gab es solche Töpfe, die ich nun nach und nach ins Wasser stelle um die Wurzeln aufzuweichen. Dann fummel ich mit viel Geduld die Wurzeln auseinander.
Solche Mehrfachstämme mit ungünstigem Winkel und eigenen Wurzeln schneide ich auseinander und mache einzelne Bäumchen daraus. Für Single-Bonsais taugen die einseitigen Wurzeln nichts, aber man kann die fehlenden Wurzeln später mit einer Technik nachzüchten. Oder ich arrangiere mit diesen Kandidaten kleine Wälder.
Auch das sind jetzt zwei Bäumchen.
Aus dem ersten Töpfchen konnte ich vier rausholen.
Aus dem zweiten sechs. Die bleiben zur Kontrolle noch ne Weile im Töpfchen, dann setze ich sie direkt einzeln in den Boden, damit sie in der Erde ein bis zwei Jahre schnell wachsen können. Spätestens nach zwei Jahren muss ich sie ausstechen und wieder einsetzen, wahlweise in den Boden, in Töpfe und später in Schalen.

Mit den ersten zwei Töpfen kam ich also auf einen Stückpreis von unter 80 Cent. Das freut mich unendlich, denn aus den Samen kam bisher nicht viel und ich fand es in letzter Zeit echt traurig, dass ich hier ums verrecken keine zu kaufen finden konnte! Dabei suchte ich über drei Winter in jeder Gärtnerei und in jedem Laden!
Aber jetzt kommt das Beste: Seht mal was mir Isabel für einen schönen Baumfarn nachträglich zum Geburtstag geschenkt hat!

Ein Baumfarn ist für mich ein ganz alter Wunschtraum! Er wird den vorderen Wald verzaubern!

Schöne Heimkehr

Ein Highlight war schon meine Laufrunde am Morgen! Endlich kann ich wieder davon berichten, dass ich wieder absolut schmerzfrei für eine lange Zeit Rennen kann! Nach der langen Laufpause hätte ich vielleicht nicht gleich den Berg runter rennen sollen! 🙂 Kleine Abstecher an die Küste und barfuss nach Hause laufen machen das Glück perfekt!
Als ich Zuhause ankam, empfing mich mein Nachbar Jabier mit einem Kistchen Pfirsiche. Dieselben, von denen er mir bereits sechs Bäumchen schenkte. Wir unterhalten uns jedes mal angeregt und müssen uns echt irgendwann losreissen! Dass ich mit seinem netten Sohn Englisch reden kann macht die Sache perfekt! Dann kam noch einer unseren ältesten Nachbarn dazu und wir freuten uns echt sehr, dass wir uns mal wieder sahen! Er sah die drei Physalis, die ich zwischendurch Jabier gebracht hab und sagte die seien super gegen Diabetes und mehr… Dann sahen wir aus der Ferne Delfine oder Thunfische im Meer rum platschern! 🙂 Auf meinem Hügel bin ich so weit vom Wohnwagen entfernt, dass ich die Person, die gerade bei mir rumlief, kaum erkennen konnte. Eigentlich wusste ich nur wegen der Schubkarre, dass es Manuel sein muss. Manuel schmückte mein morgentliches Glück noch mit neuen Pflanzen aus:

Das soll irgend eine tropische Frucht sein, die wächst wie Ananas.
Noch eine Maracuja. Hoffentlich eine rote. Ich liebe alle, aber die rote fehlt noch.
Noch eine Palme, was mich ganz besonders freut! Und ein Kaktus für den Kakteengarten. Kakteen bekomme ich bald eine spektakuläre bunte Sammlung!

Palm-Früchte mit Samen

Die Freude war groß, als ich heute auf dem Heimweg den Boden voller Früchte sah! Genau diese suche ich seit langem!

Ein übles Gepuhle, aber dann hab ich 139 Samen, die aussehen wie kleine Kokosnüsse.
Hier steht eine Erwachsene. Die hat leider kaum Erdreich, sonst sind sie meistens noch viel prächtiger!

Von denen kann man jedenfalls nie genug haben! Man kann sie auch mal enger setzen und ganze Palmenwälder pflanzen. Sie sind nicht so dominant und lassen auch noch etwas Licht durch. Und sie stehen nicht unter Naturschutz, wie die Kanarischen.

Mein Anschluß

Leute, diese Teile für meinen Wasseranschluss hätte ich eigentlich an dem Montag des Lockdowns geliefert bekommen sollen. Auch danach hat sich nichts gerührt! Telefon, E-mails, immer wieder, aber es hat einfach nichts gebracht! Da ging nichts, gar nichts! 🙂 Dafür ist es ein Insider mit absolut unschagbaren Preisen! Chris fuhr mit mir heute dort hin und wir stopften den Bus mit allen nötigen Dingen voll.

Das blaue ist der Anschluss für die Zuleitung, die zum Glück am oberen Ende meines Grundstücks vorbei läuft. Ein Hahn und ein halber Syphon, damit der Zähler nicht läuft, falls mal nur Luft kommen sollte.
Der Zähler.
Die Meisten benutzen generell 63 mm. als Hauptleitung, aber wofür? Ich werde ja kein ganzes Feld voller Gemüse bewässern und auch keine Bananen, im Gegenteil!
Mein System wird das Wasser langsam mit Tropfschläuchen direkt unter die Oberfläche impfen, was viel sparsamer und besser für die Pflanzen ist. Ausserdem hab ich viele kleine Gärten, die nicht unbedingt auf einmal bewässert werden müssen. Meine 40 mm Leitung lässt sich besser verlegen und fällt auch weniger auf! Und vor allem spare ich auf 100 m. an die 270 €.
Mit T – Stücken und je einem eigenen Ventil, schließe ich bei jedem Beet diese 32 mm Leitungen an. In diese kann man direkt Löcher bohren und kleine leichte 16 mm Schläuche anschliessen. Letztere müssen an den Pflanzen vorbei laufen. Dort werden dann die ganz kleinen Tropfschläuche verlegt.
Wahrscheinlich kann ich mit den Ventilen die Höhenunterschiede ausgleichen. Dann könnte ich die Hauptleitung mit meiner Schaltuhr komplett automatisieren.

Das Ziel ist es langsamer aber dafür länger und tief in die Erde zu bewässern. Dann kann die Erde das Wasser in aller Ruhe aufnehmen und es sickert auch tiefer. Die Wurzeln folgen dem Wasser und man muss nicht mehr so oft Gießen. Bei mir wird es ja immer mehr Zonen mit Unkrautfolie geben, die mit schwarzem Pikon abgedeckt werden. Später will ich auch manche Bereiche mit schwarzem Lavasand abdecken. Dann hat das Unkraut kaum Chancen und ich spare mir viel Arbeit! Hier schütten die meisten das Gießwasser auf den heißen Pikon. Bis da mal was absickert und durch die Anti-Unkrautfolie dringt, ist schon die Hälfte verdunstet! Die ersten Erfahrungen mit meiner aktuellen Bewässerung, die den ersten Bereich direkt in die Erde gießt, übertreffen ja alle Erwartungen! Man kann die Pflanzen nur so verwöhnen und braucht echt kaum Wasser! Im Tal muss ich viele Pflanzen mit der Kanne gießen und dafür brauche ich inzwischen mehr Wasser als für meine komplette Bewässerung. Bis jetzt muss ich ja provisorisch meine kleinen Tanks füllen, darum wird der neue Anschluß eine ganz große Erlösung die hier alles ändern wird. Endlich! Jetzt kommt die nächste Hürde, der Anschluß und Vertrag fürs eigene Fincawasser. Das und der Strom werden natürlich mein Grundstück deutlich aufwerten!

Plötzlich…

…kommt alles auf einmal! Angefangen bei den Zauberbohnen, von denen ich gestern berichtet hab. Nach 45 Tagen kamen alle auf einmal! 12 dominante Riesenpalmen machen mich ein wenig nervös! 🙂 Solange ich sie im Topf lasse ist es kein Problem! Nur sobald man sie in den Boden setzt, stehen sie unter Naturschutz. Auf der anderen Seite sind sie einfach prächtig und traumhaft schön! Ab 8 – 10 Jahren bilden sie riesen Dächer.

Dann bekam ich von Geza ein halbes Dutzend dieser schönen Bleiwurz. Ganz tolle Büsche! Wachsen wie Unkraut und sind sehr unproblematisch. Perfekt für den Park!
Deby schenkte mir diese riesen Aloe Vera. Die steht jetzt gemeinsam mit den Stengeln in dem Dreieck vor dem Wald. Dort können sie sich um die Wette breit machen. Rechts in der Plastikflasche hab ich noch eine Mornig Glory dazu gesetzt. Allesamt kommen, wenn sie erst mal richtig eingewurzelt haben, ohne Gießen aus.
Noch ne Rose von Deby und links ein Stengel der irgendwann blühen soll. 🙂 Links oben Zitronengras. Und das da unten? Auch irgend ein Zeugs das irgendwann blüht. 🙂 Weiss gar nicht wohin damit! 😀

Eigentlich wollte ich eh was ganz anderes machen! 🙂 Die Tage ist es echt heiss! Ohne Zeifel ein Sommertraum-Badewetter, aber eigentlich nie unangenehm drückend. Nur wenn du in der Sonne arbeiten musst wirds echt heftig! Nach der Siesta sitze ich gerne im Wald und schiebe meine Pinien hin und her, bis alle 23 ihre Plätze gefunden haben. 🙂