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Also wenn es hier ein paar Tage ruhig wird, ist das meistens ein gutes Zeichen. In letzter Zeit war ich ziemlich mit „Doretta“ beschäftigt. Die Maschine ist so kompliziert, dass man manche Probleme kaum beschreiben kann. Aber die Technik bietet natürlich viele tolle Möglichkeiten, die ich noch nichtmal zur Hälfte ausgeschöpft habe. Die neue Magnetwalze ist der Hammer und wird alles ändern… Das Kunstwerk hört aber bei der Mechanik nicht auf! Viele Instrumente spielen ja auf Sensoren, deren Weichen man vielseitig konfigurieren kann. Dort und auch am Klangerzeuger selbst, muss ich nun viele, so genannte Hüllkurven, einstellen bis alles natürlich klingt. Der Kabelbaum hat es in sich und wurde heute früh am Morgen nochmal optimiert:

Das sind nur 20 Steuerleitungen, die mit den 54 Audiokanälen nichts zu tun haben. Heute hab ich den Multistecker, der mittlerweile nicht mehr nötig ist, ausgebaut um Schwachstellen zu dezimieren. Zwei gesuchte Fehler fand ich aber erst später an anderen Stellen.

Dieses 13 Sekunden Video zeigt, wie sich z.b. ein kaputter Stecker auswirken kann. Plötzlich passieren total verrückte Dinge!

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Und das war auch noch ein fertig konfektioniertes Kabel mit eingeschweißtem Stecker. Zum Glück! Denn alle selbst gelöteten Stellen sind bisher jedem Zweifel erhaben. Nur ein kleiner Stecker zerbrach mal wieder beim Transport. Inzwischen funktioniert der „Zimbelmat“ auch wieder, der ab und zu die lustigen Vögel oder sonstige Ambient- Sounds und Effekte abfeuert.

Magnetwalze 2

Nach dem Schleifen, Lackieren und agen“ konnte ich heute endlich die 288 Magnete rein hämmern. Der Magnet mit dem weißen Kleber war immer zur Sicherheit oben drauf, damit alle mit derselben Polung reingesteckt werden.
Die Überraschung des Tages: Eigentlich dachte ich, dass ich wegen einer stabileren Achse das Kettenrad von 8 auf 10mm aufbohren müsse. Doch wie ihr sehen könnt, hatte ich früher ein Reduzierstück aus Messing eingepresst, das ich heute nur noch rausklopfen musste. Super!
Voila, so sieht es vorläufig aus. Die Magnetkugel schwebt wieder an der Sirnseite rum. Wenn man das Bild vergrößert, sieht man wie genau die Magnete in einer Flucht stehen.

Natürlich gab es erst mal Probleme! 🙂 Die Offbeat – Wippe war verbogen, weil wahrscheinlich beim letzten Auftritt , bzw. einer Pause, die Maschine rückwärts gedreht wurde. Mittlerweile eine routine Reparatur. Danach war die Enttäuschung erst mal groß, weil die Walze immer hinterher schleppte. Nach langem Rumgefummel fand ich zwei Kugellager die versehentlich von einer Mutter verspannt waren und die Walze ausbremsten. Nochmal umgebaut und plötzlich groovt es wie Schwein! 😀

Weil die neue Walze 2 cm größer ist, hängen nun die Schlepphebel links etwas zu tief. Der ganze Halterahmen links könnte einen Zentimeter weiter links und weiter oben stehen. Aber da es sich um ein Release- Modul handelt, das den Ton beim Losschnappen auslöst, ist die Position vielleicht sogar günstig. Falls ich doch diesen Zentimeter korrigieren müsste, wäre das ein eher aufwendiger Umbau!

Magnetwalze

Jetzt gehts endlich los mit dem Umbau:

Erst mal Walze, Welle und alte Kugellager ausbauen…
Hier hab ich bereits die neuen, größeren Kugellager eingefräst. Der Zusatzhalter hängt nachher wieder, kaum sichtbar, hinter der Magnetwalze.
Hier fräse ich neue Löcher in die Scheiben. Insgesamt werden sie dadurch 900Gramm leichter.
Arbeiten ohne Späne ist so unbefriedigend wie Staubsaugen ohne knistern!
Nun kommen vier M8 Stangen rein damit die ganze Walze perfekt parallel läuft. Jedoch müssen zwei Löcher auf der Rückseite frei bleiben. Beim Zusammenbau zeige ich warum…
So sieht nun die Vorderseite aus. Allerdings wird das ganze Holz noch lackiert und zu einem retro – look gestaltet.

Bald gehts weiter..!

Unböxing

Echte Blogger drehen ja ein Video für jeden gekauften Krempel, wie neue Schuhe, eine neue Kamera oder einen Computer, den er oder sie aus dem Karton auspacken. Diese laufen meist unter dem englischen Titel: „unboxing“.
Bei mir gibts nur Bauteile und davon auch nur Fotos. Sparen wir uns die halbe Stunde Film, nur um eine Schachtel aufzureissen! 😀

Heute trafen die gefrästen Holzscheiben für die Magnetwalzen ein. Bin begeistert von der Arbeit der Firma Cluse! Sie waren so gut verpackt, dass es auf jeden Fall ein Foto wert ist!
Und gestern kamen die neuen Rollen mit Luftreifen + zwei Ersatzräder. Eins davon kommt auf die Insel. Die Rollen sind wie immer von Blickle, denn es geht auch um die Sicherheit und da ist nur das Beste gut genug!

Die Rollen hab ich gestern und heute früh gleich alle schwarz lackiert. Fortsetzung folgt…

Weleda Markt

Heute spielte ich mit „Doretta“ beim Weleda Markt. Es war ein wunderschöner Tag! Zum Glück war das der letzte Auftritt mit der alten Magnetwalze. Wenn alles rechtzeitig geliefert wird beginnt nächste Woche der Umbau .

Da musste ich lachen, weil der freundliche Fotograf, der mir das Foto knipste meine Kamera „hochkant“ hielt. Obwohl sie doch auf quatratische Bilder eingestellt war.  🙂
Und noch ein Bild mit Klingelbeutel und den alten Postkarten. Die letzten 10 000 Karten schwirren auch schon wieder komplett durch die Weltgeschichte.

Ein paar interessante Anfragen bekam ich heute auch. Mal sehen was daraus wird.

E-mobil

Gestern ging die Arbeit am Regal weiter:

Inzwischen gehört diese Kombination zu meinen Standards: 12mm Multiplex, eingepresste Rundschrauben und M6 Senkkopf Schrauben. Obwohl weniger als 3mm bis zum Rand bleiben kann man die Schrauben irrsinnig fest anziehen! So kann man ein ultraleichtes Schwerlastregal bauen.

Davon 16 Stück und etwas Farbe…

…schon hat man ein schickes Regal!

Ins große Fach kommen eine 30kg Batterie und der Spannungswandler. Darüber passt das Kästchen für den Elektrokick rein. Ganz oben kommt die Box drauf.

Für mich waren vor allem zwei Dinge spannend: 1- Passt die Kupplung auf die Bolzen?

2- Lässt sich der Fahrakku wechseln wenn ein großer Akku drauf steht?

Passt! Auch wenn der große Akku nachher in der Mitte steht, darf der Motor- Akkuwechsel da unten nicht behindert werden. Darum hat es oben noch einen Finger breit Luft.

Hier nochmal das Ganze von der Seite. Passt das Design nicht perfekt zu dem hässlichen Motor? 😀

Der schwerste Teil wäre damit geschafft! Das Fahrwerk trocknet auch schon:

Hammerschlag Lack braucht eh 5 Tage zum aushärten.

Fehlen also nur noch die Lenkung und die Rollen…

Tageswerk

Das gibt so etwas wie eine Anhängerkupplung. Oder eher Anschiebekupplung.

Gelegentlich kaufe ich günstiges Restholz und schneide die Bauteile mit der Japansäge zu.
Am schwierigsten sind die 14mm Bohrungen, 11 cm tief, für zwei Eisenstangen, über die ein Rollstuhlschiebehilfemotor befestigt wird. Die müssen exakt im Winkel sein, damit der Motor passt, darum ist die Aufregung an der Stelle am größten.
Passt! Über diesen Bolzen wird die Musikmaschine mit dem Motor verbunden. Durch den extra Block stehen die Lager weiter auseinander, was für mehr Seitenstabilität sorgt. Diese spezielle Kupplung muss einen größeren Aufbau tragen. Über den Motor kommt bald eine Art Regal, welches etwa 45kg wertvolles Equipement tragen muss.
Auf dem Bild seht ihr das Ganze mit Motor und Fernsteuerung. Letztere war bei „Doretta“ komplizierter, weil die Seilzüge zur Seite umgelenkt wurden. Über diese Wippe lenke ich mit dem linken Fuß. Das Teil hat mich übrigens zur Verzweiflung gebracht, weil die Seilzüge bei Erschütterung manchmal von den Rollen rutschten und sich am Gehäuse verklemmten. So dass man sie kaum mehr befreien konnte! Manchmal bleiben einem kaum Optionen zum modifizieren! Erst brachte ich das Seil mit der mittleren Feder unter Spannung, doch es gab damit immer noch Pannen! Nur ganz selten, aber in den unmöglichsten Situationen! Erst in der letzten Saison kam ich auf die simple Lösung, dass ich die Seile ja trotz Umlenkrolle in eine zusätzliche Hülle packen kann. Seit dem läuft die Lenkung zuverlässig, leichter und das Fahren macht 10 x so viel Spaß!

Solche Problemlösungen sind aber auch die spannende Herausforderung! Es ist wie eine oberste Regel, dass alle Lösungen so simpel wie möglich bleiben müssen! Wenn erst mal eine Konstruktion steht, bleiben immer weniger Optionen zum verändern offen. Als müsste man sich in einer Welt der vielen Möglichkeiten auf einen winzigen Rahmen beschränken und darin die beste Lösung finden. Und wie gesagt, gut muss einfach sein! 🙂

Das kann auch nur mir passieren!

Uiuiui, mein löchriges Namensgedächnis schlaucht mich sehr! 🙂 Vielleicht ist den aufmerksamen Lesern und Leserinnen schon aufgefallen, dass ich neue Namen, manchmal im Nachhinein, sogar mehrfach korrigieren muss!?
Nun kommuniziere ich seit Tagen mit zwei Fachleuten für Computerfräsen via Mail und Telefon, die ich bis heute für ein und dieselbe Person hielt.
Für mich klangen die zwei Namen ziemlich gleich! 😀
Und ich war schon kurz davor die doppelte Anzahl Walzen zu bestellen, „biss mir aber nochmal auf die Lippen“. Zum Glück! Denn heute wurde mir klar, dass ich bereits die „gewünschte“ doppelte Anzahl bestellt hab, aber von zweierlei Werkstätten.
Das ist aber auch sehr spannend bei der ersten Zusammenarbeit gleich einen Vergleich zu bekommen!
Es gibt jedenfalls Fortschritte! Hier ist ein Foto von einem Entwurf, den ich heute zur Fertigung absegnen durfte.


Wenn die ersten Walzen eintreffen gibt es nochmal heftige Umbauten, aber ich freue mich schon wahnsinnig auf den perfekten Groove!
Im letzten Frühjahr modifizierte ich ja bereits die Basis von „Doretta“: Dabei wurden einige Kilo Blei im Schwungrad versenkt, damit das Rad selbst bei langsamen Drehzahlen viel ruhiger läuft.
Bei dem Umbau wurde gleich das Bass- Instrument, der Kick und die Offbeat- Wippe perfektioniert.

Tommy

Heute sah ich endlich meinen lieben Freund Tommy wieder! Er lies es sich nicht nehmen, mich erst mal ganz fein zum Essen einzuladen.


Wir musizieren seit über 20 Jahren zusammen!


Tommy ist seit jahrzehnten ein Meister auf der Sitar. Er kommt regelmässig nach Indien und spricht sogar Hindi… Natürlich kam ich durch ihn zur Sitar!
Als ich eben meine Abendrunde lief, dachte ich über uns nach und was ich für passende Worte finden könnte. Im Rückblick fiel mir auf, dass wir schon unzählige magische aber auch extreme Stunden miteinander verbrachten. Dabei bin ich jemand der ständig neue Ideen und Techniken anschleift, um mit unserer größten Leidenschaft rum zu experimentieren. Das wurde sicher auch öfter anstrengend..! 😀 Und dennoch können wir von uns sagen, dass wir noch nie über etwas gestritten hatten! Nicht einmal groß diskutiert! Man spricht vielleicht mal etwas an und wird sich dann in Harmonie einig. Immer! 🙂
Wir lieben uns einfach und für mich ist er ein dritter Bruder! So nennt er mich auch gerne.