Yo tengo!

Ich habs!

Stellt euch erst mal vor, ihr hättet Jahre eures Lebens wegen einem dummgesoffenen Narzisten verloren und müsstet nochmal komplett von Vorne anfangen. Erst läuft alles traumhaft gut, doch dann bleibt einen Tag vor dem Notartermin die Welt stehen! Schon wieder dieses Gefühl auf Sand gebaut zu haben. Wegen dem Zeitverlust hatte ich keine andere Wahl und auf meine seriösen Partner kann ich mich ja diesmal verlassen! Doch die ganze Welt bleibt stehen und ich kann das Vacuum vor dem „Knall“ schon spüren. Man sagt mir es gibt keine Ausnahmen und ich müsse warten. Damit konnte ich mich nicht abfinden! Ich glaube niemanden, nichts mehr, Medienscheiß… aber konnte mir eher vorstellen, dass das Geld bis zum Notartermin vielleicht gar nicht mehr den Wert hat und mir diesmal wegen höherer Gewalt der ganze Laden um die Ohren fliegt. Wie schicksalhaft! Beruflich ist das ja vorerst schon passiert! Aber davor hab ich keine Angst! Ich schaff das immer mit Leichtigkeit auf die Füße zu fallen! Es gibt so viele tolle Freunde hier und dann sah ich ein Bild von Fabienne. Eine herzerwärmende Persönlichkeit aus der Schweiz, die es mit ihrem Immobilienunternehmen „Ziel-Immobilien“ einfach drauf hat! Ich fragte sie, ob sie keinen kreativen Notar kennt, der eine Lösung wegen der Ausgangssperre hat? Normal bekommt man ohne Haus keine Dringlichkeitsbescheinigung, doch ich habe sie! Normal bekommt man keine Ausnahmegenehmigung, doch ich habe sie! Vielen herzlichen Dank liebe Fabienne! Meine zauberhafte Übersetzerin! Fabienne wird jetzt meine Schülerin und ich werde sie zum Dank spieltechnisch die „Treppen“ hoch schubsen! 😊

Mein Dank geht aber auch an Maria, von Osner Inmobiliaria, die letztendlich den Verkauf abgewickelt hat.

Kurz gesagt, seit heute Mittag bin ich notariell im Grundbuch eingetragen, die Finca ist bezahlt und sie gehört mir! 🙂

Herzlichen Dank liebe Freunde! Fürs Daumen drücken! Für den Rückenwind! Für die Treue! Fürs Glauben und Hoffnung spenden! Fürs mitleiden und mitdenken!  Für die Liebe! Noch ein extra dickes Dankeschön für meine treuen urlaubsvertretenden Unterstützer Taos und Sancho! Ihr seid die Besten!

Danke Familie, danke Martin! Danke Santiago! Danke danke Isabel, danke danke danke Geza! Danke Chris & Deby! Ein extra großes Dankeschön an Mike, der ebenfalls für mich gekämpft hat bis er fast zusammen brach! Fast ist fast untertrieben! Danke Dori, danke Corinamaus! Ihr seid teils weit weg, aber eure Liebe trägt mich!

Danke!

Stefan

Blume des Tages

 

Meine Saftorange. Schade, dass ihr den betörend und erfrischenden Duft übers Bild nicht wahrnehmen könnt!

Am Wochenende lege ich mit ihm den Grundstein zum Orangengarten. Der wird vor dem Wald liegen und wenn meine Berechnungen stimmen, wird es den Duft direkt in den Wald tragen. 🙂

Maracujas

Heute bekam ich schon wieder ein paar dankbare Pflanzen geschenkt.

Das ist diese seltene Passionsblume, mit dem silbernen Inhalt, der eher nach Kiwi mit leichtem Birnenaroma schmeckt.
Das ist eine Parchita, also eine gelbe Sorte, die ich gleich zu meiner Alten gestellt hab. Diese kämpft immer noch, aber kommt wahrscheinlich bald über den Berg.

Wie ihr seht haben alle schon eine automatische Bewässerung. Beim graben der Löcher sah ich, dass die Feuchtigkeit sich schön tief im Erdreich verteilt. Die Physalis bekamen gleich mal einen Schatten, damit sie sich erst mal erholen können. Dafür bekamen sie auch eine spendable Gruppenbewässerung.

Das ist eine Drehdüse, mit der man das Wasser meterweit verteilen könnte. Ich habs kurz etwas mit dem Plastikbecher gebündelt.

Polizei

Bereits heut Vormittag knatterte ein Polizeimotorrad bei mir aufs Gelände. Er kam um zu kontrollieren ob ich auch meine Mauern schön gelegt habe. Ach, hab ich noch gar nicht erzählt? Ich hab die Finca von einem Polizisten gekauft und wir sind mittlerweile Freunde. Hier kenne ich eh mehr Polizisten als in Deutschland! Manchmal muss ich nur drei Türen weiter gehen und kann schon mit dem nächsten rumwitzeln. 🙂 Wirklich sehr nett!

Apropo’s Glück

Liebe Freunde, drückt mir Morgen, also am Freitag bitte die Daumen bis sie euch weh tun! Mit etwas Glück hab ich euch am späten Nachmittag vielleicht ganz tolle Neuigkeiten. Danke!

GLück hab ich ja täglich! Z.b. werde ich täglich von Isabel bekocht und verwöhnt! Eben gabs lecker Lachs… wenn ich zu mir rüber sehe, sehe ich als erstes die Amsel, die immer noch voll auf ihrem Ast abgeht. 🙂 wenn ihr das Bild größer macht seht ihr sie in der Mitte vor dem Wasser.

Palmeritas

Wie schön, es sind sogar 10 Minipalmen. Hab sie eben fein versorgt. Mit vielen Lavasteinchen, damit die Erde nicht mehr so schwer ist und das Wasser besser ablaufen kann.

Daneben stehen noch 11 kleine Physalis. Die mit den kleinsten Wurzeln bleiben noch im Schatten, die andere Hälfte hab ich eben frei gelassen. 🙂

Und glaubt ihr das? Gerade war ich fertig und es begann zu regnen. Wisst ihr wie unwahrscheinlich das ist?
Hier seht ihr meine zwei Freunde, Amsel und „Bibberle“ auf einem Ast. 😊 Hier wohnen sie und so zwitschern sie mir den ganzen Tag die Ohren voll. 🙂

Los Sonidos

„Die Klänge“ sind bezaubernd! Tagsüber dominieren die Amseln, Tauben und Falken, aber fast täglich kommen auch die Papageien vorbei und schreien mir das Ohr voll. Sie sind sehr scheu und machen immer weite Runden, daher will ich sie mit der Kamera gar nicht mehr stören. Da bräuchte man eh ein Teleobjektiv. Im Hintergrund hört man auch oft das Wasser plätschern, wenn sie ihre großen Tanks füllen. Es gibt aber noch eine Vielzahl an weiteren Tierlauten. Manchmal höre ich welche rumschreien, die klingen wie Nymphensittiche. Doch am rührendsten finde ich die ganz winzigen Hüpfer.

Über dem gelben Punkt sitzt einer.

Meistens wedeln sie ganz aufgeregt mit ihrem Schwänzchen, während sie nur ganz zart „tsip tsip tsip“ daher zwitschern. Manchmal fliegen sie kurzzeitig wie Kolibries und zupfen jede einzelne weiße Fliege von meinen Orangenbäumen. Ist das nicht nett? Bisher waren die weißen Fliegen das nervigste Schädlingsproblem. Wenn ich grinsend dabei zusehe fliegt das Vögelchen manchmal ne kleine Runde um mich herum. Eben machte es einen akrobatischen Haken nach oben und schnappte noch schnell eine Fliege auf dem Weg. Meisen schimpfen öfter mal, wenn ich im Wald arbeite. So hübsche Spitzköpfe, die aussehen wie Eisvögel, sieht man auch gelegentlich. Große Reiher und gelegentlich hört man die Möven aus der Ferne, oder weit oben in den Lüften. Schwalben hats auch massig! Und Bienen, manchmal summt es nur noch! Tagsüber hört man auch oft Eidechsen am streiten. Das klingt wie eine winzige „Muppets Show“. Abends werden alle von den Fröschen und Grillen abgelöst. Nachts kommen die Fledermäuse und jagen die Stechmücken, die eh total harmlos sind. Das ist alles sehr unterhaltsam und beruhigend zugleich!

Physalis

Oder Kapstachelbeere, Lampionblume, Andenbeere oder Blasenkirschen. Sucht euch einen Namen aus.

Von dieser bekam ich ein knappes Dutzend Pflänzchen.

Ich liebe sie und denke man kann gar nicht genug von diesen Nachtschattengewächsen haben!

Das Beste ist, dass die Früchte alle einzeln verpackt sind. Diese hier sind etwa doppelt so groß, als sämtliche, die ich bisher auf der Insel gesehen hab.

Königspalmen

Seht mal was ich heute für ein tolles Geschenk bekam:

Das sind neun Königspalmen, die Santi aus Samen gezogen hat. Einen Samen hatte ich selber mal gefunden und gesetzt. Der sah aus wie eine winzige, längliche Kokosnuss.
Hier steht ein erwachsenes Exemplar bei Isabel. Die steht aber nur in so einer kleinen Steinterrasse, sonst wäre sie sicher größer und grüner.

Diese Palme wird auch gerne in Städten wie Puerto de la Cruz für Alleen eingesetzt. Wahrscheinlich weil sie so dankbar sind. Sie wachsen schnell, brauchen wie die meisten Palmen nur ganz wenig Wasser, sind pflegeleicht und machen auch relativ wenig Sauerei. Hoffentlich bringe ich alle neun, vorerst in Töpfen, gut durch, dann kann ich gemeinsam mit den Yukkas einen kleinen Palmenwald arrangieren.