Natürlich konnte ich es heute nicht erwarten an dem schönen Steingarten weiter zu machen!
Für die Fotos hab ich sogar eine Pause eingelegt und einen Teil mit der Gießkanne abgestaubt. Und sogar noch vor dem Sonnenuntergang geknipst. Das gibts auch selten. 🙂So sieht es jetzt von der Eingangsseite aus.
Es hat richtig Spass gemacht für jeden Stein in aller Ruhe den perfekten Platz zu suchen! Das Auffüllen von dem Hohlraum dahinter macht halt echt viel Arbeit! Dafür gewann der Hügel an Form und Breite. Zur Mauer hin ist er jetzt total massiv! Hier hab ich scheinbar unbegrenzt Schmuckstücke, die schon seit vielen vielen Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten an der Luft „atmen“.
Damit bekommt die Mauer nochmal eine ganz andere Ausstrahlung!
Und Leben!
Man kann echt davor sitzen und die Wand anstarren, denn jeder Stein ist ein Mikrokosmos für sich!
Immer am Abend lege ich bereits das nächste Sortiment in Reichweite, damit ich mich nur umdrehen muss, um den nächsten Baustein auszusuchen.
Heute stand während meiner Arbeit an der neuen Mauer überraschend mein Nachbar Alexandro vor mir und brachte mir diese Avocados.
Ist das nicht mega herzig? Er meinte, dass sie nicht mehr wissen wohin mit all den Früchten. 🙂 Das ist übrigens einer der zwei Nachbarn bei denen ich mich die Tage erst vorgestellt hab. Ich schenkte ihm eine CD und zeigte ihm meinen Wohnwagen mit der Musikmaschine. Dabei erfuhr ich sehr spannende Dinge bei unserer Unterhaltung! Z.B. dass es gleich neben uns einen Fiberglass Anschluss mit sehr schnellem Internet gibt.
Endlich komme ich mal zu der ersten schönen Arbeit!
Die ersten neun Meter liegen und stellenweise ist es bereits bis zu vier Reihen hoch. Das ging in gut vier Stunden, aber weiter oben wird es etwas mehr Arbeit werden. Erstens werden die Steine kleiner, aber vor allem ist die Mauer steiler als der Erdhügel. Der Hohlraum dazwischen wird nach oben immer breiter und muss zwischendurch immer wieder befüllt werden.
Jetzt sind natürlich alle Steine mit Erde verstaubt, aber wenn der erste Regen fällt wird es in allen Farben aufblühen.
Solche Moose und Farne stecken auch schon in der Mauer und es kommen direkt beim Bau noch mehr Steinpflanzen rein. Vielleicht setze ich weiter oben noch ein paar Akzente, wie z.b. Minibeete, die wie Blumenkästen in der Mauer liegen.
Vorgestern nutzte ich meinen Hügel zum ersten mal, um mich Sichtgeschützt und nackt in die Sonne zu legen. Siesta! Es war herrlich, aber heiss! 🙂 Dieses Vergnügen war mein Geschenk an mich, für die harte Arbeit!
Gestern hab ich die Vorbereitungen für den Garten abgeschlossen.
Im Morgengrauen: Vor dem Elefantentuch sind zwei gelbe Griffe von meiner Schubkarre, die ich als Größenvergleich hochkant hingestellt hab. Wenn das Ganze mit einem knappen halben Meter meiner schönen Erde abgedeckt ist, verschwinde ich stehend dahinter, oder könnte mich auch unbekleidet auf einem Liegestuhl tummeln. Der Sichtschutz reicht auch für mehrere Leute und wenn sich eine Frau oben ohne sonnen will, könnte sie sich auch unbesorgt aufrichten, ohne einen Verkehrsunfall auf der Nachbarstraße auszulösen. 🙂 Von der Straße kann man ja eher herab sehen, was das Projekt zur Herausforderung gemacht hat. Eine weitere Steinreihe und mein schwarzer Kies kommen ja auch noch oben drauf. Und viele Pflanzen.
Hier ist nochmal ein Bild von oben, das die Problematik der Perspektive deutlich macht. Da war allerdings mein Hügelchen noch ganz klein.
Es liegen ja auch noch fast 130m. dazwischen.
Auch mein Weg ins Tal ist vorerst fertig und so praxistauglich, dass der Vater von Chris, mit seinen 83 Jahren, gut rauf und runter hüpfen konnte. 🙂
Heute bringe ich noch mehr schöne alte Steine aus dem Tal hoch und beginne mit der Natursteinmauer, die das neue Beet zum Wohnwagen hin abschliessen wird.
Die letzten Tage fiel ich entweder direkt müde ins Bett, oder schlief beim Schreiben vom Blög ein. Es gab mal ein keines Konzert am Feuer und tägliche Fiestas bei meinen Freunden.
Achja, was ich auch noch spannend finde: Mittlerweile kenne ich alle Vorbesitzer, die mir die Geschichte von meinem Land über vier Generationen erzählen können. Und damals waren die Mauern in meinem Park schon steinalt.
Soll heissen: Es bedeutet mir viel!
Zum Beispiel hab ich heute zwei Nachbarn aufgesucht die mir extrem wichtig sind, weil ihr Grundstück an meines angrenzt. Zuerst stellte ich mich beim Nachbarhaus vor, das unten im Tal liegt. Ein sympathisches Paar mit einem Jungen im Fußballfieber. Der Nachbar bekam sein Grundstück von seinem Großvater und konnte mir einiges über die Geschichte meines Gartens sagen, der teilweise fast schon bedrohlich über seinem trohnt. Wir hatten jedenfalls eine super Unterhaltung und witzelten auch gemeinsam, als ich ihm meine allgemeinen Absichten erklärte. Letztendlich will ich ja auf seiner Seite nur aufräumen und in den nächsten Jahren eine neutrale Zone zwischen uns unberührt lassen. Das Land ist so groß und so genial angelegt, dass man bei 80% der Fläche von den Nachbarn nichts mitbekommt.
Entweder steht man auf dem Hügel, oder steckt man unten im Park, wenn man nicht gerade da hinten den Hang hoch klettert. Der schönste Teil vom Park befindet sich links von meinem Steinhaufen, der in der Mitte zu sehen ist. Wir könnten also beide Feiern und und selbst dann bekäme der Andere kaum etwas davon mit. Freu mich mega, denn es ist ein ganz lieber Typ und wir haben uns glaub schon richtig gern! 🙂 Ein Elektrotechniker.
Dann gibt es noch folgende Häuser, die mir schon seit Wochen bei der Arbeit zusehen. Bei dem roten und dem orangefarbenen Haus war ich neulich mit Isabel und Rosita. Auch alle sehr nett! Die Frau im roten Haus rechts, dachte sogar ich hätte das Grundstück mit meinem Wohnwagen nur besetzt. War aber echt total locker und nett!
Die älteren Leute im linken Haus waren auch extrem herzig und hiessen mich willkommen. Bei den weissen Häusern dazwischen war damals keiner daheim.
Das Rechte grenzt ja direkt bei mir an. Auch die Nachbarn waren mir extrem wichtig, weil ich mir ja auch wünsche, dass sie sich in ihrem Garten wohlfühlen können! Also fuhr ich hoch und klingelte, aber keiner machte auf. Bevor ich wieder ging, überwand ich mich doch nochmal ums Haus zu laufen und jemanden zu suchen, denn ich sah sie ja kurz zuvor. Die Frau spritze mit dem Gartenschlauch den Calimastaub vom Balkon und hat mich nur deshalb nicht gehört. Ich fragte sie ob sie kurz Zeit hätte und kurz darauf kam ihr Mann raus.
Ihm zeigte ich, wie dem Nachbar zuvor, ein paar Bilder von meiner Arbeit mit den Musikmaschinen und wir unterhielten uns ganz nett. Auch er erzählte mir eine Menge über mein Grundstück und über verschiedene Bäume. Wo Felsen zu finden sind und, dass es im Park die beste Erde gibt. Dort standen früher Bananen. Wir redeten mindestens 20 Minuten und es lief auch dort traumhaft gut! Wisst ihr was der zum Abschied gesagt hat? Mein Spanisch sei „perfektamente“, dann fuchtelte er mit der Hand und wiederholte nochmal zum Abschied: „perfektamente!“. Genial, oder? 🙂
Auch Folgendes bedeutet mir viel: Mein neuer Weg hat jetzt links oben einen neuen Ausstieg. Jetzt muss ich die schweren Eimer nicht mehr so weit Schleppen und in diese Richtung soll der Weg auch mal verlaufen. Dort wo ich gerade stehe soll er 1 – 2 Meter tiefer werden und eines Tages befahrbar sein. Dazu muss er sich noch um den ganzen Hügel schlängeln. Zukunftsmusik, aber jetzt kann man da schon richtig gut rumlaufen! Heute bekam ich auch die Information wer mir den aussortierten Bauschutt abholt.
Mit diesem Schubkarrentest erprobte ich die Höhe die mir fehlt, damit ich in dieser Saison noch nackig unter meinen Pamen liegen kann. Die Häuser sind ja 100m. weit weg, aber so würde es mir richtig gut gefallen! Eine halbe Schubkarre würde sicher auch reichen, aber ich mach es höher, weil ja für die Maximalhöhe als Sichtschutz ein ziemlich schmaler Streifen reicht.
Achja, ein Wirt von einem Fischrestaurant sprach mich auf mein Grundstück an, weil es früher mal seinen Vorfahren gehört hat. Damit geht die Geschichte schon vier Generationen zurück und damals waren die Mauern im Tal schon alt.
Hier ist ein Bild von meinem kleinen Privatkonzert.
Das ist kein Orange-Filter auf dem Bild sondern der schlimmste Calima seit vielen Jahren! Es gab Sturm, Stromausfälle welche uns wegen dem Timing nicht betroffen haben und Sand ohne Ende. Dann mischte sich auch noch Rauch dazu. Einige unserer lieben Gäste steckten im Verkehrschaos fest, oder kamen erst gar nicht aus dem Haus, weil es dort noch schlimmer war, als bei uns. Die Flüge unserer Freunde aus Deutschland wurden verschoben und es war auch eine gespenstische Stimmung.
Das Spielen für meine Freunde und Nachbarn war trotzdem ein großer Spaß und manchmal konnte ich richtig in die Stimmung eintauchen.
Für mich ist das immer noch besser als Kälte! Ausserdem hab ich ja seit drei Wochen den Luftfilter am Wohnwagen installiert. Da bekomme ich zumindest im Wohnwagen nichts von all dem mit und die Atemwege können sich mal wieder ein paar Stunden erholen. Bisher ist hier drin noch alles blitzblank sauber. Es hat sich also spätestens heute schon voll ausgezahlt, sonst würde es hier drin aussehen wie auf einer Baustelle!
Es gab die Tage einfach nicht viel zu berichten, obwohl ich einiges um die Ohren hatte. Heute erledigen wir viele Vorbereitungen für mein Konzert am Sonntag.
Obwohl ich täglich von anderen Dingen abgelenkt war schaffte ich es immer wieder zwei Stunden täglich intensiv an meinen Erdarbeiten Sport zu treiben.
Die Straße ins Tal wächst und mein Erdwall auch. Gelegentlich schleppe ich mal wieder eine Stunde lang schöne alte Steine aus dem Tal um den Steingarten vorzubereiten.
Die Steine sind nochmal eine ganz andere Liga, wie die auf dem alten Grundstück! Viele sind so alt, dass sie schon eine ganz schwarze Patina haben, wodurch die Moose, Flechten und Farne nochmal ganz anders raus knallen.
Ab Montag schicke ich wieder öfter Fotos von den Fortschritten.
Die kurzen Arbeitsblöcke mit den langen Pausen haben einen sehr guten Effekt für meinen Körper! Vor allem an meinem Rücken spüre ich, dass sich meine Mitte viel solider anfüht. Obwohl ich viel dünner geworden bin. 😀
Inzwischen sind 6 Kilo runter und ich könnte euch schon wieder von meiner Leichtigkeit vollschwärmen. Aber besser verschone ich euch damit. 🙂
Habt ein schönes Wochenende! Nach dem Konzert werde ich wieder berichten.
Jetzt kam ich seit Tagen nicht zum Schreiben, weil ich so viel erlebe, dass ich Abends nur noch müde ins Bett falle!
Am Sonntag gab ich zwei kleine Konzerte. Erst bei Isabel, mit ganz besonderen Gästen, die ich seit einem Jahr zum ersten mal wieder gesehen hab. Wir haben aber trotzdem so eine gute Verbindung, dass wir in der Zeit unzählige male jeweils an unsere Freunde dachten. Das erste Konzert war bei Isabel und das heisst immer, dass ich dabei meine direkte neue Nachbarschaft mit unterhalte.
So liebe ich es! Einfach mit Shorts im Paradies sitzen und spielen.
Gleich anschliessend fuhren Isabel und ich zur nächsten Fiesta, wo ich gleich nochmal spielte. Das war quasi bei meiner alten Nachbarschaft im Tal, wo ich im Dezember schon einmal gespielt hatte. Auch hier war es sehr schön die ganze „Familie“ wieder zu sehen, weil es eine richtig tolle Gemeinschaft von Nachbarn ist. Gemischt mit meiner „Familie“! 🙂 Chris, Deby, Mike, Geza und nicht zuletzt Santiago, der uns gleich mit seiner genialen Pealla empfangen hat. Das Raunen ging einstimmig durch die Gruppe, dass man so eine Paella für Geld nicht kaufen kann!
Ganz zum Schluss spielte ich noch ein paar Didgesolos im Haus, mit einer fantastischen Akustik. Dabei bespielte ich sogar meine, teils neuen Freunde, direkt am Körper. Auch die Gespräche in so späten Stunden sind es, die unsere Freundschaft von Anfang an vertiefen! Es war ein sehr erlebnisreicher Tag!