Heute Morgen hatte ich nichtmal die erste Tasse Kaffee getrunken, da bekam ich auch schon eine Menge Pflanzen geliefert. Zuerst der Gigant, der wurde über Nacht scheinbar nochmal doppelt so groß!? Ich nenn ihn Klaus! 🙂
Ist er nicht prächtig? Er scheint mir an der Stammbasis veredelt zu sein. Werde ihn zum einpflanzen in die andere Richtung drehen, dann sieht er aus wie windgepeitscht und passt somit super zur Küste!
So ein Topf ist schwer wie ein Fels und bringts schnell mal auf eine halbe Tonne. Er stand über einen Meter hoch auf einer Bridge und es waren nur, der Chef persönlich und ein Arbeiter vor Ort. Sie waren nur mit einem kleinen Brettchen ausgestattet und zuerst schauten wir nur ratlos nach oben. 🙂 (Leute, ich hatte doch nichtmal einen Kaffee! 🙂 ) Doch dann kam mir die Idee: Für die Musikmaschine hab ich doch zwei 3 Meter- Alu – Rampen im Gepäck. Diese unterlegten wir mit ein paar Steinen und rutschten ihn darauf runter. GöGseidank! 😉 Der Rest stand nur noch in kleinen Töpfchen:
Noch eine Orange, für die ich mich entschied, weil ich mich irgendwie darin wieder finden konnte. 😀Eine Pomelo, fürs andere Ende des Campos. Diese und Zitronen sollte man von Orangen fern halten, weil sie diese evtl. durch eine Fehlbestäubung sauer machen können!?? Hier mit Rettungshubschrauber als Biene. Duftet übrigens sehr lecker!Eine Avokado „Hass“ die oben drauf gepfropft wurde. Für die entschied ich mich u.a. weil der untere Ast eine andere Sorte trägt.Eine dunkle Bouganville, die scheinbar zwei Farben trägt. Die andere ist noch etwas dunkler und hat, wie diese, auch dunkle Blütenstempel. Siehe: letzter Beitrag.Hier kommt der „Bottle Brush Tree“, der für ein dezentes Australien Feeling sorgen wird. Und für Sichtschutz. Wenn dieses Beet fertig ist wird es ebenfalls mit schwarzen Steinchen abgedeckt.
Somit gibt es irgendwann fünf Sorten Orangen und mindestens drei Sorten Avocado. Drei Sorten Manga, Nispera, Banane und die Pomelo. Nur leider fand ich immer noch keine Papaya und Maracuja… vielleicht muss ich dafür im Sommer nochmal kommen!? 😀
Heisst „die Brunnen“, aber auch: „die Quelle“. 🙂 Eben rupfte ich noch tonnenweise Gras und Büsche aus dem Boden. Es ist ein vergleichsweise entspannter Job, doch in der Sonne schmorte ich nicht schlecht, bis ich mich irgendwann zum ausruhen unter meinen Schirm setzen musste. Da kam gerade mein nachbar Gibbo vorbei und lud mich ein, ihn kurz auf den Berg zu begleiten um ein paar Flaschen Quellwasser zu holen. Die machen das alle drei Tage. Also musste ich nur meine leeren 8l. Flaschen ins Auto werfen und konnte mich bei der Fahrt fein entspannen. Nach ca. 10 Min. waren wir schon mitten in den erfrischenden Wolken. Genau das Richtige!
Hier bekommt man also das lecker feine Wasser.Gibbo beim Abfüllen. Das geht ratzfatz, man muss die Flasche also nicht volltröpfeln lassen.
Auf dem Heimweg schnappte ich noch ein Foto, auf dem man unsere schöne schönwetter- Halbinsel sehen kann. Jetzt hab ich 7 x 8l. und hatte die perfekte Erfrischung in den kühlen Wolken! Und 5€ gespart. 🙂
…heißen die schwarzen Steinchen auf die ich heute morgen nach langer Suche warten musste. Mit zwei Stunden Verspätung kamen sie tatsächlich, immerhin am versprochenen Tag.
Dann konnte mich nichts mehr halten. Nichtmal das Frühstück war mehr interessant, denn ich wollte endlich das schöne Beet ohne grüne Folie sehen! Also schaufelte ich die gesamten zwei Kubikmeter rüber und verteilte alles. Es reichte gerade mal für eine dünne Schicht.
Schön, aber hinter dem Mangabaum vermisse ich noch etwas schönes, großes! Es wird wie bei einer Musikproduktion: Die letzten 10 % Arbeit bringen 90% vom Gesamteffekt!
So sieht das unvollendete Werk momentan aus, wenn man es durch den Eingang betrachtet.
Dann wollte ich am Nachmittag noch schnell losflitzen um viele wichtige Dinge zu erledigen, doch da begegnete mir in letzter Sekunde Selique um mein Tor zu vollenden. Also schnell zurück und Tor schweißen.
So sieht es nun durch das geschlossene Tor aus, das trotz Transparenz in der Summe doch für mehr Sichtschutz sorgt.
Also flitzte ich etwas später in letzter Sekunde ins Orotavatal, das ich bereits in meinem Sylvesterblög beschrieb. Dort stehen bis morgen Früh meine Pflanzen, die morgen Früh zur Zweigstelle in meiner Nähe transportiert werden. Doch ich hatte noch einen Wunsch anzumelden, darum die Eile! 🙂 Kurz nach dem letzten Einkauf probierte ich nämlich diese Frucht, die ich sehr lecker fand:
Namen wird nachgeliefert.
Doch der Laden war bereits dicht. Gerade als ich abdrehen wollte schaute ein älterer Herr aus dem Nachbarhaus und fragte mich, ob er mir helfen kann.
Also stellte ich mich vor und schon wusste er über alles Bescheid. Ich bekundete meinen Wunsch und betonte nochmals, wie schade es für mich war, dass der alte Orangenbaum, den ich reservierte doch schon verkauft war. Dann hob er den Zeigefinger und sagte: „hoy“, was „heute“ heisst. Er kam zur Tür raus und winkte mir, ihm zu folgen. Wir wackelten gemeinsam über die feuchte Erde den Berg hinunter. Heute hatte es dort geregnet, darum steht die Zweigstelle für Obstbäume dort und nicht in meiner Nähe.
Dann stand er vor mir, der Orangenbaum meiner Träume. 🙂 In allen Maßen gut doppelt so groß wie mein alter Manga Baum und er trägt sogar eine fertige Frucht! 😀 Ich hab mich so gefreut und war so aufgeregt, dass ich leider das Fotografieren vergas. Morgen kommt er ja, vielleicht. 😀 Man muss nur reden mit den Leuten! 🙂
Zurück zum Picon: Jetzt musste ich schnell weiterflitzen, damit ich rechtzeitig bei dem Händler ankomme. Dort muss ich ja persönlich die Steinchen zählen, ob es nochmal für zwei weitere Kubikmeter reicht, die ich natürlich sofort geschnappt hab. Die kommen: „manjana“ 😀
Nun noch schnell ein Umweg durch Puerto de la Gruz um günstig Dineros abzuheben. Und ich denke es immer wieder: Es ist so eine wunderschöne Stadt! Ein traumhaftes Urlaubsfeeling mit vielen Bars und Kneipen auf der Straße, Musik, Palmen und allerlei Düfte. Dann reichte es immer noch vor dem Sonnenuntergang nach Hause um die Bilder zu knipsen die ihr oben bereits sehen konntet.
Jetzt bin ich mir gar nicht sicher ob ich die eingepflanzten Palmen schon gezeigt hab. Hier stehen sie, diesmal im Sonnenschein:
Auf den rechten Rand kommen noch Büsche und Bäumchen, dann kann man sich sichtgeschützt auf der Sonnenterrasse aalen. Naja, bis auf wenige Besucher kommt hier ja eh kein Mensch vorbei. :-)Allerdings fehlen auch hier noch ein- bis zwei Lkw`s voll Erde.
Am Dienstag müsste ich endlich die restlichen Bäume und Büsche bekommen. Dann fehlen nur noch Papaya, für die ich erst heute einen heissen Tip vom Papaya König bekam. 🙂 Maracuja und ein paar Fikus Bäumchen fehlen auch. Letztere wollte ich vor dem Sommer für Bonsai Bäumchen vorziehen. Obwohl man all diese Pflanzen überall rumstehen sieht, konnte ich bisher kein einziges Exemplar finden.
Da ich lange nichts von mir hören lies, hole ich etwas aus:
Am Freitag war ja ein Feiertag, den ich einfach mal zum Ausspannen nutzte. Naja, nach dem entspannten rumsitzen und rumliegen fühlte ich mich eigentlich noch schlechter als nach dem Steineschleppen. Selbst wenn ich mich nur nach dem Kühlschrank beugen wollte, hatte ich echt Mühe mit dem Rücken und sämtlichen Gelenken. Also hilft wirklich nur noch in Bewegung bleiben! 🙂
Am Samstag flitze ich erst durchs Internet und dann mit dem Roller über die Insel um endlich meine schwarzen Steinchen fürs Beet zu finden. Und ich hatte Glück! Nach endlosen Absagen fand ich doch noch einen Laden mit genügend auf Lager. Montag Früh müsste die Lieferung kommen. Dann kann ich endlich mein schönes Beet damit abdecken. Meine anti- Unkrautfolie bringt ja nichts, wenn sie vom Wind umhergeblasen wird, darum war mir das sehr wichtig. Doch schnell war wieder ein halber Tag verloren und ich musste bis in die Nacht für zwei arbeitern, um mein Tagesprogramm noch zu schaffen.
Zum Beispiel hab ich im Vordergrund des Bildes die letzten Bäume und Büsche raus gerissen. Ich wollte sie so lange wie möglich für die Vögel stehen lassen, doch nun brauch ich den Platz für Steine und Baumaterial. Jetzt müssen die Vögel halt auf die neuen Palmen und Bäumchen ausweichen. Ausserdem hab ich nun wirklich mehr Meer zu sehen.
In der Ecke hinten links wollte ich einen zusätzlichen Garten. Also Steine suchen/schleppen/setzen und befestigen. Dann Unkrautfolie reinschneiden und alles mit Erde füllen. Die Erde ging leider viel zu früh aus und ich warte schon einige Zeit auf neue. Doch die erste Palme sitzt bereits und bietet später mit weiteren einen Sichtschutz nach unten. Dort sieht es so aus:
Wenn man von den Nachbarhäusern zu mir hochläuft sieht man ganz links, den Ansatz zu meiner neuen Mauer und hinter der Ecke die neue Palme. Die Mauer soll später mit der Steigung des Weges nach oben wachsen“.Auch von der anderen Seite kann man nun alles überblicken. 🙂
vor ein paar Wochen hatte ich schonmal von dem Musiker Juan erzählt. Jener mit Moog Synthesizer und Gesang, der sein Interesse bekundete mit mir Aufnahmen zu produzieren. Gestern war ich endlich mal so geistesgegenwärtig ein gemeinsames Foto mit ihm zu knipsen:
Damals schwärmte ich ja bereits von seinem perfekten Englisch, was natürlich hilft, damit wir uns richtig gut unterhalten können. So lernte ich auch, dass man viele meiner Gedanken, selbst als Einheimischer, gar nicht so leicht ins Spanische übersetzen kann. 😀
Juan ist ein Anwalt, aber was ich noch viel interessanter finde, auch ein extrem Schwimmer. Ab und zu springt er mit Freunden ins Meer und schwimmt viele Kilometer an den gefährlichen Steilküsten entlang um am nächsten Strand wieder aufs Trockene zu klettern. Irre, gell?
Heute durften auch die neuen Palmen in ihr neues Heim einziehen.
Dasselbe Bild: Keine weißen Wurzeln sondern nasser Schlamm. Klar, bei unzähligen Pflanzen kann der Gärtner natürlich nicht in jeden Topf den Finger stecken um den Feuchtigkeitsbedarf zu erfühlen. Wenn die Sonne richtig runter brutzelt, haben die in ihren „kleinen“ Töpfen sicher auch nicht allzu viel Reserven. Daher geht man wohl auf Nummer sicher und ersäuft alles.
Leider kenn ich mich mit Palmem überhaupt nicht aus, weil ich bisher keine Gelegenheit hatte welche zu Pflanzen. Im Gegensatz zu den Obstbäumen kommen sie mit einer ganz anderen Erde aus dem Laden. Mir scheint sie brauchen eher einen nährstoffarmen Boden, vielleicht sogar einen niedrigeren PH wert!? Im Sommer werde ich das Thema mal genauer studieren.
Kurz bevor es dunkel war knipste ich noch schnell ein Bild, auf dem leider nicht mehr allzu viel zu sehen ist. Jedenfals stehen jetzt bereits Pflanzen in mehrere Ebenen als Sichtschutz zwischen Eingangs Tor und Sonnen Terrasse. Jetzt muss noch schnell ein Zaum her, damit ich die ersten Kletterpflanzen einsetzen kann, bevor ich wieder nach Deutschland fliege. Die perfekte Bewässerung muss noch installiert werden und noch viele Tonnen Mauer! Im Mai, oder im Sommer muss ich auf jeden Fall nochmal ein paar Wochen daran arbeiten, bis alles Hunde und Kaninchen sicher ist.
Heute ist ein Feiertag und es war sehr still! Immer noch alles grau in grau und etwas frischer als gestern, aber ich fand es sehr angenehm. Na gut, mittags hörte man eine Zeit lang einen Bagger aus der Ferne, aber das hatte ich irgendwann ausgeblendet. Dann suchte ich mir die richtige Stelle für den Manga Baum und begann ganz meditativ zu buddeln.
In der Tiefe wurstelte ich mit einem Brecheisen einige Felsen raus und holte am Schluß, auf dem Bauch liegend, mit der Kehrschaufel alles raus was ich noch fassen konnte. Für die Zukunft von diesem tollen Baum wollte ich alles geben!Dann füllte ich reichlich von der leichten Blumenerde rein und mischte sie immer wieder mit den verschiedenen Erdschichten, die man auf dem Foto farblich ganz gut sehen kann.…und das immer wieder, mal mit meiner schönen braunen, dann wieder mit der roten Erde. 🙂 Er soll Steinfrei verwöhnt werden.Man muss echt ewig auf dem Topf rumklopfen und lange kämpfen, bis man ihn heraus bekommt. Mit solchen Wurzeln kann mich der Gärtner allerdings nicht beeindrucken! Sie ersäufen die Pflanzen regelrecht bis die Wurzeln in dem Schlamm überhaupt keinen Sauerstoff mehr bekommen. Doch das ist genau das was die Pflanzen unter der Erde brauchen: Luft! Darum wurde ja Hydrokultur erfunden: Mehr Luft – mehr Sauerstoff – mehr Wachstum. Aber das hier, ein schlechter Witz!Dann durfte er endlich in sein Bettchen! Noch schön hingedreht, damit die Vorderansicht zur Terrasse hin zeigt. So macht man das bei Bonsai Bäumen, bei denen immer vorne- und hinten genau definiert wird.
Ich denke sehr oft an Herr und Frau Armbruster vom Bonsai Zentrum Mössingen, die bevor sie auch nur ein Wort zu einem Bäumchen sagen, erst mal die Wurzeln begutachten. Sie müssen weiß sein… Das kann man halt bei so großen Töpfen und vor allem im Erdreich nicht machen, daher denke ich schon sehr lange darüber nach wie man das kompensieren kann. Wahrscheinlich versenke ich in meinem Beet 2 – 3 Rohre die etwa 50cm tief in die Erde reichen, damit man ab und zu den Deckel abnehmen kann und wenigstens fühlen kann, wie es mit dem Feuchtigkeitsbedarf da unten aussieht, bevor man sie ständig ertränkt. Bei den Bäumen, die Richtung Meer stehen, wird das nicht nötig sein, denn da geht das Erdreich eh nach wenigen Zentimentern in einen löchrigen Felsboden über. Da hats genug Luft!
Da steht er nun. Ob ich alles richtig gemacht hab wird er uns selber zeigen. Jetzt brauch ich aber erst noch „Neem- öl“ gegen weiße Fliegen. Juhuu, drei Äste beginnen bald zu blühen. 🙂