Aber bevor ich zu dem Geschmier komme, erst mal ein Bild vom Feierabend.

Vielleicht folgen uns meine Kater, weil sie mich den halben Tag vermisst hatten!? Haruki folgt mir auf der Finca eh und hier blieben sie zum GlĂŒck zurĂŒck, bevor es auf die StraĂe ging.

Hier steckten ein paar kaputte GehÀuse, in den lausig verputzten WÀnden.
Die alten GehÀuse hatten keine Schraublöcher mehr.
Dieses Lowlife von einem Bauarbeiter hat einfach drĂŒber geputzt. đ€Š Dabei sind die original Dosen, in der Wand, 3cm gröĂer, als die Ăffnung.

Zuerst musste ich, fast schon chirurgisch, Platz fĂŒr neue DosengehĂ€use schaffen. Man darf nichtmal husten, sonst könnte der neue Putz, von Einstein persönlich aufgetragen, weg bröckeln. ZusĂ€tzlich zu den Schrauben, wird das noch eingeklebt und wieder verputzt, damit man spĂ€ter ordentlich am Stecker reissen kann.

Zwischen den Pseudo WĂ€nden aus Kreide und diesen Dachlatten, die so ne Art TĂŒrrahmen darstellen sollen, bröselt der alte Gibs raus.

Durch diese fast schon vibrierende, möchtegern Bausteine, haben wir das Risiko, dass sich Risse immer weiter ausbreiten.
Am Ende sollen die EingĂ€nge verkleidet werden und schwere, hĂ€ngende SchiebetĂŒren montiert werden.
Ich bin ja kein Bauarbeiter und muss mir trotzdem einfallen lassen, wie ich das „fertige“ Werk, punktuell stabilisieren kann. Fragen bringt nichts, weil die Fachleute hier, zumindest bisher und erfahrungsgemĂ€Ă, dazu neigen zu sagen: „tranquillo, nachdem ich abkassiert habe, ist das alles kein Problem mehr.“

Mir bleibt also nur die Kunst! đ
Eine Sache hab ich mal von einem anderen Bauarbeiter, der viel mit Beton arbeitet, aufgeschnappt:

Man bekommt fĂŒr 4⏠einen Sack Fasern fĂŒr Zement. Damit und mit feinstem Beach Sand, mischte ich mir meine eigene Spachtelmasse.

Das soll nicht die letzte Mörtelschicht ersetzen, sondern das Bestehende zusammen halten, damit wir ĂŒberhaupt einen soliden Untergrund bekommen.
Was ist das Poblem und warum sind die Fasern genial? Die Fasern halten nicht nur das Ganze extrem stabil zusammen, sondern lösen auch folgendes:

Wollte man FĂŒllmaterial in solche Spalten pressen, wĂŒrde die Spachtel, durch das FĂŒllmaterial rutschen und das wenigste rein gehen! Die Fasern bleiben aber an der Spachtel hĂ€ngen und nehmen den Zement mit rein!

Alle Risse wurden vorher mehmals befeuchtet, damit sie auch mit meiner, eher zĂ€hen Masse, eine Verbindung eingehen. Man merkt schon, wĂ€hrend man die OberflĂ€che mit der Kelle in Form presst, dass man es mit einer extrem stabilen Sache zu tun hat! đŠŸ

Mit einem Schnellmörtel, hab ich andere Unebenheiten korrigiert. Davon gibt es keine Bilder, aber der Prozess war gar nicht schlecht.
Bei meinem ersten Geschmier, auf der Finka, rutschte noch der Zement direkt von der Kelle, auf den Boden. Platsch! đđ Daher kann ich eine akzeptable Lernkurve verzeichnen.

Auf dem Weg zum Auto, fand ich diese kleine, obdachlose Orchidee, neben einer MĂŒlltonne. đ„č

