Abschluss, Teil 1

Damit mein Hibiskus in der heissen Sonne nicht verbrennt, hab ich heute einen Flies besorgt und einen runden Sack daraus genäht. Darum werdet ihr in den folgenden Bildern manchmal dieses „Gespenst“ sehen.


Unter anderem hab ich heute den ersten Anti-Unkrautflies hinter der Mauer verlegt, damit ich den ersten Teil oben endlich mit ein paar Eimern schwarzen Pikon abschliessen kann.

Zum fotografieren hab ich heute mal alles nass gespritzt. Damit es in allen Farben zu leuchten anfängt.

Ich weiß, vorher hab ich euch täglich Gestrüpp gezeigt, jetzt sind es Steine. 😀 Ich hoffe es gefällt euch trotzdem wie sich die Dinge entwickeln!




Jetzt weiter unten. 🙂

Die Unterschiede sind echt krass!


Folgendes Bild ist etwas dunkel, weil ich mehr auf den Teide fokusiert hab.


Und noch ein paar Nahaufnahmen:


Bei der Siesta war es so heiss, dass ich mich ins Vorzelt verzog. Wenn ich mit zwei Klammern das Tuch öffne, hab ich derzeit diesen Blick.

Schatzsuche

Heute nutzte ich den Tag nur für Dinge die mir am liebsten sind: Steine schleppen.  😀  Zuerst suchte ich in meinem Park nach ein paar ganz besonderen Exemplaren, mit denen ich meine Mauer oben abschliessen will.

Dort fand ich auch wunderschönes Totholz mit dem ich im Garten ein paar Akzente setzen werde.
So zum Beispiel.
Seht euch mal diese wunderschöne Mauer an.
Alles voll mit einer vielzahl an Flechten und Moosen. Das Besondere ist, dass diese Stelle den ganzen Tag Sonne bekommt. Darum wollte ich mit diesen Sorten die Mauer oben abschliessen. Je weiter unten, desto lichtempfindlicher sind die Farne und Moose.
Für mich ist das sowas wie eine Schatztruhe! 🙂
Und es gibt noch viel mehr schöne Mauern zu entdecken.
Jeder Stein eine Welt für sich! Ist das nicht schön?

Jetzt geht es schnell los zum Abschiedsessen von Mike, der für eine Weile nach Deutschland fliegen wird.

Ein traumhafter Tag!

Heute Morgen flitzte ich zu Pia, einer bekannten Künstlerin im nächsten Tal. Auf Facebook schrieb sie gestern ganz traurig, dass ihre Papierstanzmaschine kaputt ging. Ich dacht nur: „Maschine… hier!“  🙂 Dann bot ich ihr an mir das Teil heute mal anzusehen.
Zerlegt war klar, dass ein neues Kugellager her muss, das wir schon im dritten Ladengeschäft gefunden hatten. Kurz darauf funktionierte das tolle Gerät wieder und Pia war überglücklich. 🙂

Als ich zurück kam, wurde ich bereits von meinen Freunden gesucht, weil sie bei Isabel meinen Geldbeutel gefunden haben, den ich noch gar nicht vermisst hatte. Aber das Beste kommt noch: Mein Paket kam nach drei Monaten Odysee endlich an! 😀 Jetzt kann ich die Musikmaschine perfektionieren und mich doch noch bei einem sehr wichtigen Interessenten präsentieren! Und die Sim-Karte für mein neues Handy kam auch.

Letzte Nacht, oder spätestens heute Morgen, war es Zeit den LKW zurück zu geben und ich wusste noch nicht wie ich aus Puerto zurück kommen sollte. Freunde hatten entweder gerade kein Auto, oder keinen Empfang.
Dann sprang Isabel als Heldin der Nacht ein! Sie begleitete mich noch am späten Abend mit ihrem Auto, um gemeinsam den LKW nach Puerto zu fahren. Zusammen fuhren wir wieder heim. Es war sehr lustig und somit war ich die Kiste schon wieder los.
Heute war mein freier Tag und ich genoß es wie einen großartigen Urlaubstag.
Erst bereitete ich mir ein Vorzelt vor dem Vorzelt vor und schuf mir, nach allen Feng Shui Regeln, eine schöne Privatsphäre.  🙂  Nachdem mich Isabel lecker bekocht hatte, musste ich nur noch in meinen schönen Steingarten und konnte endlich unter meinen Palmen alle Hüllen fallen lassen. Ich hab vor Freude getanzt! 😀

Unter dem Bettuch lag eine schweizer Isomatte, die keine Wünsche offen lässt. Morgen lege ich eine zweite drauf und stelle mir noch die Boseboxen als Edelbeschallung dazu.
An einer Stelle goß ich noch kurz den Steingarten und legte mich daneben. Jetzt konnte ich in aller Ruhe und aus nächster Nähe diesen schönen Mikrokosmos, während des Sonnens, ansehen. Es ist eine kleine Welt die mir nie langweilig werden wird!

Man liegt in der heißen Sonne und kann seinen Kopf in den kühlen Schatten der Mauer legen. Frisch befeuchtet duftet es nach Erde und Wald. Herrlich!
Man fühlt sich in dem Erdwall richtig geborgen und sollte man je einschlafen, dreht sich der Schatten immer mehr in die Fläche.

Zwischendurch kann ich mich auch nackig auf dem Stuhl tummeln und hab den perfekten Tisch an meiner Seite.
Dann sehe ich die Eukalyptusbäume in der Ferne, die unseren oberen Weg zieren. Von da oben zeige ich später auch noch Bilder. Manchmal muss ich schmunzeln, denn die Nachbarn in dem Haus da oben sind sehr sympathisch!
Wenn ich auf dem Boden liege, sehe ich den makellos blauen Himmel und bin windgeschützt. Na? Unter den Palmen! Was will man mehr?
Noch eins, weil es so schön ist!
Die selbe Stelle von oben.
Hier noch mal die komplette Palmenfamilie.

Dann hüpfte ich endlich mal wieder auf den Roller und flitzte bei fast 30°C. den Berg hoch.

So sieht es aus, wenn man den Nachbarweg runter kommt, der an meinem oberen Ende vorbei läuft. Der weiße Fleck, links von der Plantage da unten, ist mein Wohnwagen. Vor uns der erste Eukalyptus den man von unten sieht.
Von hier aus gesehen ahnt man nichtmal, dass dort so ein schöner Steingarten „versteckt“ liegt.
Noch wirkt der Garten von hier oben etwas zwei dimensional, aber die Rückseite vom Hügel wird erst noch verbreitert, bevor weitere Pflanzen dazu kommen. Unten verschwindet schon die zweite Hälfte von meinem Park im Schatten. Nur falls man mal zu viel Sonne abbekommen hat.  🙂

Wieder zurück nach unten.

Zwischen den Orangen steht jetzt eine Maracuja. Die musste meterweise zurück geschnitten werden, damit sie den Umzug übersteht. Die Maracujas bekommen noch eigene Pfosten mit gespannten Drähten. Wenn sie darüber hinaus wachsen, können wir sie ebenfalls bei meinen lieben Nachbarn über den Zaun hängen lassen. Deren Maracujas hängen ja auch bei mir.
Ganz links, der helle Stengel ist mein Avocado, der sich super getarnt hat. 🙂 Dahinter im Eck steht meine Nispero, die schnell wachsen und interessante Früchte tragen wird. Rechts davon lehnt meine große Bouganville an der Mauer, von der ich sicher 8m. Blütenpracht abgeschnitten hab. Sie wird den Zaun bald verschwinden lassen. Rechts davon steht noch ne kleine Bouganville, die nach drei Jahren endlich aus ihrem Topf durfte. Die kleine wird ganz dunkelrot blühen und gefällt mir farblich am besten. An der Wand steht seit heute noch ein Fensterblatt, den man vielleicht als Topfpflanze kennt. Hier macht auch diese Pflanze leckere Früchte.
Zwischen den Palmen steht seit heute Mittag auch eine schöne Aloe-Vera, die sich schon ganz schön breit macht. Das war auch eine meiner ersten Pflanzen hier.

Das war mein Megablög für heute. 🙂

Tag 6…

…mit LKW. Heute machte ich nur zwei Fuhren, weil es etwas mehr Arbeit gemacht hat die Pflanzen zu versorgen. Z.B. den Avocado-Baum, der zu den problematischeren Kandidaten gehört, was mögliche Wurzelschäden angeht. Hoffentlich überlebt er es!

Letztes Jahr hingen die ersten zwei Früchte dran und dieses Jahr bereits acht. Die hab ich allerdings abgeschnitten, damit sie dem Baum nach dem Stress keine Kraft mehr zehren. Jetzt muss er sich wahrscheinlich erst mal ein Jahr erholen, könnte dann aber, wenn alles gut läuft, danach größere Mengen abwerfen.

Damit die Erde nicht ständig wegrutscht musste ich zwischendurch wieder mehr Steine auf die Mauer legen. 20 – 40 cm kommen noch oben drauf.

Jetzt kann man mit einem kleinen Tisch und zwei Stühlen hinter dem Steingarten sitzen und ist von der Straße aus nicht mehr zu sehen. Wenn ich das Vorzelt vorne öffne, ist es ein perfekter Platz für Konzerte! Dann ginge die Musik Richtung Bananen und das bisschen was noch zu den Nachbarn streut wird von dem Steingarten abgeschirmt. Ausserdem hat er einen starken diffuser Effekt, was für die Akustik genial ist!
Jetzt ist die kleine Palmenfamilie wieder komplett. Durch die verschiedenen Ebenen wirken sie viel tiefer! Die Palmen wirken wie Gardinen. Man sieht durch, aber aus der Ferne erkennt man keine Details mehr dahinter. Schön wieder zu hören wie der Wind durch die Blätter streift! Die großen klingen holziger und die kleinen surren ganz fein.

Das Wetter war die Tage zum arbeiten angenehm kühl, abgesehen von dem nervigen Wind im Nachbartal. Hier gefällts mir inzwischen viel besser! Es ist stiller, obwohl die Vögel zwitschern wie in einem Park. Ab morgen wird es wärmer und am Montag wird endlich der Traum einer wichtigen Zwischenetappe wahr:
Dann kann ich unter meinen Palmen in der Sonne liegen!  🙂

Wind und Staub

Heute haben wir wieder vier große Ladungen Erde gebracht und gleich versorgt. Morgens mit Mike und mittags mit Geza. Die Beiden opfern sich echt für mich auf! Ich weiss gar nicht wie ich das meinen treuen Freunden jemals wieder gutmachen kann!
Jetzt stehen schon meine Lieblingspalmen und zwei kleine Exemplare meiner Palmenfamilie. Ein Orangenbaum und mehr. Zum fotografieren war es schon zu dunkel, aber als ich in den Spiegel sah musste ich laut loslachen! 🙂

Der Wind hat uns den Staub ständig ins Gesicht gefetzt! Zum Glück ist es im neuen Garten nicht mehr so windig wie im Alten!
Jetzt nimmt das Ganze schon Gestalt an und ich finde es wunderschön! Morgen hole ich den Rest der Palmenfamilie und dann knips ich euch gleich ein Foto von dem Ganzen.

Hibiskus

Heute hab ich etwas später angefangen, drei Ladungen Erde gebracht und versorgt. Bei der Dritten half mir Geza und das ging ratzfatz.

Da hatte ich gerade den schönen Hibiskus eingesetzt. Wenn man dahinter steht, sind schonmal zwei Häuser aus dem Blickfeld. Sollte der Busch Schatten werfen, dann käme dieser auf jeden Fall erst nach der Siesta. Beim LKW seht ihr die Rampen als Brücke. Und das Erdniveau an der höchsten Stelle kann man auch schon erahnen. Rechts läuft der Hügel später in die Fläche aus. vor dem Hügel kommt noch eine Eingrenzung aus Steinen.
Am Abend: Ganz hinten steht jetzt ein „Navel Late“ Orangenbäumchen. Die Steinwand vor dem Orangenbaum hab ich in der Dämmerung noch etwas vergrößert. In der Mitte ist meine kleine Palme, die ihre Durststrecke gerade so überstanden hat. Jetzt hat sie einen schönen Platz mit den perfekten Ablaufeigenschaften für Palmen. Gleich daneben kommt noch eine größere Palme, die aus drei Trieben besteht.

Müll und Umzug

Heute hab ich erst mal einen Schontag eingelegt. Da ich sonst täglich Sport treibe, hab ich gelernt ganz sensibel auf meinen Körper zu lauschen und es besser nicht zu übertreiben. Trotzdem war es kein verlorener Tag!

Zuerst schnitt ich das Mangobäumchen nach allen Regeln der Kunst und dann legte ich noch ein paar schöne Steine, die ich gleich von hinten mit Erde aufgefüllt habe.
Eigentlich hätte ich die drei Stengel die nach vorne Zeigen auch noch schneiden müssen, aber erst taste ich mich mal rein und beobachte wie er nachtreibt. Mit weniger Verdunstungsfläche übersteht er den Umzug besser und nach Bonsai-Regeln weiss ich ja ganz genau, an welcher Stelle ich die Äste schneiden muss.

Dann traf ich mich noch mit Mike und Geza um den LKW noch für ein paar Stunden zu nutzen. Erst fuhren wir eine Ladung Müll aus Geza`s neuer Finca zur Sammelstelle, dann räumten wir noch den letzten Schrott aus meiner Finca.

Das war der ganze Mist den ich auf meinem Grundstück ausgegraben und gesammelt hab. Alles weg! Zuerst hatte sich der Arbeiter auf der Station geziert, weil wir gleich mit zwei Lastern ankamen, aber dann hab ich ihn überredet und versprochen, dass ich heute nicht mehr mit dem Laster kommen werde. 🙂

Anchließend holten wir noch ne Karre voll Zeugs, wie meine Bewässerungsanlage und Materialien vom alten Grundstück. Eine schöne alte rostige Leiter sprang für mich auch noch dabei raus. Die passt super an die Mauer, in meinem Park. Dort wirkte eine neuere Leiter wie ein Fremdkörper

El Puente

heisst: Die Brücke. Damit meine Finger nicht vom Eimerschleppen schmerzen, dachte ich nochmal über die Arbeitsmethoden nach. Da kam mir die Idee, meine drei Meter langen Rollstuhlrampen zu nutzen, die eigentlich für die Musikmaschine gedacht sind. Jetzt kippe ich vier große Eimer in die Schubkarre und schiebe diese über die Rampe auf den LKW. Ziemlich effektiv! Zum Glück kam mir die Idee am zweiten Tag und nicht später.
Wenn ich die Erde ablade, macht es wenig Sinn diese neben den Hügel zu werfen, denn ich müsste sie ja dort auch wieder hochziehen. Also stehe ich mit dem LKW neben den Hügel und mache auch zum Abladen mit den Rolltuhlrampen eine Brücke. Sehr angenehm! Schubkarre rüber schieben und dort abwerfen wo ich es brauche. Dauert etwas länger, dafür ist die folgende Arbeit, nämlich das Gestalten, gleich mit erledigt.
Als ich heute Morgen die erste Fuhre mit Geza neben dem Hügel ablud, rutschte Erde unter den Lkw und wir bekamen die Kiste fast nicht mehr aus dem Dreck gezogen. Das Hinterrad hatte sich ganz schnell eingegraben. Mit Brettern und Schaufeln gings dann nach 10 Minuten wieder. Auch solche Probleme bleiben mir mit meinen Rampen erspart.
Mit Mike und Geza hab ich bereits den kompletten Pikon rüber gebracht und anschliessend nochmal ne Ladung Erde und einige Pflanzen geholt.
Statt einem wohlverdienten Feierabend, legte ich nochmal Steine auf die Mauer, damit ich mehr Erde für die ersten Bäume aufhäufen konnte.
Für Fotos hat es nicht mehr gereicht, denn bis ich mit dem Giessen fertig war, war es schon dunkel und die Mosquitos jagten mich bereits. Oder wir uns gegenseitig.  🙂

La Tierra roja

Heisst: Die rote Erde. Endlich liegt die erste Lage meiner tollen Erde und mein Hügel ist damit schon viel fotogener. Unten seht ihr zum Vergleich die alte blasse Erde, die leider viel mehr staubt! Auf dem kleinen Hügelchen steht schon mein erstes mini Orangenbäumchen. Das trägt sogar zwei Früchte.  🙂  „Valencia“ heisst die Sorte und das klingt doch schonmal sehr lecker.

Das ist der kleine Laster den ich für eine Woche gemietet hab. Er ist schön verbeult, was ich beruhigend finde, weil man nicht so sehr aufpassen muss.

Heute Vormittag kamen gleich Geza und Mike rüber um mir zu helfen. In nichtmal zwei Stunden hatten wir bereits zwei Drittel von dem schwarzen Pikon verladen und transportiert. Zwei Ladungen Erde brachte ich noch mit Mike und eine letzte Ladung packte ich auch noch ganz gut alleine. Hier sollte ich es gleich verarbeiten, damit man morgen gleich wieder zum Ausladen knapp an den Hügel fahren kann. Und die Pflanzen muss ich ja auch schnell versorgen.

Im alten Garten ging schon eine ganze Menge, aber es ist noch ganz schön viel Arbeit.

Steingarten 3

Heute hab ich einen Schontag eingelegt und doch viele Stunden an der Naturmauer gearbeitet. Diesmal steckte ich viel Liebe ins Detail, weil ab morgen keine Zeit mehr für Romantik sein wird. Dann bringe ich die erste Erde und Pflanzen, bevor ich den letzten halben Meter draufsetzen kann.

Jetzt geht die Mauer hinten bereits bis um die Ecke.
Oben, näher am Rand, kommen noch ein paar Farne, die auch in der Natur in der Sonne stehen. Die kleinen weiter unten bleiben die meiste Zeit im Schatten. Zumindest wenn die Mauer ihre entgültige Höhe erreicht hat.